Partner der Raumfahrt in Deutschland

Zahlreiche Organisationen, Firmen, Körperschaften, Institutionen und Personen beschäftigen sich in Deutschland auf verschiedenen Ebenen mit Weltraumforschung, der Durchführung von Raumfahrtaktivitäten sowie ihrer Vermittlung an die Öffentlichkeit.

Kurze Beschreibungen der Hauptakteure in den verschiedenen Bereichen finden Sie hier:

Agenturen, Verbände, Ministerien

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)

Mit langfristigen Strategien und finanziellen Mitteln verfolgt das Bundeswirtschaftsministerium das Ziel, den technischen Fortschritt nachhaltig zu fördern und bestmögliche Voraussetzungen für die Entwicklung neuer Technologien zu schaffen. Ende 2005 hat das BMWi den Bereich der Raumfahrt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung übernommen.
Das BMWi hat dem DLR die Erstellung der deutschen Raumfahrtplanung, die Durchführung der deutschen Raumfahrtaktivitäten und die Wahrnehmung der deutschen Raumfahrtinteressen im internationalen Bereich übertragen.

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Das DLR ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie und Verkehr sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Über die eigene Forschung hinaus ist das DLR als Raumfahrtagentur im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig. Das DLR vertritt die Interessen der deutschen Raumfahrt in der ESA und im internationalen Rahmen.

Die Mission des DLR umfasst:

  • die Erforschung von Erde und Sonnensystem,
  • die Forschung für den Erhalt der Umwelt,
  • die Entwicklung umweltverträglicher Technologien zur Steigerung der Mobilität sowie für Kommunikation und Sicherheit.

Das Budget des DLR für eigene Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie Betriebsaufgaben beträgt ca. 796 Millionen Euro; davon sind etwa 55% im Wettbewerb erworbene Drittmittel.
Das vom DLR verwaltete deutsche Raumfahrtbudget beträgt insgesamt ca. 1147 Millionen Euro. Davon werden 65 Prozent für den deutschen Beitrag zur Finanzierung der Europäischen Weltraumorganisation ESA verwendet, 21 Prozent für das Deutsche Raumfahrtprogramm und 14 Prozent wiederum für Forschung und Entwicklung im Geschäftsfeld Raumfahrt des DLR.

Das DLR beschäftigt ca. 7400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, es unterhält 32 Institute bzw. Test- und Betriebseinrichtungen und ist an 16 Standorten vertreten: Köln (Sitz des Vorstandes), Augsburg, Berlin, Bonn, Braunschweig, Bremen, Göttingen, Hamburg, Jülich, Lampoldshausen, Neustrelitz, Oberpfaffenhofen, Stade, Stuttgart, Trauen und Weilheim. Das DLR unterhält Büros in Brüssel, Paris und Washington D.C.

Liste aller DLR-Institute und Einrichtungen.

Der Bundesverband der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI)

Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) mit über 200 Mitgliedern vertritt die Interessen einer Branche, die durch internationale Technologieführerschaft und weltweiten Erfolg ein wesentlicher Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft geworden ist. Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie mit derzeit rund 100.700 Beschäftigten bündelt nahezu alle strategischen Schlüsseltechnologien. Sie generiert ein jährliches Umsatzvolumen von gegenwärtig 28,4 Milliarden Euro (Zahlen von 2013).

Zu den primären Aufgaben des BDLI gehören die Kommunikation mit politischen Institutionen, Behörden, Verbänden und ausländischen Vertretungen in Deutschland, aber auch verschiedenste Mitglieder-Serviceleistungen im In- und Ausland. Der Verband ist verantwortlicher Veranstalter der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin.

Der BDLI ist offiziell beim Deutschen Bundestag akkreditiert und erfüllt dort eine Reihe gesetzlich verankerter Aufgaben wie Anhörungen in Vorbereitung neuer Gesetze, die Mitarbeit in Fachräten und Fachausschüssen der Ministerien und Hearings vor dem deutschen Bundestag.

