ESA auf weltgrößter Medizinmesse

22 November 2004

Auf der vom 24. bis zum 27. November in Düsseldorf stattfindenden Medizinmesse MEDICA 2004 stellt die Europäische Weltraumorganisation ESA modernste Methoden der kosmischen Raumfahrtmedizin und ihre irdischen Anwendungsmöglichkeiten vor.

Über 4000 Aussteller aus 67 Nationen präsentieren vom 24. bis zum 27. November ihre neuesten Produkte, Verfahren und Dienstleistungen der ambulanten und stationären Versorgung auf der MEDICA 2004 in Düsseldorf, der weltgrößten Medizinmesse. Begleitet wird die Mammutschau von zwei Fachkongressen und der Messe ComPaMED, der international führenden Fachmesse für den Zuliefermarkt der medizinischen Fertigung.

Gezeigt werden von den Ausstellern modernste Produkte der Medizintechnik, Diagnostik, Analytik und Therapie. Die Palette reicht von Biochips zur schnellen Klassifizierung von Tumoren über Mikrosysteme für die Analytik, neuartige bildgebende Tomographen bis zur Telemedizin sowie Lasertechnik. Genau das richtige Umfeld für die ESA, die umfangreichen Möglichkeiten der Weltraumforschung für die Medizin den Fachbesuchern vorzustellen. Dabei ist Weltraummedizin nicht nur etwas für durchtrainierte Astronauten, sie hilft auch irdische Probleme zu lösen. Gerade bei älteren Mitbürgern treten Erscheinungen wie Knochenschwund, Kreislaufbelastungen oder Probleme mit den Gleichgewichtsorganen auf: Begleiterscheinungen, die auch Astronauten beim Aufenthalt im Weltraum kennen.

Medizinische Forschung auf der ISS

Die in etwa 400 Kilometer Höhe operierende Internationale Raumstation ISS ist der ideale Ort für Forschungsarbeiten sowie die Erprobung neuartiger Geräte und Methoden unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit. So gehört die Osteoporose („Knochenschwund“) zu den am besten untersuchten Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf die Raumstationsbesatzungen. Gegenmaßnahmen und diagnostische Instrumente, die für das Weltall entwickelt wurden, gehören inzwischen auch auf der Erde zu den angewandten Behandlungsmethoden. Wissenschaftler der ESA haben in den letzten Jahren umfangreiche Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt, die auf der MEDICA 2004 präsentiert werden.

Die Möglichkeiten der ISS sind jedoch viel umfangreicher. Neben der Erforschung der Funktionen des menschlichen Körpers unter den Bedingungen der Mikrogravitation können auch diagnostische Methoden, Geräte und Instrumente im Orbit erprobt werden. Die ESA stellt derartige Entwicklungen in Düsseldorf vor, beispielsweise das kleine ultraleichte Gerät BMI zur Messung und Langzeitaufzeichnung des Blutdruckes. Es wurde bereits dreimal an Bord der ISS erprobt, zuletzt bei der Delta-Mission mit dem ESA-Astronauten André Kuipers.

Einladung der ESA an interessierte Firmen

Frank Salzgeber, Leiter des Bereiches Commercial Development in der Commercialisation Division der ESA, lädt deshalb auch alle interessierten Unternehmen im Gesundheitssektor zur Arbeit auf der Raumstation ein: „Wir bieten allen Firmen, die die außergewöhnlichen Umgebungsbedingungen im Weltraum für ihre Forschungsarbeit, den Test neuartiger Produkte oder für Marketingaktivitäten nutzen wollen, die Möglichkeit, mit ihren Ideen an uns heranzutreten. Wir unterstützen sie dann bei der Realisierung ihrer Aktivitäten.“

Europas Motor in der Telemedizin

Der Ursprung der Telemedizin liegt in der Raumfahrt. Blutdruck, Puls und EKG mussten ständig live zum Arzt auf die Erde übertragen werden. Die neuen Technologien der Ferndiagnose können jedoch auch für die Patienten eines Allgemeinmediziners möglich und ökonomisch sinnvoll sein.
Der Telemedizin, die das Gesundheitswesen in den verschiedensten medizinischen Bereichen revolutioniert, ist deshalb auf der MEDICA 2004 eine komplette Ausstellungshalle gewidmet. Die ESA spielt in Europa in der Erprobung und dem Einsatz von Telemedizin-Diensten über Satellit eine Schlüsselrolle. Die Weltraumagentur ist auch in die Koordinierung internationaler Organisationen für Telemedizin involviert.

Die ESA auf der MEDICA 2004

Die 36. Internationale MEDICA 2004 findet statt auf dem

Messegelände Düsseldorf
Messeplatz
40474 Düsseldorf

Öffnungszeiten:
24.-26. November:
10.00 bis 18.30 Uhr
27. November:
10.00 bis 17.00 Uhr

Der ESA-Stand befindet sich in der Halle 10 und trägt die Nummer C22.

Experten der ESA sowie von Partnerunternehmen stehen dem Fachpublikum am Stand der ESA für Informationsgespräche zur Verfügung.

Weiter Informationen erteilt:

Giovanna Bertoli
Marketing Communication
Commercial Promotion Office
European Space Agency ESA
Tel.: 0031 71 565 6141
Fax: 0031 71 565 5232
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