Sommerschule Alpbach 2002

Der Sonnenwind erzeugt Effekte auf der Erde
Der Solarwind erzeugt Effekte auf der Erde
8 Juli 2002

Am 23. Juli 2002 beginnt die die bereits zum 26. Mal stattfindende Sommerschule Alpbach. Sie ermöglicht alljährlich jungen Doktoranden und Wissenschaftlern aus ganz Europa vertiefende Studien zu Teilgebieten der Weltraum- forschung und -nutzung. In der Zeit vom 23. Juli bis zum 1. August 2002 werden Physik, Auswirkungen und Vorhersagemöglichkeiten des „Weltraumwetters“, insbesondere die Ursachen, Auswirkungen und Vorhersage von Weltraumunwettern bzw. –stürmen, näher untersucht.

60 junge Wissenschafter/innen aus ganz Europa, darunter 10 österreichische Studentinnen und Studenten werden wieder in das malerische Tiroler Bergdorf kommen, das für 10 Tage zur Planungsschmiede für zukünftige, innovative Weltraumwettermissionen werden wird.

"Space Weather: Physics, Impacts and Predictions": Unter diesem Thema werden sich die Teilnehmer der Sommerschule mit den Grundlagen der Plasmaphysik im Weltraum sowie mit spezifischen Aspekten des sogenannten „Weltraumwetters" beschäftigen. Die Wissenschaftler/innen, Ingenieure, Studenten/innen und Doktoranden aus den 15 Mitgliedsstaaten der ESA haben während der Sommerschule die Möglichkeit, sich mit der Thematik in einer Form vertraut zu machen, die so nicht auf den Lehrplänen der Universitäten steht.

In einer einzigartigen Kombination aus Vortragsveranstaltungen und praktischen Workshops können sie ihr Wissen wesentlich vertiefen. Erfahrene Wissenschaftler und Ingenieure erläutern die Auswirkungen kosmischer Partikelstürme auf technische Einrichtungen im All sowie auf der Erde. Ausserdem werden wissenschaftliche Instrumente zur Erfassung der Phänomene im Weltraum vorgestellt. In Fallstudien erarbeiten die Teilnehmer unter Anleitung von Tutoren konkrete Projekte. Hierfür sind drei Schwerpunkte vorgesehen:

  • Überwachung des „Weltraumwetters“ mit Satelliten und Bodenstationen
  • Entwicklung eines Space Weather Datenzentrums
  • Entwicklung eines Space Weather Vorhersagezentrums

Die Studentinnen und Studenten der Sommerschule werden in Alpbach vor eine anspruchsvolle Aufgabe gestellt. Sie sollen über zukünftige Projekte nachdenken und ihre eigenen innovativen Studien dazu erarbeiten.

International anerkannte Fortbildungsstätte

Die Veranstaltung blickt auf eine lange Tradition zurück. Die Austrian Space Agency (ASA) veranstaltet seit 1975 Sommerschulen in Alpbach – jedes Jahr zu einem anderen Thema der Weltraumforschung. Die Sommerschule Alpbach hat sich in den mehr als 25 Jahren ihres Bestehens zu einer europäischen Weltraumsommerschule und Weltraumfortbildungsstätte mit international anerkanntem Ruf entwickelt. Viele der heute führenden Persönlichkeiten im Weltraum haben sich als Absolventen der Sommerschule Alpbach erste Sporen verdient.

Veranstalter der Sommerschule sind die Austrian Space Agency, das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, bei welchem in Österreich die Verantwortung für die Beteiligung an Weltraumprogrammen liegt, sowie die Europäische Weltraumorganisation ESA und die nationalen Weltraumbehörden ihrer Mitgliedsstaaten.

Volle Unterstützung für die Initiative kommt von Infrastrukturminister Mathias Reichhold: „Der heimische Weltraumcluster kann nur mit qualifizierten, hochmotivierten jungen Wissenschaftern und Technikern gestärkt werden. Es gilt, die notwendigen zukünftigen Innovationen in diesem Bereich schon jetzt vorzubereiten“.

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