Galileo: Neue Märkte durch Kooperationen

Galileo bietet neue Dienste
28 Februar 2006

Unter obigem Motto findet die 2. Galileo-Anwenderkonferenz des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Zusammenarbeit mit der hessischen Landesregierung sowie der ESA am 22. März 2006 beim Europäischen Satellitenkontrollzentrum ESOC in Darmstadt statt.

Innovationen sind bekanntlich der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg. In der Raumfahrt hat sich die satellitenbasierte Navigation zu einem bedeutenden Innovationsmotor entwickelt. Europa setzt auf dieses große Wachstumsfeld der Raumfahrt und führt mit Galileo das erste, unter ziviler Kontrolle stehende, weltweite Navigations- und Ortungssystem ein. Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen 30 Satelliten in einer Höhe von etwa 23 600 Kilometer die Erde umrunden und einen hochpräzisen, garantierten, weltumspannenden Dienst bieten, der auch in Krisenzeiten einsatzfähig bleibt.

Wer erfolgreich sein will, muss jetzt einsteigen

Die genaue Bestimmung des Standortes und der Zeit sind Informationen, die bisher mit hoher Genauigkeit nicht einfach zu beschaffen und noch schwerer zu kombinieren waren. Dank Galileo wird dies in wenigen Jahren für jedermann an jedem Ort auf dem Planeten Erde möglich sein. Galileo stellt daher eine technologische Revolution dar, die mit der durch den Mobilfunk ausgelösten vergleichbar ist. Sie wird zur Entwicklung einer neuen Generation weltweit verfügbarer universeller Dienste führen – mit vielseitigsten Anwendungsmöglichkeiten für die Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt.

Über 100 000 Arbeitsplätze sollen europaweit durch Galileo entstehen. Prognosen gehen davon aus, dass den öffentlichen Investitionen der Europäer in Höhe von 3 Mrd. Euro für den Aufbau des Galileo-Systems etwa 100 Mrd. Euro Wertschöpfung durch die weltweite Vermarktung der Anwendungen gegenüberstehen.

Staatssekretär Jörg Hennerkes vom BMVBS erklärt hierzu: "Galileo ist eines der wichtigsten europäischen Innovationsprojekte. Es eröffnet der deutschen Industrie den Einstieg in einen neuen, weltweit rasch wachsenden Hochtechnologie-Markt. Es ist deshalb das Ziel der Bundesregierung, die Industrie für dieses attraktive Betätigungsfeld zu gewinnen. Hierzu dient auch die 2. Galileo-Anwenderkonferenz. Mit Galileo wird der Industrie eine hervorragende Infrastruktur mit erheblichen Wertschöpfungspotenzialen zur Verfügung gestellt."

Navigationsanwendungen

Galileo-Anwendungen gehört die Zukunft. Sie bieten gerade für kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland deutliche Wertschöpfungspotenziale. Wer bei Galileo in fünf Jahren erfolgreich sein will, muss aber jetzt einsteigen. Um die vorhandenen Stärken der Firmen auszubauen und zu bündeln, ist zudem eine optimale Vernetzung erforderlich.

Auch Galileo ist Deutschland

Galileo hat daher große Bedeutung für die deutsche Wirtschaft, wird doch die satellitenbasierte Navigation im täglichen Leben der Bürger eine immer wichtigere Rolle spielen. Für sie gilt übrigens dasselbe wie für alle bedeutenden technischen Innovationen: Die wirklichen Auswirkungen auf die Gesellschaft und die industrielle Entwicklung unseres Landes erweisen sich erst nach und nach, auch wenn zahlreiche konkrete Anwendungen bereits denkbar sind. Niemand stellt in Frage, dass die Zukunft von Navigationssystemen in der Satellitennavigation liegt, doch hängen auch andere Bereiche als der Verkehr schon heute von dieser neuen Technologie ab, oft ohne es zu wissen.

Mit der 2. Galileo-Anwenderkonferenz in Darmstadt wollen deshalb das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) in Zusammenarbeit mit der hessischen Landesregierung und der ESA gerade der Entwicklung von Galileo-Anwendungen einen weiteren Impuls geben. Interessierte Unternehmen können sich in Fachvorträgen und in Workshops über die Potenziale von Galileo informieren sowie Möglichkeiten der Zusammenarbeit diskutieren. Die Veranstaltung dient zugleich auch als Kontaktbörse.

Programm und Anmeldemodalitäten

Die 2. Galileo-Anwenderkonferenz „Neue Märkte durch Kooperationen“ findet am 22. März 2006 von 10.00 bis 17.00 Uhr im Europäischen Satellitenkontrollzentrum ESA/ESOC, Robert-Bosch-Str. 5, statt.

Anmeldungen zu dieser Fach-Veranstaltung sind bis zum 15. März 2006 möglich (Medien erhalten eine gesonderte Einladung). Ihren Wunsch zur Teilnahme richten Sie bitte an:
ESA Konferenzbüro Congrex
Sie erhalten eine Bestätigung.

Ansprechpartner

Silke Rittgerott, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Telefon 030/2008-2553
E-Mail: silke.rittgerott @ bmvbs.bund.de

Heike Koch, HA Hessen Agentur GmbH
Telefon 0611/774-8432
E-Mail: heike.koch @ hessen-agentur.de

Bernhard L. von Weyhe, European Space Agency
ESA/ESOC
Telefon 06151/90-2861
E-Mail: xxx @ esa.int

Copyright 2000 - 2014 © European Space Agency. All rights reserved.