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N° 27–2007: Herzstück des Weltraumobservatoriums Herschel wird der Presse vorgestellt

4 September 2007

Ende 2007 wird der Zusammenbau des Infrarot-Weltraumobservatoriums Herschel der ESA zur Erforschung der Bildung und Entwicklung von Sternen und Galaxien abgeschlossen sein. Aus diesem Anlass laden die ESA und Astrium gemeinsam die Medien zu einer Pressekonferenz am 19. September in Friedrichshafen ein, um sie über dieses revolutionäre Raumfahrzeug und seine wissenschaftlichen Ziele zu unterrichten und ihnen das Herzstück seiner Hardware vorzustellen.

Die Mission Herschel mit dem größten je in den Weltraum gestarteten Teleskop (3,5 m Durchmesser) wird den Astronomen die bisher beste Möglichkeit zur Erforschung des Universums im fernen Infrarot und im Submillimeter-Wellenlängenbereich bieten. Durch Messung des Lichts in diesen Wellenlängen sehen die Wissenschaftler das „kalte“ Universum. Herschel wird ihnen einen neuen Einblick tief in Regionen der Sternentstehung, galaktische Zentren und Planetensysteme gewähren.

Um seine Ziele zu erreichen und die schwache Strahlung der ansonsten unsichtbaren kältesten Objekte im All aufzuspüren, müssen Herschels Detektoren bei sehr niedrigen und stabilen Temperaturen arbeiten. Das Raumfahrzeug ist daher so ausgestattet, dass es die Geräte auf Temperaturen um den absoluten Nullpunkt (-273,15 °C) zwischen -271 °C und nur wenigen Zehntel Grad über dem absoluten Nullpunkt abkühlen kann. Diese besondere Funktion allein ist eine bemerkenswerte Leistung der europäischen Industrie und Wissenschaft.

Die endgültige Integration der verschiedenen Komponenten von Herschel - Nutzlastmodul, Kryostat, Versorgungsmodul, Teleskop und Sonnenzellenausleger - wird in den kommenden Monaten abgeschlossen. Auf diese Phase folgt eine Reihe von Erprobungen, um zu gewährleisten, dass das Raumfahrzeug Ende Juli 2008 startbereit ist. Herschel wird zusammen mit dem ESA-Satelliten Planck zur Erforschung der beim Urknall entstandenen kosmischen Hintergrundstrahlung mit einer Ariane-5 ECA gestartet.

Medienvertreter, die an der Presseveranstaltung teilnehmen möchten, werden gebeten, das beigefügte Anmeldeformular auszufüllen.

Anmerkungen für die Redakteure

Der Hauptauftragnehmer für das Herschel-Raumfahrzeug ist Thales Alenia Space (Cannes, Frankreich). Er leitet ein Konsortium von Industriepartnern, wobei Astrium Deutschland für das Erweiterte Nutzlastmodul (EPLM einschließlich Kryostat), Astrium Frankreich für das Teleskop und der Industriezweig von Thales Alenia Space in Turin (Italien) für das Versorgungsmodul verantwortlich ist. Außerdem gibt es zahlreiche Unterauftragnehmer in ganz Europa.

Die drei Instrumente von Herschel wurden von einem Konsortium aus Wissenschaftlern und Instituten mit deren eigenen nationalen Finanzmitteln entworfen und gebaut. Für die Koordinierung der Entwicklung der Instrumente waren folgende Einrichtungen verantwortlich: für das Kamera/Spektrometer-Instrument PACS (Photodetector Array Camera and Spectrometer) das Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik (MPE, Deutschland), für das abbildende Photo- und Spektrometer SPIRE (Spectral and Photometric Imaging Receiver) die Universität Cardiff (Vereinigtes Königreich) und für das Heterodyn-Spektrometer HIFI (Heterodyne Instrument for the Far Infrared) das Institut SRON (Niederlande).

Nähere Auskunft erteilt:

ESA Referat Medienbeziehungen
Tel.: +33 (0)1 53 69 72 99
Fax: +33 (0)1 53 69 76 90

Herschel-Pressetag
bei Astrium, Friedrichshafen, Deutschland
19. September 2007
Claude-Dornier-Straße
88090 Immenstaad

09.00 - Ankunft bei Astrium, Anmeldung, Transfer zum Gebäude 8, Raum Meersburg (5. Stock)

09.30 - Begrüßung, Uwe Minne, Direktor für Erdbeobachtung und Wissenschaft, Astrium

09.35 - ESA und Astronomie: Blick in die Zukunft, Jacques Louet, Leiter der Abteilung für wissenschaftliche Projekte, ESA

09.45 - Überblick über die Mission Herschel/Planck, Thomas Passvogel, Herschel/Planck-Projektleiter, ESA

09.55 - Die wissenschaftliche Mission Herschel, Göran Pilbratt, Herschel-Projektwissenschaftler, ESA

10.05 - Fragen und Antworten, anschließend Kaffeepause

10.30 - Überblick über das Herschel-Weltraumobservatorium, Jean-Jacques Julliet, Direktor für europäische Programme in den Bereichen Wissenschaft und optische Beobachtung, Thales Alenia Space

10.40 - Das kalte Herzstück von Herschel, Wolfgang Fricke, Herschel-Projektleiter, Astrium

10.50 - Das Instrument PACS, Albrecht Poglitsch, Hauptexperimentator, Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik (MPE)

11.00 - Das Instrument SPIRE, Matthew Griffin, Hauptexperimentator, Universität Cardiff

11.10 - Das Instrument HIFI, Thijs de Graauw, Hauptexperimentator, Niederländisches Institut für Weltraumforschung (SRON)

11.20 - Fragen und Antworten, Einzelinterviews

12.15 - Transfer zum Integrationszentrum

12.30 - Warmes/kaltes Büfett im Besucherbereich Bildung von drei verschiedenen Besuchergruppen

Besichtigung des Reinraums Foto-/Filmgelegenheit, Interviews (3 Gruppen, je 30 Minuten)

14.00 - Ende der Veranstaltung

Vorname:__________  Nachname:___________________________

Auftraggeber:___________________________________________

Anschrift:______________________________________________

Tel.:_________________________ Fax:_____________________        

Handy:_______________________ E-Mail:___________________        

[ ] Ich nehme am Herschel-Pressetag teil.

Bitte per Fax senden an:
Denise Achberger
EADS Astrium
Kommunikationsabteilung
88039 Friedrichshafen

Tel.: +49 (0) 7545 8 9122 Fax: +49 (0) 7545 8 5589


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