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    Einwandfreie Entfaltung der zweiten MARSIS-Radarantenne

    Der MARSIS-Radars, Enfaltung des zweiten Auslegers
    16 Juni 2005

    Der zweite 20-Meter Antennenausleger des MARSIS Instruments an Bord der Mars Express Sonde wurde erfolgreich – und problemlos – entfaltet. Dies meldete heute das Operations-Team im Europäischen Satellitenkontrollzentrum ESA / ESOC in Darmstadt.

    Der Befehl zur Entfaltung des zweiten MARSIS-Auslegers wurde der Raumsonde am 13. Juni um 13:30 h CET übermittelt.

    Kurz vor der Entfaltung wurde Mars Express in eine langsame Rotation versetzt, die etwa 30 Minuten während und nach der Extension der Antenne eingehalten wurde. Diese Rotation ermöglicht es, die Scharniere des Auslegers mit Sonne weiter aufzuwärmen. Kurz danach richtete ein automatisiertes Manöver die Sonde in Richtung Sonne aus, um die Batterien wieder aufzuladen und die Scharniere weiter zu wärmen.

    Beginn der Entfaltung von Ausleger 2

    Eine erste positive Nachricht erreichte die Darmstädter Bodenkontrolle am 14. Juni um 16:20h CET, als Mars Express sich selbst ausrichtete und zur Datenübertragung auf die Erde anvisierte. Die in den folgenden Stunden übertragenen Daten bestätigten, dass das Verhalten der Raumsonde korrekt war, die Ausleger einwandfrei entfaltet wurden und, dass die Entfaltung keine Störfrequenzen für die Muttersonde erzeugt hatte.

    In den darauf folgenden 48 Stunden wurde eine Serie von Tests durchgeführt, die bestätigen sollten, dass der lange Radar-Ausleger erfolgreich ausgeklinkt war und, dass sich dessen Entfaltung nicht auf die Stabilität der Bordsysteme von Mars Express ausgewirkt hatte.

    Der komplette Erfolg der Manöver wurde heute um 14.00 h CET angekündigt, als die Teams der Bodenkontrolle bei ESA/ESOC alle Tests abgeschlossen hatten. Dies bestätigte, dass die Raumsonde in bester Verfassung und unter Kontrolle ist, mit einem voll entfalteten zweiten MARSIS-Ausleger.


    Weitere Entfaltung des Auslegers

    Nach der Entfaltung der beiden 20-Meter Radarantennen kann Mars Express im Prinzip schon mit dem „Blick“ unter die Mars-Oberfläche beginnen sowie die Ionosphäre (obere Atmosphäre) untersuchen. Der dritte „Monopol“-Ausleger (7 Meter), der senkrecht zu den beiden anderen Antennen entfaltet wird, wird genutzt werden, um Korrekturen auszuführen, die Rauheit der reflektierenden Mars-Oberfläche bei den von MARSIS ausgesandten Radarstrahlen verursachen wird.

    Die Entfaltung des dritten Auslegers, die wegen der Länge und Ausrichtung nicht als kritisch betrachtet wird, wird am 17. Juni stattfinden. Eine Testserie am Mutterschiff und an MARSIS wird dann wieder in den folgenden Tagen durchgeführt. Der Radar mit seinen langen Antennenauslegern wird Mars Express erlauben, weiter nach Wasser auf dem Mars zu suchen. Nachts wird MARSIS genutzt werden, um unter der Mars-Oberfläche nach Wasser zu tasten. Tags wird es genutzt zur Analyse der Ionosphäre.

    Jean-Jacques Dordain, ESA-Generaldirektor, erklärte: „Dies ist ein großer Erfolg, nach einigen kritischen Momenten und vorsichtigen Abwägungen. Das Ergebnis zeigt die Kraft der exzellenten Zusammenarbeit der ESA-Teams mit der europäischen Industrie und den wissenschaftlichen Partnern der ESA, in Europa und darüber hinaus.“

    Weitere Informationen über:

    Fred Jansen
    ESA Mars Express Mission Manager
    fjansen @ rssd.esa.int

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