Der BDLI ist Mitglied des europäischen Dachverbandes Aerospace and Defence Industries Association of Europe (ASD) und des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt - Lilienthal - Oberth e.V. (DGLR)

Die DGLR ist die älteste Institution in der Bundesrepublik Deutschland, die allen Bürgern, die sich beruflich oder privat mit Luft- und Raumfahrt beschäftigen, ein gemeinsames Dach und ein fachübergreifendes Aktions- und Informationsforum bietet.

Die DGLR steht für Forschung, Wissenschaft und Technik der Luft-und Raumfahrt. Mit ihren mehr als 3000 Mitgliedern aus allen mit dieser Branche verbundenen Berufs- und Ausbildungssparten, ist die DGLR die größte und zugleich einzige Vereinigung in Deutschland, die in sämtlichen Fach- und Arbeitsbereichen der Luft- und Raumfahrt vertreten ist - von der Industrie bis zum Ministerium, von der Lehre bis zur Forschung.

Die Gesellschaft wirkt als Bindeglied und Kommunikationsstrang zwischen den einzelnen Disziplinen und fördert den nationalen und internationalen Erfahrungsaustausch zwischen Industriefirmen, Behörden, Forschungsinstituten und Universitäten.

EUMETSAT

EUMETSAT ist die Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten und hat ihren Hauptsitz in Darmstadt.

Zur Beobachtung des Wetters, des Klimas und der Umwelt betreibt EUMETSAT ein System von meteorologischen Satelliten sowie die dazu kompatible Bodeninfrastruktur. EUMETSAT ist eine intergouvernementale Organisation, die zur Zeit aus 26 Mitgliedsländern besteht und im Jahre 1986 gegründet wurde.

Die ESA war die bedeutendste Triebkraft zur Gründung einer eigenständigen Organisation, nachdem ihre Expertise in den 1970er Jahren bei der Entwicklung des ersten Meteosat-Wettersatelliten gefragt war, und ist immer noch der wichtigste Kooperationspartner. Ab 1987 wurde das Meteosat-Programm von EUMETSAT selbst beaufsichtigt.

Das höchste Gremium der Organisation ist ein Rat aus Vertretern der nationalen Wetterdienste, entsendet durch die Mitgliedsländer. EUMETSAT wird durch die Mitgliedsländer anteilig finanziert, jeweils proportional zu ihrem Bruttonationaleinkommen. Nach außen wird EUMETSAT durch den aktuellen Generaldirektor, den Franzosen Alain Ratier, repräsentiert.

Aktuelle Wettersatelliten-Programme sind unter anderem die zweite Generation von Meteosat (Meteosat 7-10) und Metop.

Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt im Deutschen Bundestag (PGLR)

Die Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt ist eine fraktionsübergreifende Vereinigung von Bundestagsabgeordneten, die seit 1984 besteht. Von 1994 bis 2009 war der CSU-Abgeordnete Kurt Rossmanith ihr Vorsitzender. Aktueller Vorsitzender ist der CDU-Parlamentarier Klaus-Peter Willsch. Die Gruppe ist ein Diskussions- und Meinungsforum für alle Abgeordneten, die sich für die Belange der Luft- und Raumfahrt interessieren und engagieren. Sie will über aktuelle Entwicklungen und Themen informieren und die parlamentarischen Aktivitäten in diesem Bereich bündeln.

Intensiv tauscht sie sich dafür mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung aus. Darüber hinaus bestehen enge Kontakte zu Abgeordneten anderer europäischer Parlamente.

Planetarien und Sternwarten

German Astronomical Directory

Es gibt in Deutschland eine große Anzahl an Planetarien, Sternwarten und astronomischen Vereinen. Das GAD (German Astronomical Directory) ist eine umfassende Informationssammlung über alle astronomischen Einrichtungen im deutschsprachigen Raum. Zusätzlich bietet die Datenbank eine Übersicht zu astronomischen Zeitschriften sowie zu bekannten Fernrohren und Vieles mehr und lässt damit praktisch keine Wünsche offen.

