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N° 10–2006: 600-Meter-Fries mit Bildern der Erde um die UNESCO

17 März 2006

Vom 29. März bis 4. November wird die UNESCO von einem Fries mit einem Gesamtbild der Erde aus Satellitenbildern im Millionstelmaßstab umgeben sein. Diese Ausstellung unter dem Motto „Belle île en ciel“ („Schöne Insel im Himmel“), von der UNESCO anlässlich ihres 60. Jahrestages organisiert, wird am 29. März um 17.00 Uhr im Beisein von Koïchiro Matsuura, Generaldirektor der UNESCO, Jean-Jacques Dordain, Generaldirektor der ESA, und Jean Mallot, Präsident des Parc européen Vulcania, eröffnet.

Die mit Unterstützung der ESA, des Parc européen Vulcania, von PlanetObserver, Spot Image, der RATP und L’Express entstandene Ausstellung wird einen ganz neuen Blick auf unseren Planeten ermöglichen. Sie wird jedoch auch seine Empfindlichkeit ins Bewusstsein des Betrachters rücken: Neben dem Fries mit Material aus der Datenbank von PlanetObserver werden 60 Bilder zu sehen sein, die die großen Herausforderungen dokumentieren, vor denen die Menschheit steht, will sie ihr Erbe retten: das Management des Wasserzyklus, die Artenvielfalt, die Umweltverschmutzung, die Rodung der Wälder, die globale Erwärmung und das Management von Naturkatastrophen, aber auch die Bildung, die Kommunikation, der Dialog der Zivilisationen und der Erhalt der menschlichen Kulturen.

Das größte Erbe der Menschheit ist nach wie vor die Erde, diese regelrechte kosmische Insel - „Belle île en ciel“ -, auf der 6,5 Milliarden Menschen auf Gedeih und Verderb leben. Dank der Beobachtungssatelliten können wir heute die Grenzen unseres Heimatplaneten besser wahrnehmen. Die Beobachtung unserer Umwelt insbesondere mit den ESA-Satelliten der Meteosat-Reihe, ERS und Envisat hat in erheblichem Maße dazu beigetragen, den sich vollziehenden Klimawandel aufzuzeigen. Aufgrund der gesammelten Daten können heute die Konsequenzen dieses Wandels auf lange Sicht modelliert werden. Um diese Modelle zu verbessern und zu erweitern, hat die ESA im Rahmen des Programms „Lebender Planet“ Satellitenvorhaben entwickelt, die unsere Kenntnisse in wichtigen Bereichen wie der Zirkulation und des Salzgehalts der Ozeane, der Dynamik der Atmosphäre und des Abschmelzens der polaren Eisdecken vertiefen sollen. Des weiteren arbeitet sie mit der Europäischen Union an der GMES-Initiative (globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung), um zum Schutz der Umwelt und der Menschheit die Beobachtungen aus dem Weltraum zu koordinieren.

Die von der Ausstellung aufgegriffenen Themen liegen den zahlreichen Kooperationsvorhaben zugrunde, die die UNESCO und die ESA seit dem Jahr 2000 eingegangen sind, um die Weltraumtechnologien für Zwecke des humanitären Bedarfs, des Umweltschutzes, des Katastrophenmanagements, der Bildung und der Kultur zu nutzen. Die von Satelliten gebotene globale Abdeckung und ihre Kapazität, regelmäßig dieselben Regionen zu überfliegen, machen sie zu einem unschätzbaren Werkzeug für das Management des Planeten.

So haben die ESA und die UNESCO 2001 das Projekt BEGo (Build Environment for Gorillas) ins Leben gerufen, in dessen Rahmen optische und Radar-Satellitenbilder für den Schutz der Lebensräume der Berggorillas in Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo eingesetzt werden. In Zusammenarbeit mit den wichtigsten Einrichtungen für den Schutz der Gorillas, insbesondere der weltweiten Stiftung für den Schutz der Umwelt (WWF), dem internationalen Gorilla-Schutzprogramm (PICG) und der WildLife Conservation Society, wurden auf der Grundlage dieser Daten besondere Produkte entwickelt.

Im Anschluss an den Weltgipfel zur nachhaltigen Entwicklung in Johannesburg hat die ESA 2002 mit der UNESCO die TIGER-Initiative gestartet, die dazu dient, Satellitendaten für die Bewirtschaftung der Wasserressourcen in Afrika zu nutzen. Sie wurde mit dem Ziel entworfen, den Bedürfnissen der afrikanischen Verantwortlichen für den Wassersektor gerecht zu werden, und versammelt zu diesem Zweck mehr als 150 Einrichtungen des Kontinents - Wasseragenturen, Fernerkundungszentren, Universitäten - in ihren verschiedenen Aktivitäten, Arbeitstagungen und Ausbildungsmaßnahmen. Auf diese Weise unterstützt TIGER die Beschlussfassung und die Verbesserung der technischen, menschlichen und institutionellen Kapazitäten zur Gewährleistung einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Wasserressourcen.

Im Rahmen ihres Datennutzerprogramms wird die ESA die UNESCO weiterhin durch die Bereitstellung von Fernerkundungsdaten über die Stätten des Welterbes und die Reserven der Biosphäre in Mittelamerika unterstützen. Sie wird demnächst eine Durchführbarkeitsstudie in Angriff nehmen, die 2008 in ein Vorhaben von größerem Ausmaß münden und auch auf andere Gebiete der Erde ausgedehnt werden könnte.

Seit 2003 wirkt die ESA außerdem am Schutz der weltweit 812 Stätten mit, die in das Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt aufgenommen wurden. Eine mit der UNESCO unterzeichnete Vereinbarung gestattet die Nutzung der von Satelliten erfassten Daten, um bei der Überwachung und Verwaltung der geschützten Stätten zu helfen.

Vertreter der Medien, die an der Eröffnung der Ausstellung teilzunehmen wünschen, werden gebeten, sich für ihre Akkreditierung an die Abteilung Medienbeziehungen der UNESCO zu wenden: Sue Williams, Tel.: +33 (0)1 45 68 17 06, E-Mail: s.williams@unesco.org.

Nähere Auskunft erteilt:

ESA Referat Medienbeziehungen

Tel.: +33 (0)1 53 69 71 55

Fax: +33 (0)1 53 69 76 90

Weitere Informationen:

ESA Referat Medienbeziehungen
Tel: +33(0)1.53.69.7155
Fax: +33(0)1.53.69.7690



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