Die Europäische Space Elevator Challenge geht in die zweite Runde

EUSPEC 2012
14 September 2012

Vom 25. bis 28. Oktober startet zum zweiten Mal die „Europäische Space Elevator Challenge“, kurz EUSPEC, an der TU München, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Junge Ingenieure und Wissenschaftler erhalten am Tag der offenen Tür des Forschungszentrums Garching die Chance, ein Modell eines „Space Elevators“, eines Aufzugs ins Weltall, zu konstruieren, der möglicherweise in Zukunft als Grundlage für den Bau eines echten Space Elevators in Europa genutzt werden könnte.

Konzept

Skizze der Konstruktion

Das aktuelle Konzept eines Space Elevators, auch Climber genannt, besteht darin, dass ein Aufzug an einem etwa 40.000 km langen widerstandsfähigen Seil Nutzlast von der Erde bis zum geostationären Orbit im Weltall mithilfe von „Power Beaming“ (ähnlich einem Laser) und Solarzellen als Energiequelle befördern soll.

Damit das Seil trotz Gravitations- und Rotationskräften gespannt bleibt, muss das Zentrum der Masse des Aufzugs über dem jeweiligen Orbit gehalten werden.

Historischer Hintergrund

Space-Elevator-Modell

Die Idee eines solchen Weltraumaufzugs ist auf den russischen Wissenschaftler Konstantin Tsiolkovsky zurückzuführen, der 1895 das Konzept eines Turms als Verbindung zwischen der Erde und dem All entwarf.

Es ist deshalb so bedeutend an der Entwicklung eines Space Elevators zu arbeiten, weil er eine umweltfreundliche, kostengünstigere Alternative zu Raketen sein soll, um Nutzlast, wie Ausrüstung oder Satelliten ins All zu transportieren.

Bereits in drei Jahren sollen aus dem Wettbewerb die ersten autonom fahrenden Climber hervorgehen. Daher soll der Europäischen Space Elevator Challenge nicht nur interessierte Wissenschaftler für die Idee eines Climbers zu begeistern.

Voraussetzungen

Schüler und Studenten technischer Bildungseinrichtungen in Europa und auch in außereuropäischen Ländern, sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene, können in diesem Jahr erneut auf zwei Levels antreten. Sie müssen sich bei der Konstruktion an gewisse Vorgaben halten, die Aspekte wie die technische Zusammensetzung und Wirksamkeit des Aufzugs beinhalten. Als Preise können neben einem Geldbetrag auch der Technology und der Innovation Award erworben werden.

WARR-Team

Der Wettbewerb wird von der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft für Raketentechnik und Raumfahrt der Technischen Universität München, kurz WARR, organisiert, die zum größten Teil aus jetzigen und ehemaligen Studenten besteht.

Die WARR ist mit ihrem Konzept eines Weltraumaufzugs seit Jahren sehr erfolgreich. Bereits bei der ersten EUSPEC 2011 konnten die weltweit ersten Messungen zur Energieeffizienz der verschiedenen Antriebskonzepte eines Space Elevators gewonnen werden.

Veranstaltungsort:

TU München
Lehrstuhl für Raumfahrttechnik
Boltzmannstraße 15
D-85748 Garching

Nähere Informationen unter:

www.warr.de/spaceelevator
www.euspec.warr.de
www.warr.de

Kontakt:

euspec @ warr.de

Ansprechpartner:

Martin Dziura (Pressekontakt)
Telefon: +49 (0) 151 4663-0986
Mail: martin.dziura @ warr.de

Franciska Völgyi (EUSPEC Koordinatorin)
Mail: franciska.voelgyi @ warr.de

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