Raumfahrt-Museen

Deutsches Museum München

Museumsinsel 1, 80538 München
Telefon: (089) 2179-1, Telefax: (089) 2179-324
E-mail: information@deutsches-museum.de

“Das Deutsche Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaften und Technik” gibt es seit 1925. Im Bereich Luft und Raumfahrt gibt es zahlreiche Originale von Flüssigkeitsraketen, Satelliten, Planeten- und Raumsonden und das “Spacelab” Weltraumlabor zu sehen, und die zugrundeliegenden Prinzipien der Raumfahrttechnik werden demonstriert. Seit 1992 ist im Deutschen Museum die größte Astronomieausstellung der Welt (in Bezug auf die Anzahl der Exponate und den Umfang an Informationen) zu Hause. Auf einer Fläche von 1100m² werden die wichtigsten Aspekte der Astronomie und Astrophysik aufgezeigt.
Außerdem gibt es ein Planetarium, eine Sternwarte, ein Sonnenteleskop, das die Sonne direkt im Museum abbildet und das Sonnenlicht in seinen Farbanteilen als Spektrum zeigt, ein funktionierendes Radioteleskop aus der Pionierzeit der Radioastronomie, einen Planetenweg vom Deutschen Museum zum Tierpark Hellabrunn, und Sonnenuhren und eine Astronomische Uhr, die immer die richtige Zeit zeigen.

Deutsche Raumfahrt-Ausstellung Morgenröthe-Rautenkranz

Bahnhofstraße 4, 08262 Muldenhammer
Telefon: (037465) 2538, Telefax: (037465) 2549
E-mail: Raumfahrt@t-online.de

Erleben Sie die Faszination Weltraumforschung in der Deutschen Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz. Sehen Sie einzigartige Exponate aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Raumfahrt im Geburtsort des ersten deutschen Kosmonauten - Sigmund Jähn. Neben Raumanzügen, Raketenmodellen und Satelliten erfährt man im originalen Trainingsmodul der Raumstation MIR, wie sich Leben auf engstem Raum anfühlt.
Ein Planetenpark und ein Raumfahrt-Spielplatz im Außengelände machen den Besuch für alle Generationen zu einem Erlebnis.

Deutsches Technikmuseum Berlin

Trebbiner Str. 9, 10963 Berlin-Kreuzberg
Telefon: (030) 25484-0, Telefax: (030) 25484-175

Seit 1982 entsteht in Kreuzberg Das Deutsche Technikmuseum Berlin (ehemals Museum für Technik und Verkehr), das nach Abschluss aller Ausbauphasen über 50 000 m² Ausstellungsfläche verfügen wird. Derzeit ist in 14 Abteilungen auf 14 000 m² schon ein Viertel der Exponate zu sehen. Im Nebengebäude Möckernstrasse 16 befindet sich das Science Center SPECTRUM, wo über 250 Experimente spielerisch die Grundlagen der Naturwissenschaft und Technik nahebringen. In der Eingangshalle zeigt das Foucaultsche Pendel den Besuchern, dass sich die Erde dreht.

Dornier Museum Friedrichshafen

Claude-Dornier-Platz 1, 88046 Friedrichshafen
Telefon: (07541) 487-3600, Telefax: (07541) 487-3651
Email: info@dorniermuseum.de

Das Dornier Museum macht anhand verschiedener technischer Entwicklungs- und Leistungsschritte ein bedeutendes Jahrhundert der Luft- und Raumfahrt im zeitgeschichtlichen Kontext erlebbar.
Die Ausstellung folgt Dorniers Weg in den Weltraum mit einem begehbaren Sonnensystem. Satellitenumlaufbahnen geben dem Besucher einen Eindruck von der Komplexität des Alls. Über ein Dutzend Raumfahrt- und Satellitenmodelle, darunter auch solche, die bereits im All waren, füllen den Raum. Das originale Segment eines Spacelab (Raumlabor) mit verschiedenen Materialforschungsanlagen komplettiert das "begehbare All". Mit seinen kindgerechten Erklärungen sowie einem Kinderquiz fördert das Museum auch die Neugierde und Begeisterung der Kleinen.

