Softwaretests unter Weltraumbedingungen

OPS-SAT
Ops-Sat
15 März 2013

Der ESA-Kleinsatellit Ops-Sat bietet die Möglichkeit, zukunftsweisende Software im All zu testen. Der CubeSat kombiniert handelsübliche Standardtechnologien mit dem Fachwissen der ESA. Software-Entwickler können ihre Produkte auf diesem Weg risikolos vor der eigentlichen Mission dem Prüfstand unterziehen.

„Es ist eine großartige Chance für alle, die bereits in der Raumfahrtindustrie tätig sind sowie auch für Unternehmen, Universitäten oder Mitgliedstaaten, die bisher noch kein Weltraumexperiment gestartet haben, es aber für die nahe Zukunft planen“, sagt Ian Carnelli vom General Studies Programme der ESA, welches die Mission unterstützt.

Satelliten sind sehr komplex und kostenintensiv, so dass sich ihre Betreiber keine Risiken leisten können. Aufgrund der hohen Anforderungen an die Zuverlässigkeit, haben sich die Software-Systeme an Bord und an den Bodenstationen in den letzten 20 Jahren nicht maßgeblich verändert.

Dave Evans, Ops-Sat-Projektmanager am Europäischen Satellitenkontrollzentrum ESOC über das Vorhaben

ESOCs Hauptkontrollraum

„Dieser Satellit wurde für das Experimentieren mit missionskritischer Software, sowohl im All als auch am Boden, entwickelt“, sagt Dave Evans, Ops-Sat-Projektmanager am Europäischen Satellitenkontrollzentrum der ESA (ESOC) in Darmstadt. „Das bedeutet, er muss flexibel, leistungsstark und robust sein, damit wir Experimentatoren ein reales fliegendes Labor anbieten können, ganz gleich, ob Sie Erfahrungen mit Weltraummissionen haben oder nicht.“

Als das erste Modell des Satelliten entwickelt wurde, wurden Experimente inklusive Verschlüsselungs-, Datenverwaltungs- und Navigationstechnologien vorgeschlagen, doch seine Bauweise bietet unzählige weitere Möglichkeiten.

Sein Kern beinhaltet Prozessoren, die sehr viel leistungsstärker sind als diejenigen, welche bislang von der ESA ins All geschickt wurden, zudem ist er – selbst auf Ebenen des Betriebssystems und der Firmware – vollständig rekonfigurierbar. Zu den weiteren Geräten an Bord zählen Kameras sowie GPS- und Lageregelungs-Systeme. Für detaillierte Informationen klicken Sie bitte auf diesen Link.

„Die ESA wird zwar auch einige ihrer eigenen Experimente durchführen, doch für Experimentatoren mit bahnbrechenden Ideen steht jede Menge Zeit und ein praktisch unbeschriebenes Blatt zur Verfügung. Sie alle könnten die nächste Generation von Weltraum-Software inspirieren“, so Ian Carnelli. 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

Ian Carnelli
ESA General Studies Programme officer
Future Preparation and Strategic Studies Office
ESA Headquarters, Paris, France

Email: Ian.Carnelli @ esa.int

David Evans
OPS-SAT Project Manager
Advanced Mission Concepts Office
European Space Operations Centre
Darmstadt, Germany

Email: David.Evans @ esa.int

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