Die Raumstation ISS und ihr Nutzen für den Menschen
- Special -

Die Internationale Raumstation ISS
4 Mai 2012

Anfang Mai fand in Berlin das von der ESA organisierte internationale ISS-Symposium „Raumforschung zum Nutzen der Menschheit" statt. Die nahezu 300 Vertreter von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft würdigten die Internationale Raumstation als das größte Technologieprojekt aller Zeiten.

Die Bauherren aus den USA, Russland, Japan, Kanada sowie aus zehn Mitgliedsstaaten der Europäischen Weltraumorganisation ESA (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Norwegen, Schweden, Schweiz und Spanien) unterstrichen ihre Entschlossenheit, die Station mindestens bis zum Jahre 2020 weiter betreiben zu wollen.
Nach dem Jahrzehnt des Aufbaus folge nun das Jahrzehnt der intensiven Nutzung. „Die Zeit der wissenschaftlichen Ernte“ sei gekommen, betonte Thomas Reiter, deutscher Zweifachastronaut und ESA-Direktor für Bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb.

Größtes Forschungsprojekt

Seit dem 2. November 2000 ist die ISS ständig bemannt. Sie ist der Beweis, dass eine friedliche globale Zusammenarbeit von Partnern unterschiedlichster Kulturen nicht nur möglich und sinnvoll ist. Zeitliche Verzögerungen und technische Probleme beim Aufbau haben die Partner sogar enger zusammengeführt und die Partnerschaften gestärkt. ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain betonte in Berlin: „Diese Partnerschaften würden selbst dann noch verbleiben, wenn es die ISS schon nicht mehr gäbe.“ So ist die ISS zu einem echten Außenposten der Menschheit geworden. Er steht allen offen, die friedliche Ziele verfolgen und kooperieren wollen.

Herausragendes Kennzeichen des gigantischen Technologie-, Forschungs- und Bewusstseinsprojektes sind die exzellenten Möglichkeiten für Wissenschaft und industrielle Forschung unter Weltraumbedingungen. Diese nutzen nicht nur die Bauherren. Seit 2001 konnten rund 900 Experimente aus 63 Ländern realisiert worden. Das Themenspektrum ist dabei breit gefächert. Es reicht von der physikalischen Forschung mit Materialwissenschaften, Fluid-, Quanten- und Astrophysik, Verbrennungsvorgängen über die Lebenswissenschaften mit Medizin, Biologie/Biotechnologie, Astrobiologie, Fernerkundung, Klimatologie, Technologieerprobungen bis hin zu vielfältigen Bildungsinitiativen.

ESA-Special

Das vorliegende ESA-Special gibt einen Überblick über Columbus, Europas wichtigsten Beitrag zur ISS. Des Weiteren werden ausgewählte Untersuchungs- und Anwendungsbereiche vorgestellt. Sie ermöglichen einen kleinen Einblick in die breite europäische Hightech-Forschung, die jedem Bürger Nutzen bringt.

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