Erfatal-Museum Hardheim mit Walter Hohmann Ausstellung

Gemeinde Hardheim, Schloßplatz 6, 74736 Hardheim
Telefon: (06283) 58-0, Telefax: (06283) 58-55
E-mail: museum@erfatal-museum.de

Das Erfatal-Museum in Hardheim besteht seit 1922. In fünf Abteilungen werden Beiträge zu den Themen Hardheimer Geschichte, Walter Hohmann und die Raumfahrt, Hardheimer Handwerk, Hardheimer Lebensbilder und Landwirtschaft in Hardheim präsentiert. Leben und Werk des in Hardheim gebürtigen Raumfahrtpioniers Walter Hohmanns werden in der Abteilung Walter Hohmann und die Raumfahrt dargestellt: Die Abteilung wird ergänzt durch die Präsentation aktueller Aspekte der Raumfahrt.

Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum

Pfinzingstraße 12-14, 90537 Feucht
Telefon: (09128) 3502, Telefax: (09128) 14920
Email: info@oberth-museum.org

Das Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum in Feucht, bei Nürnberg wurde 1971 zur Würdigung des Lebenswerkes von Professor Hermann Oberth gegründet. Auf heute 160m² Ausstellungsfläche bringen Originale, Modelle, Text- und Bildtafeln und ein Raumfahrt-Kino Geschichte und Entwicklung der Raumfahrt näher. Das Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum bietet auch ein spezielles Kinder- und Jugendprogramm mit “Museum zum Anfassen”.

Raumfahrthistorisches Archiv e. V. Bremen

c/o EADS-Astrium
Airbus-Allee 1, 28199 Bremen
Telefon (Di.14-18 Uhr): (0421) 539-4336
E-mail: raumfahrtarchiv.bremen@t-online.de

Der Verein Raumfahrthistorisches Archiv Bremen e.V. dient dem Zweck, Zeugnisse der Unternehmensgeschichte der EADS Space Transportation sowie ihrer Vorgänger und Rechtsnachfolger am Standort Bremen zu dokumentieren, zu bewahren und wissenschaftlich nutzbar zu machen.
Inhaltlich umfasst das Archiv Dokumente aus allen Raumfahrtprojekten, die in den vergangenen 50 Jahren unter Führung oder Beteiligung der Bremer Raumfahrtindustrie abgeschlossen wurden sowie zahlreiche Studien, die im Vorfeld der Geräteentwicklungen erforderlich waren. Wichtigstes Erzeugnis der Öffentlichkeitsarbeit sind die Bücher einer Schriftenreihe, von der z.Zt jedes Jahr eine Neuausgabe erscheint. Seit der Archivgründung wurden 11 dieser Bücher herausgebracht.

Rieskrater-Museum Noerdlingen

Eugene-Shoemaker-Platz 1, 86720 Nördlingen
Telefon: (09081) 27 38 22 – 0 und (09081) 84710
Telefax: (09081) 27 38 22 – 20
E-mail: rieskratermuseum@noerdlingen.de

Das Rieskrater-Museum ist ein geologisches Spezialmuseum, das als zentrales Thema die Entstehung von Einschlagkratern allgemein und besonders des Nördlinger Rieses beinhaltet. In einem sehr aufwendig sanierten mittelalterlichen Scheunengebäude aus dem Jahre 1503 wird - auf sechs Räume verteilt - das Riesereignis mit seinen planetologischen Wurzeln und seinen irdischen Auswirkungen dargestellt.

Technik Museum Speyer

Am Technik Museum, 67346 Speyer
Telefon: (06232) 6708-0, Telefax: (06232) 6708-20

