PromISSe: Andrés Versprechen

PromISSe Missionslogo
6 September 2011

Langsam ergeben die Puzzleteile ein Bild: Die nächste Langzeitmission eines europäischen Astronauten hat nun Namen und Logo erhalten. ESA-Astronaut André Kuipers enthüllte gestern am Astronautenzentrum in Köln den Namen seiner Mission: PromISSe.

Im Juni hatte die ESA die Bürger ihrer Mitgliedsstaaten aufgerufen, einen Namen für Andrés Mission vorzuschlagen. Über 200 Vorschläge wurden eingereicht, sogar auch aus Slowenien, Australien, Indien, Mexiko und Argentinien.

Eine Jury traf die Auswahl unter allen gültigen Einsendungen. Das Feld der Teilnehmer reichte von einem 13-jährigen Italiener bis hin zu einem 82-jährigem Niederländer.

Die meisten Vorschläge kamen aus den Niederlanden – Andrés Herkunftsland – und so auch der Gewinner dieser Missionsnamensgebung-Aktion.

Präsentation des Missionslogos am Europäischen Astronautenzentrum

Es war keine Bedingung, die Abkürzung ISS im Logo zu integrieren, aber nun erscheint sie sowohl im Design, als auch im ausgewählten Namen.

PromISSe

PromISSe steht für „Programme for Research in Orbit Maximising the Inspiration from the Space Station for Europe”, erklärte der Gewinner, Wim Holwerda, ein 61-jähriger Niederländer.

Weiter erläuterte er: Der Name “symbolisiert zum Einen die Zusicherung, die Weltraumforschung der Zukunft unseres Planeten und der Menschheit gibt, sowie zum Anderen die Rolle Europas in diesem Zusammenhang“.

Drei wichtige Botschaften stecken in PromISSe: die signifikante Rolle wissenschaftlicher Forschung, ein erweitertes Nutzen der Internationalen Raumstation und der inspirierende Wert der ESA-Weltraumprogrammen.

Ein inspirierender Missionspatch

André an Bord der ISS in 2006

Auf dem Missionslogo erkennt man die ISS, die um die Erde kreist, sowie drei Symbole und sechs Sterne.

Der Name PromISSe erscheint, abgerundet, am oberen Rand des Patches, eingebettet zwischen zwei orangefarbenen Linien. Auch die Abkürzung ISS der Internationalen Raumstation trägt genau diese Farbe, die die niederländische Missionsbeteiligung verbildlichen soll.

Im Zentrum des Logos ist ein Globus abgebildet, ganz ohne nationale Grenzen. Eine ISS-Silhouette umkreist die Erde – sie erreicht gerade Europa.

Die Symbole links stellen die drei ausschlaggebenden Elemente der Mission dar: Wissenschaft, Technik und Bildung.

Der Globus steht für eine wissensbasierte Gesellschaft, die ihren Fokus auf unseren Planeten gerichtet hat. Der elektrische Stromkreis illustriert Technik und das kegelförmige Reagenzglas wissenschaftliche Forschung.

Die sechs Sterne repräsentieren die sechs Crew-Mitglieder, die sechs Monate, die André im All verbringen wird und, aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit den Sternen der EU-Flagge, den europäischen Charakter der Mission.

André Kuipers mit Don Pettit und Oleg Kononeko im Kosmonauten-Trainingszentrum im Sternenstädtchen bei Moskau

André wird als Mitglied der Expedition 30 auf der Raumstation arbeiten. Sein Start ist für Anfang Dezember geplant. Das genaue Datum wird aber erst festgelegt, wenn das Aussetzen der Sojus-Starts nach dem Verlust der Progress im August aufgehoben worden ist und die russischen Raumschiffe zurück im Einsatz sind.

Wiederholung der Presseveranstaltung mit André Kuipers am EAC - Teil 1

ESA-Astronaut André Kuipers stellt seine bevorstehende ISS-Mission im Europäischen Astronauten-Zentrum in Köln vor.
Programmpunkte sind u.A. Missionsübersicht und -training sowie aktuelle ISS-Forschungsergebnisse.

Video-Übertragung auch unter www.livestream.com/eurospaceagency

Wiederholung der Presseveranstaltung mit André Kuipers am EAC - Teil 2

ESA-Direktor für bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb Thomas Reiter:
aktueller Status zur Sojus, Übersicht der europäischen Aktivitäten im Bereich bemannte Raumfahrt, Ankündigung des Missionsnamens und Präsentation des Missionslogos.

Video-Übertragung auch unter www.livestream.com/eurospaceagency
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