Staatssekretärin Wolf aus dem Bundesumweltministerium besucht das ESOC

M. Wolf tours ESOC MCR
Margareta Wolf mit ESA-Mitarbeitern im ESOC-Hauptkontrollraum
25 August 2005

Margareta Wolf informierte sich am Donnerstag, den 25. August, im Europäischen Satellitenkontrollzentrum (ESOC) über die Anwendungsmöglichkeiten satellitengestützter Erd- und Umweltbeobachtung sowie über die Zukunft des Kontrollzentrums.

Für die Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt (BMU) in Berlin standen die wissenschaftliche und wirtschaftliche Nutzung von Erbeobachtungssatelliten der ESA, insbesondere der aus aktuellem Anlass von Envisat erstellten Aufnahmen der Hochwasserregion im Alpenvorland, sowie die Bedeutung des Standortes Darmstadt im Mittelpunkt des Arbeitsbesuchs.

Flooded areas of the Isar river near Munich, Bavaria
ERS-2-Radaraufnahme der übervollen Isar bei Landshut, nördlich von München

Aufmerksam folgte Staatssekretärin Wolf den Ausführungen von Jean-Francois Kaufeler, dem stellv. ESOC-Leiter, der die komplexen Arbeitsabläufe um die Umweltsatelliten ERS-2 und Envisat erläuterte und zudem darauf hinwies, dass die Unterstützung führender Akteure der Landes- und Bundespolitik für das Darmstädter Kontrollzentrum - und für anstehende europäische Weltraumprojekte wertvoll sei.

Dazu zählen z.B. Galileo, das zukünftige satellitengestützte Navigationssystem, und GMES (Global Monitoring for Environment and Security), der europäische Beitrag zum Aufbau eines weltweit koordinierten Umweltüberwachungsystems, genannt GEOSS, das in gemeinsamer Anstrengung der EU und ESA errichtet werden soll und bei dessen Umsetzung ESOC eine wichtige Rolle einnehmen wird.

Das kritische Grenzgebiet bei Braunau am Inn und Salzburg (südlich)

Des Weiteren präsentierte Andreas Rudolph, Flugleiter der Envisat-Mission, aktuelle hochauflösende optische und Radar-Aufnahmen der Hochwasserregion in Südbayern, die mit Hilfe des weltweit modernsten Erdbeoachtungssatelliten erstellt wurden. Frau Wolf zeigte sich erfreut, dass Envisat nicht nur in der Lage ist, anlässlich dieser Naturkatastrophe schnell entwickelte, aufschlussreiche Satellitenbilder über das Ausmaß der Überschwemmungen zu liefern, sondern auch bei der Einhaltung des Kyotoprotokolls, das den Ausstoß von Treibhausgasen reglementiert, wichtige, langfristige Datenserien und Forschungsbeitrage zu produzieren.

GMES: Eckstein für die Zukunft der Erd- und Umweltbeobachtung

Das zukünftige GMES-Programm fand bei Frau Wolf ein besonderes Augenmerk: „Aktuelle Umweltkatastrophen wie das Hochwasser in der Alpenregion oder die Waldbrände in Portugal bestätigten die Notwendigkeit eines solchen Projekts. Ich habe den Eindruck, dass mit dem Instrument der Erdbeobachtung perspektivisch erhebliches geleistet werden kann, um auch präventiv auf Naturkatastrophen zu reagieren“ sagte die Vertreterin der Bundesregierung.

Weitere aktuelle Flutbilder von Inn und Isar unter:
http://www.esa.int/esaEO/SEMFGX95QCE_index_0.html

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