Gemeinsam mit dem Space Expo e.V. zeigt das Technik Museum Speyer auf einer Fläche von über 2.500 m² ca. 300 einzigartige Exponate, die die Geschichte der Raumfahrt von den Anfängen in den frühen 1960er Jahren bis zur aktuellen Internationalen Raumstation ISS dokumentieren. Neben einem Original-Prototypen der ehemaligen sowjetischen Raumfähre Buran ist das Trainingsmodul des Raumlabors Spacelab und ein 1:1 Modell des Forschungsmodules Columbus zu bestaunen. Wertvolle Raumfahrtanzüge, Originaldokumente, Modelle und zahlreiche weitere Raumfahrtexponate runden die größte Raumfahrtausstellung Europas ab.
Im IMAX Dome Filmtheater auf dem Gelände des Technik Museum Speyer kann Raumfahrt zum einzigartigen Filmerlebnis werden. Durch die Kuppelprojektion und die spezielle Anordnung der Sitze füllt der Film das Blickfeld der Besucher vollständig aus und man befindet man sich im wahrsten Sinne des Wortes mitten im Film.

Unterhaltung und Freizeit

FEZ-Berlin - Orbitall

Das FEZ orbitall bietet Besuchern ab 8 Jahren ein breitgefächertes Angebot rund um das Thema Raumfahrt. Das FEZ orbitall veranstaltet Projekte für Grund- und Oberschulen, Spacecamps sowie Kindergeburtstage und Familienmissionen.

Schülerinnen und Schüler können im FEZ orbitall erleben, welche Berufe es in dem Wissenschaftsbereich Raumfahrt gibt und wie diese der Gesellschaft nutzen. In dem Erlebnis- und Lernort für Kinder, Jugendliche und Familien, der der Internationalen Raumstation ISS nachempfunden ist, können sich Besucher und Besucherinnen informieren, trainieren und experimentieren. 

Forschungseinrichtungen

Max-Planck-Gesellschaft

Die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. (MPG) ist eine unabhängige Forschungsorganisation in der Rechtsform eines gemeinnützigen eingetragenen Vereins.

Sie ist Deutschlands erfolgreichste Forschungsorganisation – seit ihrer Gründung 1948 finden sich alleine 17 Nobelpreisträger in den Reihen ihrer Wissenschaftler. Damit ist sie auf Augenhöhe mit den weltweit besten und angesehen¬sten Forschungsinstitutionen.

Die derzeit 80 Max-Planck-Institute betreiben Grundlagenforschung in den Natur-, Bio-, Geistes- und Sozialwissenschaften im Dienste der Allgemeinheit. Max-Planck-Institute engagieren sich in Forschungsgebieten, die besonders innovativ sind, einen speziellen finanziellen oder zeitlichen Aufwand erfordern. Ihr Forschungsspektrum entwickelt sich dabei ständig weiter.

Besonders eng kooperieren Max-Planck-Wissenschaftler mit deutschen Universitäten: 80 Prozent der habilitierten Max-Planck-Forscher sind aktiv in die universitäre Lehre eingebunden.

Die Finanzierung der Max-Planck-Gesellschaft erfolgt aus öffentlichen Mitteln von Bund und Ländern (Institutionelle Förderung). Hinzu kommen Drittmittel für Projekte von öffentlichen oder privaten Geldgebern sowie der Europäischen Union.

Max-Planck-Institute mit Schwerpunkt im Raumfahrtbereich

Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, Katlenberg-Lindau

Das Max-Planck-Institut für Aeronomie widmet sich der Erforschung des Sonnensystems, insbesondere der Umgebung der Erde, der Planeten und Kometen sowie der Sonne, ihrer Heliosphäre und deren Wechselwirkung mit dem interstellaren Medium

Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg

Das Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg betreibt das Calar Alto Observatorium in Spanien und führt wissenschaftliche Forschungen auf verschiedenen Gebieten der Astronomie und Astrophysik durch.
Neben Planung und Bau von Messinstrumenten für die großen Observatorien am Boden und im Weltraum liegt der Schwerpunkt bei der eigenständigen Forschung. Vorrangig geht es am MPIA um die Entstehung und Entwicklung von Sternen und Planeten und im Bereich Galaxien und Kosmologie um das Verständnis der Entwicklung des heutigen, reich strukturierten Universums mit seinen Galaxien, Sternen und Planeten, und um seine Entstehung aus dem einfachen Anfangszustand nach dem Urknall.

