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N° 52–2002: Ein Stückchen Ferrari fliegt zum Roten Planeten!

21 Juli 2002

Mit welcher Höchstgeschwindigkeit war die berühmte rote Farbe der Ferrari-Rennwagen bisher unterwegs? Nächstes Jahr wird sie auf 10 800 km/h beschleunigt! Mars Express, die im Mai/Juni 2003 zu startende erste europäische Sonde zum Roten Planeten, wird symbolhaft eine Probe der weltbekannten roten Ferrari-Farbe mitführen.

Der Mars hat auf uns Erdenbewohner stets eine besondere Faszination ausgeübt. Viele seiner Geheimnisse soll die Mission "Mars Express" der Europäischen Weltraumorganisation, die im Dezember 2003 beim Roten Planeten eintreffen wird, nun gezielt lüften. Sie soll nach Wasservorkommen suchen, könnte aber auch Spuren von vergangenem oder noch vorhandenem Leben auf dem Mars ausfindig machen. Und natürlich soll sie seinen roten Boden genau unter die Lupe nehmen.

Nachdem die Scuderia Ferrari Michael Schumacher souverän zu seinem fünften Fahrer-WM-Titel in der Formel 1 geführt hat, erklärte sich das Team bereit, das Symbol seines Erfolgs mit Mars Express ins All zu senden. Die rote Hightech-Farbe von Ferrari ist das international anerkannte Markenzeichen dieses alle Rekorde brechenden Rennstalls.

Beim Start von Mars Express im Mai/Juni 2003 wird eine Probe der roten Ferrari-Farbe in einem speziell angefertigten kugelförmigen Glasbehälter von 2 cm Durchmesser mit an Bord sein, der so konstruiert ist, daß er den extremen Temperaturen beim Flug zum Mars standhält. Die Mars-Sonde wird mit einer Trägerrakete des Typs Sojus-Fregat auf die Reise gebracht und Geschwindigkeiten von rund 10 800 km/h erreichen, was auf der Erde fast der zehnfachen Schallgeschwindigkeit entspräche!

Die rote Farbe wird gegenwärtig im Erprobungszentrum der ESA in den Niederlanden strengen Prüfungen unterzogen, um festzustellen, ob sie gegen die harten Umgebungsbedingungen im Weltraum gefeit ist. Wenn sie als "raumflugtauglich" anerkannt wird, soll sie bei einer förmlichen Feier im September 2002 in die Raumsonde eingebaut werden.

Anmerkungen für die Redakteure:

Beim Wissenschaftsprogramm der ESA kommt eine neue Kommunikationsstrategie zur Anwendung, die ausschließlich auf die breite Öffentlichkeit gerichtet ist.

Mars Express ist die erste Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zur Erkundung des Roten Planeten. Sie besteht aus einem sogenannten Orbiter, einem Raumfluggerät, das die Oberfläche des Planeten mit seinen sieben Bordinstrumenten aus der Umlaufbahn beobachten soll, und einem Landegerät, Beagle-2, das das Gestein und den Boden des Mars vor Ort untersuchen soll. Der Start der Sonde ist im Mai/Juni 2003 von Baikonur in Kasachstan aus geplant.

Die Europäische Weltraumorganisation besteht aus 15 Mitgliedstaaten. Ihre Tätigkeit wird nach einer einzigartigen gemeinschaftlichen Regelung finanziert, die weltraumwissenschaftliche Forschungsvorhaben einer für Einzelstaaten nicht zugänglichen Größenordnung ermöglicht.

Weitere Informationen sind im Internet unter http://redencounter.esa.int erhältlich.

Nähere Auskunft erteilen:

Hugo Marée

Ferrari/Mars Express-Projektkoordinator

Tel.: +33 (0)1 53 69 71 06 oder +31 (0)71 565 31 83

ESA Abteilung Öffentlichkeitsarbeit

Referat Medienbeziehungen

Tel.: +33 (0)1 53 69 71 55

Fax: +33 (0)1 53 69 76 90

Weitere Informationen:

Hugo Marré-Ferrari/Mars Express Projektkoordinator
Tel: +33.(0)1.5369.7106

ESA Referat für Medienbeziehungen
Tel: +33.(0)1.5369.7155
Fax: +33.(0)1.5369.7690


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