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N° 30–2004: ESA-Mission „Swarm“ liefert einzigartigen Einblick ins Erdinnere

3 Juni 2004

Der ESA-Programmrat für Erdbeobachtung hat seine Wahl getroffen: von den sechs zur Auswahl stehenden Erdforschungsmissionen, die auf der im April abgehaltenen Sitzung zur Konsultation der Nutzer vorgestellt worden waren, wird letztendlich die Mission „Swarm“, eine sogenannte Erdforschungs-Gelegenheitsmission, entwickelt und zum Start gebracht. Sie besteht aus einer Konstellation aus drei Satelliten, die das Magnetfeld der Erde beobachten sollen.

Eine weitere, noch zu treffende Auswahl zwischen den Erdforschungs-Kernmissionen „EarthCARE“ (Untersuchung der Wolken, Aerosole und Strahlung) und „SPECTRA“ (Untersuchung der Oberflächenprozesse und Veränderungen des Ökosystems) ist auf November 2004 verschoben worden, um bei beiden Missionen noch bestehende Unklarheiten zu beseitigen. Weiterhin wurde empfohlen, daß die Mission EGPM (Europäischer Beitrag zur Erfassung der globalen Niederschläge) innerhalb des Erdüberwachungsprogramms der ESA gefördert werden sollte.

Der Beschluß über die vollständige Durchführung von „Swarm“ wurde einstimmig auf der Grundlage der Empfehlungen des Beratenden Ausschusses für Geowissenschaften und des ESA-Direktors für Erdbeobachtung gefaßt und trug dem hervorragenden wissenschaftlichen Ansatz des Programms Rechnung. Die ESA hat hiermit einen erfolgreichen Schritt auf dem Weg zu neuen Missionen zur Erforschung unserer Umwelt und der Erde als System unternommen. Auch mit Blick auf den für November erwarteten Beschluß über eine weitere Erdforschungs-Kernmission befindet sich die ESA auf der Schwelle hin zu einer neuen Generation wissenschaftlicher Missionen. Für September ist in diesem Zusammenhang auch ein Aufruf zu Missionsvorschlägen geplant.

Aufgabe der Mission „Swarm“ ist es, das Erdmagnetfeld und seine Entwicklung mit einer bisher nicht erreichten Gründlichkeit zu untersuchen und durch ein besseres Verständnis der Vorgänge im Erdinneren sowie des Erdklimas neue Einblicke in die Funktionsweise unseres Planeten zu gewinnen. Der Start der Mission, der mit nur einer Trägerrakete durchgeführt wird, ist für das Jahr 2009 geplant, wobei zunächst zwei nebeneinander herfliegende Satelliten auf einer Höhe von 450 km ausgesetzt werden und anschließend ein weiterer einzelner Satellit auf eine Höhe von 530 km befördert wird; zusammen werden sie die „Swarm“-Konstellation bilden. Hochpräzisions- und hochauflösende Messungen der Stärke, Ausrichtung und Schwankungen des Erdmagnetfelds, ergänzt durch präzise Navigation, Beschleunigungsmesser und Messungen der elektrischen Feldstärke, liefern die notwendigen Beobachtungsdaten, um verschiedene Quellen des Erdmagnetfelds unterscheiden und in Modellstrukturen erklären zu können. Die Beobachtung aus dem Weltraum liefert einen einzigartigen Einblick in die Zusammensetzung und die Prozesse im Inneren der Erde. Außerdem ermöglicht die Mission Analysen des Einflusses der Sonne auf das System Erde. Ferner wird von „Swarm“ praktischer Nutzen auf vielen verschiedenen Gebieten, wie Weltraumwetter, Gefahr durch Strahlungen, Navigation und Erforschung neuer Ressourcen, erwartet.

Nähere Auskunft erteilen:

Roger Haagmans

Leitender Wissenschaftler für die Wissenschaften der festen Erde

Abteilung Wissenschaft und Anwendungen

Direktion für Erdbeobachtungsprogramme

Tel.: +31 (0)71 565 35 06

Fax: +31 (0)71 565 56 75

E-Mail: roger.haagmans@esa.int

und

ESA Referat Medienbeziehungen

Tel.: +33 (0)1 53 69 71 55

Fax: +33 (0)1 53 69 76 90

Weitere Informationen:

Referat Medienbeziehungen
Tel: +33(0)1.53.69.7155
Fax: +33(0)1.53.69.7690



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