Max-Planck-Institut für Astrophysik, Garching

Das Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching betreibt Grundlagenforschung zu Themen wie Sonnenphysik, Plasmaphysik, Sternstruktur und Astrochemie.
Zu den aktuellen Forschungsthemen gehören u.a. die Sonne und der interplanetare Raum; Supernovae und Nukleosynthese; enge Doppelsterne und Akkretion; die Milchstraße, andere Galaxien und aktive Galaxienkerne; Gravitationslinsen; Galaxienhaufen und großräumige Struktur ; Galaxienbildung, intergalaktisches Medium und physikalische Kosmologie; Physikalische Prozesse; numerische Verfahren; Quantenmechanik von Atomen und Molekülen, Astrochemie.

Max-Planck-Institut für Chemie (Otto-Hahn-Institut), Mainz

Das Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz widmet sich heute dem Verständnis der Entstehung, Entwicklung und Zukunft unseres Planeten und seiner Nachbarn mit den Schwerpunkten Chemie der Atmosphäre, Biogeochemie, Geochemie, Partikelchemie und Satellitenfernerkundung.

Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut), Potsdam und Hannover

Aufgabe des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) ist die Forschung an Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie und darüber hinausgehenden Themen: Mathematik, Quantengravitation, astrophysikalische Relativitätstheorie sowie Gravitationswellen-Astronomie und Datenanalyse. Das Institut befindet sich in Potsdam und in Hannover.

Industrie

Astrium

Als eines der weltweit führenden Unternehmen der Raumfahrtindustrie verfügt Astrium über Kompetenzen auf allen wesentlichen Gebieten der Weltraumtechnologie. Astrium besitzt einen einzigartigen Erfahrungsschatz als Systemführer bei der Herstellung von Satellitensystemen, Trägerraketen und Infrastrukturen für die bemannte Raumfahrt sowie mit der Raumfahrt verbundene Dienstleistungen. Diese Systemkompetenz wird ergänzt durch ein Angebot von Nutzlasten und Equipment für die verschiedensten zivilen und militärischen Einsatzmöglichkeiten im Weltall.

Im Jahr 2012 erzielte EADS Astrium einen Umsatz von 5,817 Mrd. Euro mit zirka 18.000 Mitarbeitern in insgesamt fünf Ländern: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Spanien. Astrium betreibt fünf deutsche Standorte: Bremen, Trauen, Friedrichshafen, Lampoldshausen und Ottobrunn. Dazu kommen die Tochterunternehmen TESAT Spacecom (Backnang) und Jena-Optronik (Jena).

Astrium ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der EADS (European Aeronautic Defence and Space Company), ein global führender Anbieter in der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen. eben einem Kompetenzvorsprung bei den wichtigen Schlüsseltechnologien verfügt EADS Astrium über die technologischen Kompetenzen, um ihren nationalen, institutionellen und kommerziellen Kunden umfassende und innovative Lösungen aus einer Hand anzubieten.

Carl Zeiss

Die Carl Zeiss Gruppe ist eine weltweit führende Unternehmensgruppe der optischen und optoelektronischen Industrie. Carl Zeiss bietet innovative Lösungen für die Zukunftsmärkte Medical and Research Solutions, Industrial Solutions, Eye Care und Lifestyle Products an.

Im Geschäftsjahr 2011/12 erwirtschaftete die Gruppe 4,163 Milliarden Euro Umsatz. Mit nach der Integration des Brillenglasherstellers Carl Zeiss Vision beschäftigt die Carl Zeiss Gruppe heute weltweit rund 24.000 Mitarbeiter, über 10.000 davon in Deutschland. Die Unternehmensbereiche von Carl Zeiss halten in ihren Märkten führende Positionen. Die Carl Zeiss AG ist zu 100 Prozent im Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung. Sitz des 1846 in Jena (Thüringen) gegründeten Unternehmens ist Oberkochen (Baden-Württemberg).

