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N° 14–2013: ESA eröffnet erste Einrichtung im Vereinigten Königreich

14 Mai 2013

David Willetts, der britische Minister für Hochschulen und Wissenschaft, und Jean-Jacques Dordain, der Generaldirektor der ESA, eröffneten heute die erste Einrichtung der ESA im Vereinigten Königreich – das Europäische Zentrum für Weltraumanwendungen und Telekommunikation (ECSAT) auf dem Harwell-Oxford-Campus.

Das ECSAT unterstützt Tätigkeiten in den Bereichen Telekommunikation, Klimawandel, Technologie, Wissenschaft und „integrierte“ Anwendungen, das heißt, die kombinierte Nutzung verschiedener Weltraum- und terrestrischer Technologien, Daten und Infrastrukturen zur Schaffung neuer Anwendungen für den Alltag. Dabei soll die Entstehung innovativer öffentlich-privater Partnerschaften gefördert werden.

„Die Raumfahrtindustrie des Vereinigten Königreichs ist für das Wachstum von steigender Bedeutung. Sie trägt alljährlich mit über 9 Milliarden £ zu dessen Wirtschaft bei und unterstützt Tausende hoch qualifizierter Arbeitsplätze“, erläutert David Willetts. „Die Entscheidung der ESA, ihre Einrichtung für Spitzentechnologie in diesem Land anzusiedeln, zeigt, dass wir die richtige Umgebung für Innovation und bahnbrechende Forschung schaffen. Dem Zentrum wird die enge Zusammenarbeit mit anderen Weltraumwissenschaftlern und -unternehmen in Harwell einschließlich des ebenfalls heute offiziell eröffneten ‚Satellitenanwendungskatapults‛‚ zugutekommen.“

Trotz des derzeitigen wirtschaftlichen Klimas gilt die Raumfahrtindustrie des Vereinigten Königreichs als Wachstumssektor. Mit einem Export-Anteil von 70 % ihrer Produktion ist sie ein wichtiger internationaler Akteur. Das ECSAT soll in der britischen Raumfahrt künftig eine Schlüsselrolle übernehmen.

Die Präsenz der ESA im Vereinigten Königreich ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die ESA die wachsende Bedeutung, die die britische Regierung der Raumfahrt beimisst, unterstützt.

Jean-Jacques Dordain begrüßte das steigende Interesse des Vereinigten Königreichs an Raumfahrtinvestitionen insbesondere über die ESA mit folgenden Worten: „In die Raumfahrt investieren bedeutet, durch Wissen, Innovation und Dienste in Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum investieren. Der Harwell-Oxford-Campus stellt bereits heute ein einzigartiges Kompetenzzentrum dar, und der Ausbau der Präsenz der ESA auf diesem Campus wird sowohl die ESA als auch den Campus stärken.“

Das ECSAT wird die bestehenden Spitzenkapazitäten der ESA im Europäischen Weltraumforschungs- und -technologiezentrum (ESTEC) in den Niederlanden, im Europäischen Raumflugkontrollzentrum (ESOC) in Deutschland, im Europäischen Institut für Weltraumforschung (ESRIN) in Italien, im Europäischen Weltraumastronomiezentrum (ESAC) in Spanien, im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Deutschland und im Zentrum von Redu in Belgien, die gemeinsam mit der Hauptverwaltung in Frankreich die Hauptinfrastruktur der ESA bilden, ergänzen.

Über die ESA

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ist Europas Tor zum Weltraum.

Die ESA ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und anderswo zugutekommen.

Die ESA hat 20 Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich. Davon sind 18 auch Mitgliedstaaten der EU.

Im Rahmen von Kooperationsabkommen unterhält die ESA Beziehungen zu acht anderen EU-Mitgliedstaaten und erörtert zurzeit mit dem verbleibenden EU-Mitgliedstaat Bulgarien den Abschluss eines solchen Abkommens. Auch Kanada nimmt im Rahmen eines Kooperationsabkommens an bestimmten ESA-Programmen teil.

Darüber hinaus arbeitet die ESA mit der EU zusammen, um die Programme Galileo und Copernicus zu verwirklichen.

Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen.

Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt.

Sie startet Erdbeobachtungs-, Navigations-, Telekommunikations- und Astronomiesatelliten, schickt Raumsonden in entlegene Regionen des Sonnensystems und beteiligt sich an der bemannten Exploration des Weltraums.

Mehr über die ESA: www.esa.int.

Weitere Informationen:

ESA - Referat Medienbeziehungen
Email: media@esa.int
Tel: +33(0)1.5369.7299



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