Vom Saarland in den Weltraum: SpaceInnovation Saar

27 April 2007

„Saarland trifft Raumfahrt – Synergien entdecken“ – unter diesem Motto steht am 7. Mai 2007 in Saarbrücken die erste Veranstaltung der SpaceInnovation Saar, einer Initiative des saarländischen Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit. Die Tagung soll helfen, Kontakte zwischen saarländischen Hightech-Unternehmen und Einrichtungen der Raumfahrt anzubahnen oder zu vertiefen.

Raumfahrt steht für Hightech, innovative Technologien, neuartige Geräte und Materialien. Es gilt Extremanforderungen zu bewältigen. Werden Weltraumtechnologien zur Erde gebeamt, können lukrative „Abfallprodukte“ für den irdischen Alltag entstehen, so genannte Spin-Offs. So ist heute die moderne Energieversorgung ohne Solarzellen und Brennstoffzellen nicht mehr denkbar. Weitere Spin-offs aus der Raumfahrt sind beispielsweise komplexe Faserverbundwerkstoffe oder Thermoisolationsmaterialien. Auch der heute viel verwendete Akkubohrer wurde von Apollo-Astronauten zuerst auf dem Mond eingesetzt.

Neu ist, dass auch der umgekehrte Weg zunehmend Erfolg versprechend ist. Es zeichnet sich ein zukunftsträchtiger Markt mit Spin-Ins ab. Das sind irdische Produkte, die kosmischen Technologien beflügeln.

Spin-In: Irdische Innovationen für den Weltraum

„Wir haben auf der Erde eine unglaublich hoch entwickelte Industrie mit Produkten, die auch für den Einsatz in der Raumfahrt interessant sind. Denken Sie nur an die hochgezüchteten Grafiklösungen für Computerspiele“, erläutert Dieter Isakeit, Leiter des Erasmus Nutzerzentrums für die ISS bei der ESA, den neuen Trend und ergänzt: „Wir nennen diesen Weg Spin-In. Damit wird die Entwicklung der Raumfahrt weiter beflügelt.“

Natürlich darf dabei der etablierte Weg des Spin-Offs nicht vergessen werden. Satelliten- und Raumsondenmissionen sind auch weiterhin ein Innovationsmotor. „Die Bedingungen im Weltraum erfordern Lösungen, die auf der Erde nicht benötigt und deshalb ohne Raumfahrt auch nicht entwickelt werden würden. Oft treiben die für den Kosmos konzipierten Lösungen aber die Entwicklung irdischer Produkte weiter voran. Anspruchsvolle europäische Missionen sind für die Industrie unseres Kontinents deshalb auch in Zukunft ein Muss“, ergänzt Dieter Isakeit.

Saarländische Wirtschaft am Puls der Raumfahrt

Die erfolgreiche Entwicklung des Spin-Ins erfordert daher die enge Zusammenarbeit von Forschungsinstitutionen und innovativen Unternehmen auf der einen sowie von Einrichtungen der Raumfahrt auf der anderen Seite. Um dieses Initial nicht dem Zufall zu überlassen, hat das saarländische Ministerium für Wirtschaft und Arbeit eine „SpaceInnovation Saar“ ins Leben zu gerufen. Gerade in der Robotik, der Informationstechnologie sowie der Nanotechnologie hat das Saarland Einiges zu bieten.

Die Auftaktveranstaltung findet unter dem Motto statt:

  • „Saarland trifft Raumfahrt – Synergien entdecken“
  • am Montag, dem 7. Mai 2007, von 10.30 bis 17.00 Uhr,
  • Science Park Saar 2, 66123 Saarbrücken

Ziel der Veranstaltung ist die Anbahnung von Kontakten zwischen saarländischen Hightech-Unternehmen und Einrichtungen der Raumfahrt.
So wird einerseits saarländische Technologiekompetenz mit Relevanz für die Raumfahrt vorgestellt, andererseits informieren Repräsentanten aus der Raumfahrt über die Programmschwerpunkte der nächsten Jahre.

Ein besonderer Akzent liegt dabei auf der bemannten Raumfahrt und Exploration. Hochkarätige Referenten aus der Raumfahrtindustrie sowie von Weltraumagenturen werden auf saarländische Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Bereiche IT, Künstliche Intelligenz, Bio- und Nanotechnologie treffen.

Interessenten aus Forschung und Industrie können sich bis zum 4. Mai 2007 mit dem beigefügten Formular anmelden.

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