Auf dem Gebiet der Weltraumtechnik liegen die Schwerpunkte von Carl Zeiss in der Forschung, Entwicklung, Konstruktion und Fertigung von optischen Komponenten für bodengestützte Weltraumbeobachtungsprojekte, optischen Sub-Systemen/Instrumenten für Satelliten-Nutzlasten im Spektralbereich vom Infraroten bis in den Röntgenbereich und optischer Datenübertragung über modelliertes Laserlicht.

Jena Optronik

Die Jena Optronik GmbH wurde im Jahre 1992 gegründet. Ihr Vorläuferunternehmen VEB Carl Zeiss Jena gehörte zu den Pionieren der multispektralen Erdbeobachtung und der optischen Sensorik für die Lageregelung von Raumflugkörpern. Dadurch kann die Jena Optronik GmbH auf eine stolze 40 jährige Erfahrung im Bau von optischen Präzisionsinstrumenten für Weltraumanwendungen zurückgeblicken.

In dieser Zeit wurde die Jena-Optronik weltweit zu einem gefragten Partner, sowohl für weltweit wichtige Raumfahrtorganisationen wie auch für nahezu alle großen Raumfahrtsystemfirmen in Japan, China, Russland, Europa und Nordamerika. Diese weltweit führenden Raumfahrtsystemfirmen vertrauen auf die Produkte der Jena-Optronik und rüsten damit ihre Top-Missionen aus. Die Jena-Optronik gehört heute zu den weltweiten Spitzenadressen im optischen Instrumentenbau für Weltraumanwendungen .

Das Jenaer Unternehmen, mit heute 150 Mitarbeitern, ist weltweit einer der wichtigsten Lieferanten von hochpräzisen sowie robusten Lageregelungssensoren, die durch ihre Zuverlässigkeit sowie Langlebigkeit für vielfältige Anwendungen im erdnahen und geostationären Orbit geeignet sind.

Im Bereich der optischen Instrumente entwickelt, fertigt und testet die Jena-Optronik kompakte Multispektralkameras, leistungsfähige Radiometer, elektronische und opto-mechanische Subsysteme und Komponenten zur operativen Erdbeobachtung.

Kayser-Threde

Kayser-Threde ist ein mittelständisch geprägtes Raumfahrtunternehmen und Systemführer für Satelliten, komplexe wissenschaftliche Instrumente und Raumfahrtmissionen.

Kayser-Threde führt nationale und internationale Raumfahrtprojekte, schafft anspruchsvolle Systeme in so unterschiedlichen Disziplinen wie Optik, Elektronik, Robotik und Mechanik und transferiert Raumfahrttechnologie in industrielle Anwendungen.

  • Systemführung bei der nationalen, hyperspektralen Erdbeobachtungsmission EnMAP und der Technologie-Demonstratormission TET-1 (OOV)
  • Lieferant anspruchsvoller Instrumentierung und Sensorik für die sechs künftigen, europäischen Wettersatelliten MTG (Meteosat Third Generation)
  • Mehr als 100 wissenschaftliche Instrumente und Subsysteme für bemannte Stationen, Satelliten und interplanetare Missionen
  • Optoelektronische Systeme und Subsysteme für über 15 Weltraumteleskope und -kameras für die Grundlagenforschung und die Erforschung der Umwelt
  • Führender Lieferant in der Prozessleit- und Fernwirktechnik für die Bahnstromversorgung der Deutschen Bahn.

Das 1967 gegründete Unternehmen beschäftigt 340 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2012 einen Umsatz von 73,1 Mio. Euro. Seit Mitte 2007 gehört Kayser-Threde zur OHB AG in Bremen.

MT Aerospace AG

Die MT Aerospace AG, angesiedelt in Augsburg, ist Teil der MT Aerospace Holding GmbH, welche zu 70 % von der OHB AG und zu 30% von der Apollo Capital Partners GmbH gehalten wird.  

Sie ist Hersteller von Komponenten und Subsystemen für die Luft- und Raumfahrtindustrie und Systemanbieter für Antennen und Mechatronik. Rund 700 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von zirka 115 Mio. EUR. An der europäischen Trägerrakete ARIANE 5 hält die MT Aerospace heute einen Produktionsanteil von etwa 10 Prozent und ist damit größter deutscher Zulieferer für dieses Programm.

