Thomas Reiter bei Festveranstaltung „Faszination Raumfahrt – Grenzen überschreiten“ in Bremen

ESA-Direktor und Astronaut
4 Dezember 2013

Technik war immer ein maßgeblicher Antrieb in der Geschichte des Menschen. Ein Antrieb, der die Menschheit im vergangenen Jahrhundert bis hinauf ins Weltall katapultiert hat. Gemeinsam mit Raumfahrtindustrie und DLR wird ESA-Direktor Thomas Reiter am 13.12. dazu vortragen.

Vor einigen Monaten hat die Technik in Gestalt der Raumsonde „Voyager 1“ nicht nur unseren Planeten verlassen, sondern ist sogar in den interstellaren Raum zwischen den Sternen vorgedrungen. Von solcher Technik, die aus menschlicher Sicht unüberwindbare Grenzen überschreitet, geht seit jeher eine große Faszination aus.

Diese Faszination einer breiten Öffentlichkeit nahezubringen, ist das Ziel der diesjährigen Festveranstaltung der Stiftung Werner-von-Siemens-Ring im Bremer Konzerthaus „Die Glocke“ am 13. Dezember 2013

Beginn: 18 Uhr (Einlass: 17:15 Uhr).

Wie es ist, sein Leben ganz der Technik anzuvertrauen, weiß Dr. h.c. Thomas Reiter genau. Als Europas erfahrenster Astronaut lebte er insgesamt fast ein ganzes Jahr im All, zunächst auf der russischen Station Mir, später auf der Internationalen Raumstation ISS. Heute ist Thomas Reiter der ESA-Direktor für Bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb - verantwortlich für Europas Astronautenprogramm, für ISS-Forschung, das ATV-Versorgungsschiff und für den ESA-Satellitenbetrieb.

Perspektiven der bemannten Raumfahrt in Europa

Europas zukünftiges Satellitennavigationssystem, OHB in Bremen baut einen grossen Teil der Satelliten

Auf der Festveranstaltung spricht Reiter über die spannenden Perspektiven der bemannten Raumfahrt in Europa.

Als weitere Festredner werden Evert Dudok (Astrium GmbH, Bremen), Prof. Dr. Hansjörg Dittus (DLR, Bonn) und Prof. Dr. Manfred Fuchs (OHB-System AG, Bremen) teilnehmen.

Junge Wissenschaftler werden für besondere Leistungen ausgezeichnet

Darüber hinaus verleiht die Stiftung Werner-von-Siemens-Ring im Rahmen der Veranstaltung am 13. Dezember, dem Geburtstag Werner von Siemens‘, erneut ihren Nachwuchspreis. Diesmal geht diese Auszeichnung an acht junge Forscherinnen und Forscher, die sich auf so unterschiedlichen Gebieten wie Laserphysik, Materialforschung oder der Entwicklung unbemannter Fluggeräte hervorgetan haben. Seit 1977 werden auf diese Weise aufstrebende Jungwissenschaftler ausgezeichnet.

Mit Frau Dr. Meike List und Herrn Dr. Benny Rievers vom Zentrum für angewandte Raumfahrt-technologie und Mikrogravitation (ZARM) der Universität Bremen sind zwei lokale Forscher unter den auszuzeichnenden Jungwissenschaftlern vertreten.

Hintergrund: Stiftung Werner-von-Siemens-Ring

Die Stiftung trägt den Namen Werner von Siemens‘, eines der bedeutendsten deutschen Erfinder und Industriellen – ein Technik-Pionier des 19. Jahrhunderts. In seinem Andenken werden seit nunmehr 97 Jahren herausragende Naturwissenschaftler und Gestalter der Technik mit dem Werner-von-Siemens-Ring geehrt. Er gilt als eine der höchsten Auszeichnungen auf den Gebieten Naturwissenschaft und Technik und wird alle drei Jahre vergeben (zuletzt 2011). Zu den Preisträgern zählen Geistesgrößen wie Carl von Linde, Carl Bosch oder Konrad Zuse.

Festveranstaltung der Stiftung Werner-von-Siemens-Ring am 13. Dezember 2013 im Bremer Konzerthaus „Die Glocke“

Europas Forschungslabor als Teil der ISS, u.a. bei Astrium in Bremen gebaut

Programm:

17:15 Einlass

18:00 Begrüßung                  

Prof. Dr. Joachim Ullrich, Präsident der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB),  Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung Werner-von-Siemens-Ring                                                              

18:15 Festvorträge

Festvortrag „Raumfahrt – Grenzen überschreiten“

Evert Dudok, Vorsitzender der Geschäftsführung, Astrium GmbH                                      

Festvortrag: „Perspektiven für die bemannte Raumfahrt in Europa“

Dr. h.c. Thomas Reiter, Direktor für bemannte Raumfahrt, European Space Agency

Festvortrag: „Raumfahrt in Grenzbereichen“

Prof. Dr. Hansjörg Dittus, Vorstandsmitglied, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.,

Prof. Dr. Manfred Fuchs, Aufsichtsratsvorsitzender der OHB-System AG, Träger des Werner-von-Siemens-Rings, Mitglied des Stiftungsrats

19:30 Auszeichnung der Jungwissenschaftler

20:00 Schlussworte              

Prof. Dr. Joachim Ullrich, Präsident der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung Werner-von-Siemens-Ring

Die Stiftung Werner-von-Siemens-Ring

Die Stiftung Werner-von-Siemens-Ring wurde am 13. Dezember 1916 in Berlin anlässlich des 100. Geburtstages von Werner von Siemens gegründet. Hauptaufgabe und Zweck der Stiftung ist die Förderung der Naturwissenschaft und Technik.

In diesem Jahr werden zu diesem Zweck begabte junge Wissenschaftler durch die Stiftung Werner-von-Siemens-Ring ausgezeichnet und für drei Jahre gefördert. Der im Jahr 1977 initiierte Kreis der Jungwissenschaftler ist mittlerweile auf über 100 Personen angewachsen und stellt ein breites Netzwerk im Bereich der technischen Wissenschaften dar.

Der durch die Stiftung regelmäßig verliehene Werner-von-Siemens-Ring gilt als eine der höchsten deutschen Auszeichnungen auf diesem Gebiet und wird an hochverdiente Naturforscher und Gestalter der Technik verliehen.

Die Aktivitäten der Stiftung werden durch namhafte Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft bestimmt. Im Stiftungsrat sind unter anderem die Präsidenten und Vorsitzenden der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Fraunhofer Gesellschaft, der Max-Planck-Gesellschaft, des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, des Bundesverbandes der Deutschen Industrie und des Deutschen Verbandes Technisch-Wissenschaftlicher Vereine vertreten.

Schirmherr der Stiftung ist der Bundespräsident.

Weitere Informationen:

www.siemens-ring.de

Kontakt

Stiftung Werner-von-Siemens-Ring
Dr. Jan Fischer-Wolfarth, Geschäftsführer
Steinplatz 1
10623 Berlin
Tel. 030 310078 126
Fax 030 310078 225
wvsr@dvt-net.de

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