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N° 16–2013: Grünes Licht für Timothy Peakes Flug zur ISS

20 Mai 2013

ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain hat heute den am Freitag, den 17. Mai von der Multilateralen Mannschaftseinsatzgruppe gefassten Beschluss bekanntgegeben, seinem Vorschlag für einen Flug des ESA-Astronauten Timothy Peake zur Internationalen Raumstation (ISS) im Jahr 2015 zuzustimmen.

„Bei der Einstellung der sechs neuen ESA-Astronauten im Mai 2009 hatte ich versprochen, für jeden von ihnen Fluggelegenheiten zu sichern. Dank der Beschlüsse der Mitgliedstaaten auf der Ministerratstagung im November letzten Jahres sind wir in der Lage, unsere Zusage zu erfüllen, bis Ende 2017 alle sechs ins All zu schicken“, verkündet Dordain. „Die drei ersten Astronauten wurden bereits für ihre Missionen ernannt. Ich freue mich, heute bekanntgeben zu können, dass nun auch Timothy Peake an einer Mission zur Internationalen Raumstation teilnehmen wird. Die beiden verbleibenden Astronauten, Andreas Mogensen und Thomas Pesquet, werden vor Mitte 2015 ihre Ernennungen für Flüge spätestens im Jahr 2017 erhalten.“

Timothy Peake wird 2015 für sechs Monate den „Expedition“-Mannschaften Nr. 46 und 47 angehören und als erster Brite auf der ISS leben und arbeiten. Sein Flug wird der achte Langzeitaufenthalt eines ESA-Astronauten sein.

Derzeit bereitet sich Peakes italienischer Kollege Luca Parmitano auf seinen Start zur ISS am 28. Mai vor. Peakes Mission findet nach den Flügen von Alexander Gerst und Samantha Christoforetti statt, die beide für 2014 geplant sind.

„Die große Zahl der an ESA-Astronauten vergebenen Missionen spiegelt den Stellenwert von Europas Astronauten und der Ausbildung im Europäischen Astronautenzentrum wider“, meint Thomas Reiter, der Direktor der ESA für bemannte Raumfahrt und Betrieb.

Peake, ein ehemaliger Hubschraubertestpilot und Oberst der britischen Armee, ist begeistert über seine Ernennung: „Ich freue mich, für eine Langzeitmission auf der Internationalen Raumstation vorgeschlagen worden zu sein. Dies ist eine weitere wichtige Mission für Europa und darüber hinaus eine hervorragende Gelegenheit für europäische Wissenschaftler, Unternehmer und Bildungsbeauftragte, Nutzen aus der Schwerelosigkeitsforschung zu ziehen“, erklärte er und fügte hinzu: „Seit meinem Eintritt in das Europäische Astronautenkorps im Jahr 2009 bereite ich mich auf einen Einsatz auf der Station vor, und ich bin den Bodenunterstützungsteams, die es uns ermöglichen, über die bemannte Raumfahrt und die Exploration die Grenzen des Wissens zu erweitern, sehr dankbar.“

Über Timothy Peake

Peake wurde 2009 zum Botschafter des Vereinigten Königreichs für wissenschaftliche und raumfahrtbezogene Laufbahnen ernannt. Mit der Raumfahrtagentur des Vereinigten Königreichs arbeitet er an der Entwicklung des Schwerelosigkeitsforschungsprogramms seines Landes.

Nach Abschluss seiner Astronautengrundausbildung im November 2010 setzte er seine Ausbildungstätigkeiten fort, um seine Kenntnisse auf dem Gebiet der Schwerelosigkeit, darunter das Arbeiten in Raumanzügen, und sein Wissen über die verschiedenen Module der ISS zu erweitern.

2011 nahm Peake am internationalen Höhlentraining der ESA teil, bei dem während eines einwöchigen Aufenthalts unter der Erde ohne Kontakt zur Außenwelt die Weltraumexploration simuliert wurde.

2012 verbrachte er knapp zwei Wochen in einer Unterwasserstation vor der Küste Floridas als Teil des NASA-Missionsbetriebs in extremen Umgebungen (NEEMO), ein Prüfstand für Weltraumexplorationstechnologien. Schwerpunkte des Lehrgangs waren die Erforschung von Asteroiden einschließlich Verzögerungen in der Kommunikation mit der Bodenkontrolle sowie Arbeiten an einem simulierten Asteroiden.

Vom Europäischen Astronautenzentrum in Köln aus wird Peake nun seine Missionsausbildung mit den ISS-Partnern in Angriff nehmen. Auf dem Programm dieser Ausbildung stehen Aufenthalte im Johnson Space Center der NASA in Houston, in der Sternenstadt bei Moskau sowie in Japan und in Kanada.

Über die ESA

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ist Europas Tor zum Weltraum.

Die ESA ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und anderswo zugutekommen.

Die ESA hat 20 Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich. Davon sind 18 auch Mitgliedstaaten der EU.

Im Rahmen von Kooperationsabkommen unterhält die ESA Beziehungen zu acht anderen EU-Mitgliedstaaten und erörtert zurzeit mit dem verbleibenden EU-Mitgliedstaat Bulgarien den Abschluss eines solchen Abkommens. Auch Kanada nimmt im Rahmen eines Kooperationsabkommens an bestimmten ESA-Programmen teil.

Darüber hinaus arbeitet die ESA mit der EU zusammen, um die Programme Galileo und Copernicus zu verwirklichen.

Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen.

Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt.

Sie startet Erdbeobachtungs-, Navigations-, Telekommunikations- und Astronomiesatelliten, schickt Raumsonden in entlegene Regionen des Sonnensystems und beteiligt sich an der bemannten Exploration des Weltraums.

Mehr über die ESA: www.esa.int.

Für Interviews wenden Sie sich bitte an:

Jules Grandsire

Kommunikationsbeauftragter im Europäischen Astronautenzentrum

Tel.: +49 (0)2203 6001 205

E-Mail: Jules.Grandsire@esa.int

Weitere Informationen:

ESA-Referat Medienbeziehungen
Email: media@esa.int
Tel: +33 (0)1 53 69 72 99



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