Konferenz zur Fernerkundung in Zürich

Fernerkundungskonferenz in Zürich
Fernerkundungskonferenz in Zürich
24 August 2001

Die Schweizer wollen sich stärker bei der Fernerkundung der Erde engagieren. Das betrifft sowohl die Beteiligung an internationalen Programmen als auch die intensivere Nutzung von Satellitendaten. Diesem Ziel dient eine am 28. August in Zürich stattfindende Konferenz. Unter dem Titel "Earth Observation for Environmental Monitoring, Security and Humanitarian Aid" werden von hochrangigen Vertretern internationaler Organisationen wie der UN, der Europäischen Kommission und der ESA Fernerkundungsprogramme vorgestellt und Anwendungsbeispiele diskutiert.

Die Fernerkundung der Erde mittels Satelliten hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Die gewonnenen Daten fließen in die Forschung ein, aber auch zunehmend in wirtschaftliche Anwendungen. Hierzu gehören die Land- und Forstwirtschaft, die Geologie, der Bergbau sowie das Umweltmonitoring schnell wechselnder Erscheinungen, wie die Überwachung von Überschwemmungen, Vulkanausbrüchen, Erdbeben oder die Überwachung von Meeresküsten auf Umweltverschmutzung. Veröffentlichungen in den letzten Jahren belegen dies immer wieder durch beeindruckende Satellitenaufnahmen von Überschwemmungsgebieten oder aktiven Vulkanen. Die Auswertung solcher Bilder kann helfen, rechtzeitig Menschenleben zu retten, Schäden zu begrenzen oder entstandene Schäden zu begutachten.

Um das Katastrophenmanagement so effektiv wie möglich zu gestalten und die Kräfte zu koordinieren, benötigt man schnell sichere Überblicksdaten. Derartige Informationen lassen sich mit Erdbeobachtungssatelliten, wie den ERS-Satelliten der ESA, preiswert gewinnen. Aktuellstes Beispiel sind die seit Wochen anhaltenden Ausbrüche des Ätna und die visuell gut verfolgbare giftige Schwefeldioxid-Abgaswolke.
Allerdings sind die täglich gewonnenen Datenmengen enorm. Sie enthalten unzählige Informationen für die verschiedensten Anwendungen. Das Problem besteht darin, dass viele potentielle Nutzer von den vorhandenen Möglichkeiten gar nichts wissen. Deshalb soll eines der Ziele der Konferenz in Zürich in der Information von Interessenten und künftigen Nutzern bestehen. Gleichzeitig wollen die Organisatoren damit ein Forum für Begegnungen zwischen der Industrie, wissenschaftlichen Institutionen und künftigen Nutzern schaffen.

Ziel der Konferenz ist aber auch, Strategien für eine stärkere Beteiligung der Schweiz an internationalen Projekten und Programmen wie dem Earth Watch Programm der ESA oder der GMES Initiative (Global Monitoring in Environment and Security) der Europäischen Kommission zu entwickeln.

Die Konferenz wird auf dem Campus der Universität Zürich-Irchel ausgerichtet. Gastgeber und Sponsoren sind die Universität Zürich gemeinsam mit der Eidgenössischen Fachhochschule Zürich. Organisiert wird die Tagung vom Eidgenössischen Department für Auswärtige Angelegenheiten und dem Schweizerischen Büro für Weltraumangelegenheiten.

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos. Interessenten können sich mit einem Formular aus dem Internet auf der Website des Schweizerischen Büros für Weltraumangelegenheiten registrieren lassen und das Programm als PDF-Datei herunterladen:

Schweizerisches Büro für Weltraumangelegenheiten

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