OHB AG

Die OHB AG mit Hauptsitz in Bremen ist der erste börsennotierte Raumfahrt- und Technologiekonzern Deutschlands.

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2012 betrug der Umsatz der OHB AG rund 615 Mio. Euro. Der Konzern beschäftigt derzeit knapp 2.500 Mitarbeiter in folgenden Bereichen:

  • Space Systems
  • Aerospace + Industrial Products

Tochtergesellschaften der OHB AG sind z.B. die OHB-System AG (auf Raumfahrtsysteme und Sicherheit spezialisiert), die MT Aerospace AG (auf Raumtransport und Aerospace Strukturen spezialisiert), die Kayser-Threde GmbH (auf Nutzlasten und Wissenschaft spezialisiert), die CGS S.P.A. (auf Micro- und Minisatellitensysteme spezialisiert), die LUXSPACE Sárl (auf Microsatelliten spezialisiert), und die Antwerp Space N.V. (auf Technologien für Bodensegmente spezialisiert).

Die OHB AG zählt als eine der bedeutendsten unabhängigen Kräfte in der europäischen Luft- und Raumfahrtbranche.

Telespazio VEGA Deutschland GmbH

Telespazio VEGA Deutschland ist ein etabliertes Consulting-, Technologie- sowie Engineering Services Unternehmen, welches mit der Raumfahrt eng verbunden ist. Die Telespazio VEGA Deutschland ist aus dem Zusammenschluss der Telespazio Deutschland GmbH mit der VEGA Space GmbH Anfang September 2012 entstanden und hat ihren Hauptsitz in Darmstadt. Die Erfahrungen beider Unternehmen aus der mehr als 30-jährigen Geschichte kommen auch der Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie zugute.

Telespazio VEGA interessiert sich zunehmend für die Entwicklung von Anwendungen, die auf Raumfahrttechnologien basieren und für weitere Märkte eingesetzt werden können. Sie ist Gesellschafter des "Centre for Satellite Navigation in Hessen" (cesah) und unterstützt dort aktiv die Europäische Raumfahrtagentur dabei, Innovation - etwa im Bereich der Satellitennavigation - weiter voranzutreiben. Darüber hinaus spielen die kommerzielle Raumfahrt sowie die Nutzung von Satelliten für die nationale Sicherheit für Telespazio VEGA eine immer wichtigere Rolle.

Zu den Schwerpunkten von Telespazio VEGA zählen:

  • Systems & Operations Engineering
  • 24/7 Operations & Maintenance Services
  • Simulation und Modellierung
  • Trainingslösungen
  • Programm- und Projektunterstützung
  • Bodensegmente

Telespazio VEGA Deutschland GmbH ist ein Tochterunternehmen der Telespazio S.p.A. (Joint Venture von Finmeccanica - 67% - und Thales - 33%) und zählt fast 400 Mitarbeiter.

TESAT Spacecom

Bei Tesat-Spacecom (Tesat) entwickeln, fertigen und vertreiben rund 1300 Mitarbeiter in Backnang, bei Stuttgart, Systeme und Geräte für die Telekommunikation via Satellit.

Das Produktspektrum umfasst hochzuverlässige Geräte wie Wanderfeldröhrenverstärker, Multiplexer, Schalter, Modulatoren und optische Terminals, die ebenso wie komplette Systeme an alle führenden Satellitenhersteller weltweit geliefert werden. Damit bietet Tesat die gesamte Kommunikationstechnik, die notwendig ist, um Fernsehsignale über die Antennen eines Satelliten in jeden Haushalt abzustrahlen. Mehr als die Hälfte aller Telekommunikations-Satelliten im Orbit haben Tesat-Geräte an Bord.

Mit dem Fokus auf kommerzielle Raumfahrtprogramme und der Beteiligung an militärischen und institutionellen Programmen erwirtschaftete Tesat 2012 einen Umsatz von 303 Millionen Euro. Bis heute wurden über 600 Raumfahrtprojekte durchgeführt.

Last update: 1 Juli 2013

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