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    Neue Business Incubation Zweigstellen in Deutschland

    BIC in Nürnberg
    1 Februar 2012

    Das ESA Business Incubation Centre (BIC) in Oberpfaffenhofen passt derzeit seine Kapazitäten an, um jährlich 20 neue Start-up-Unternehmen zu unterstützen.

    Die Außenstellen Berchtesgadener Land und Nürnberg wurden am 26. und 31. Januar offiziell eröffnet. Im Rahmen dieser Erweiterungen wurde das ESA Business Incubation Centre (BIC) Oberpfaffenhofen in ESA BIC Bavaria umgetauft. Es ist Teil des ESA BIC Netzwerks mit Standorten in Deutschland, Italien, England, den Niederlanden und Belgien.

    Die Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen (AZO), welche für das BIC Oberpfaffenhofen seit der Gründung 2009 verantwortlich war, wird nun auch das Management des BIC Bavaria übernehmen.

    Das BIC in Nürnberg wurde zusammen mit dem Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) und der örtlichen Sparkasse Nürnberg gegründet.

    BIC Berchtesgadener Land

    Das Fraunhofer IIS ist für seine Forschungsprogramme bekannt und hat für die Entwicklung der Audio-Codierverfahren MP3 und MPEG 4 AAC weltweite Anerkennung erlangt. Die Nürnberger Niederlassung wird Hilfestellung bei der Gründung von Spin-off-Firmen leisten, die sich auf Technologien des Fraunhofer IIS stützen.

    Externe Start-up-Unternehmen haben so die Möglichkeit mit dem Institut in den Bereichen Navigation, Lokalisierung, Logistik, digitaler Rundfunk und Kommunikation sowie bei der Entwicklung integrierter Schaltungen zusammenzuarbeiten.

    Für die Außenstelle Berchtesgadener Land konnten die regionale Wirtschaftsförderung Berchtesgadener Land sowie die Sparkasse Berchtesgadener Land als Partner gewonnen werden. Start-up-Unternehmen, die sich auf Erdbeobachtung, Satellitenkommunikation und Navigation spezialisieren, können von der Initiative Satellitennavigation Berchtesgadener Land - einem grenzüberschreitenden Netzwerk für innovative Navigationslösungen - und der vorhandenen lokalen Infrastruktur, einschließlich der nahe gelegenen Galileo Test- und Entwicklungsumgebung (GATE), profitieren.


    Am bekannten Raumfahrtstandort Oberpfaffenhofen genießen Unternehmensgründer weiterhin alle Vorteile der Kooperation mit der örtlichen Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Jungunternehmen am ESA BIC Bavaria-Hauptsitz profitieren von der Expertise und dem Zugang zu den Testanlagen des DLR, sowie von weiteren Hightech-Unternehmen und dem produktiven wirtschaftlichen Umfeld in Oberpfaffenhofen.

    „Seit der Eröffnung 2009 haben wir 24 Start-up-Unternehmen unter unsere Fittiche genommen. Davon haben sieben das Inkubationsprogramm bereits erfolgreich abgeschlossen“, sagt Dr. Christin Bindl, Projektmanagerin im ESA BIC Bavaria.

    „Mit den zwei neuen Außenstellen verfügen wir über ausreichend Kapazitäten, um jährlich 20 neue Unternehmen zu unterstützen. Damit können wir den Jungunternehmen in unseren drei Inkubationszentren sogar noch mehr Entwicklungsmöglichkeiten bieten.“ Sie betont, dass „durch die Zusammenarbeit mit unseren Partnern Kontakt zu Experten hergestellt wird, die den Start-ups bei der Entwicklung neuer europäischer Geschäftsideen zur Seite stehen. Diese Ideen können auf vorhandener Raumfahrttechnologie und -expertise basieren oder aber auch auf der Nutzung von Satellitendiensten.“

    ESA BIC Bavaria partner: Fraunhofer IIS

    Die ESA Business Incubation Centres entstanden im Rahmen einer Initiative des ESA -Technologietransfer-Programms (TTPO) und fördern die Gründung von Start-up-Unternehmen, deren Geschäftsidee mit Raumfahrttechnologie, -expertise oder -systemen im Zusammenhang steht.

    Durch das Technologietransfer-Programm wurden über 250 Weltraumtechnologien erfolgreich in andere Sektoren eingeführt.

    Galileo : applications
    Genauere Navis - eine Verbesserung durch Galileo

    Zudem war das TTPO beteiligt an der Gründung des Open Sky Technology Fund – eines Risikokapitalfonds mit einem Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro, der von der deutschen Triangle Venture Capital Group verwaltet wird. Der Beteiligungsschwerpunkt des Fonds liegt auf der Finanzierung von vielversprechenden Start-ups und jungen Unternehmen, die Weltraumtechnologien auf andere Sektoren übertragen.

    Ansprechpartner bei ESA BIC Bavaria

    Dr. Christin Bindl, Projektmangerin ESA BIC Bavaria
    Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen
    Friedrichshafener Str. 1, D-82205 Gilching
    Tel.: +49(0)8105-77 2 77 10
    Email: bindl@anwendungszentrum.de

    ESA Business Incubation Centres

    Die ESA hat sich 2003 im Rahmen ihres Technologietransfer-Programms zur Gründung der BICs entschlossen. Ziel der Incubation Centres ist die Förderung von Unternehmern und Start-ups, die Technologien und Fachwissen aus der Raumfahrt zur Entwicklung neuer innovativer Produkte oder Dienstleistungen in anderen Sektoren einsetzen.

    In Deutschland (Oberpfaffenhofen und Darmstadt/Hessen), den Niederlanden, Italien und England konnten fünf Business Incubation Centres bereits erfolgreich platziert werden. Ein sechstes BIC in der wallonischen Region in Belgien, unweit der ESA -Bodenstation in Redu, steht kurz vor der Eröffnung.

    Das Technologietransfer-Programm der ESA (TTPO)

    Die Hauptaufgabe des ESA -Technologietransfer-Programms (TTPO) liegt darin, bestehende Raumfahrttechnologien und -systeme auf neue Anwendungsbereiche zu übertragen und den Bürgerinnen und Bürgern in Europa den Nutzen der europäischen Raumfahrtprogramme näher zu bringen.

    Das TTPO ist verantwortlich für die Definition und Umsetzung des gesamten Technologietransfers sowie für das Inkubationsprogramm für junge Unternehmen.

    Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

    ESA’s Technology Transfer Programme Office
    European Space Agency
    Keplerlaan 1
    2200 AG, Noordwijk
    The Netherlands
    Tel: +31 71 565 6208
    Email: ttp@esa.int

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