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N° 6–2017: Open Access: ESA bekräftigt Strategie des offenen Zugangs für Bilder, Videos und Daten

20 Februar 2017

Die ESA hat heute die Einführung einer Open Access-Strategie für Bild- und Videomaterial sowie ausgewählte Datensätze mitgeteilt.

Seit über 20 Jahren stellt die ESA Wissenschaftlern, der Industrie, den Medien und der breiten Öffentlichkeit über digitale Plattformen wie dem World Wide Web und sozialen Medien eine Fülle an Informationen, Bildmaterial und Daten zur Verfügung. Mit der Weiterentwicklung der Informationsmanagementstrategie der ESA erweitern sich auch hier die entsprechenden Möglichkeiten.

So wird nun insbesondere dank einer neuen Open-Access-Strategie für Informationsmaterial und Daten der ESA die umfassende und regelmäßige Nutzung dieses Materials durch die breite Öffentlichkeit, die Medien, den Bildungssektor, Partner und andere Interessierte erleichtert.

„Diese Entwicklung hin zur Öffnung des Zugangs zu Bild- und Informationsmaterial sowie dem Wissensschatz der ESA ist ein wichtiger Baustein für die Erreichung unseres Ziels, im Rahmen unseres ‚Space 4.0’-Ansatzes zu informieren, Innovation zu schaffen, zu interagieren und zu inspirieren“, so ESA-Generaldirektor Jan Wörner. „Sie stellt eine logische Weiterführung der bereits von uns verfolgten Strategie eines freien und offenen Datenzugangs dar, trägt dem zunehmenden Interesse der breiten Öffentlichkeit Rechnung und verschafft den Steuerzahlern in den Mitgliedstaaten, die die ESA finanzieren, bessere Erkenntnisse über unsere Arbeit.“

 

Die ESA, andere internationale Organisationen und Creative Commons

Gemeinsam mit zahlreichen anderen zwischenstaatlichen Organisationen wie der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die jüngst ähnliche Open-Access-Strategien verabschiedet haben, hat ESA entschieden, weitere Inhalte unter die Open Access-kompatible Lizenz „Creative Commons Namensnennung –Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 IGO“, kurz,CC BY-SA 3.0 IGO, zu veröffentlichen. Es handelt sich hierbei um spezielle, für die Nutzung durch zwischenstaatliche Organisationen entworfene Lizenzversionen, die bspw. im Fall der CC-BY-SA-IGO-Lizenzen die umfassende Nutzung von Bildmaterial in Wikipedia und dessen Mediendatenbank Wikimedia Commons ermöglichen.

In den vergangenen zwei Jahren hat die ESA die Nutzung der CC-BY-SA-IGO-Lizenzen bereits getestet und Aufnahmen der bekannten Kometenmission Rosetta, hochauflösende Bilder des Mars sowie anderes Bildmaterial veröffentlicht.

Creative Commons ist eine gemeinnützige Organisation, die über die Bereitstellung freier Rechtsinstrumente die gemeinsame Nutzung und Wiederverwendung von kreativen Inhalten und Wissen ermöglicht und ein wichtiger Partner der ESA und anderer internationaler Organisationen ist, indem sie eine Unterstützung bei der Nutzung und Weiterentwicklung dieser Lizenzen bereitstellt.

Marco Trovatello, der bei der ESA für dieses Projekt zuständig ist, vertritt die Auffassung, dass „ein freier und offener Zugang zu Wissen, Informationen und Daten der ESA einen Eckpfeiler für die Beziehungen zur breiten Öffentlichkeit und zu den Nutzergemeinden darstellt und somit von großem gesellschaftlichem Nutzen ist.“

 

Die digitale Agenda der ESA

Günther Kohlhammer, der als Chief Digital Officer (CDO) für die Digitale Agenda und die Informationsmanagementpolitik der ESA verantwortlich zeichnet – zwei große Vorhaben, die die ESA auf eine komplett digitale Zukunft vorbereiten – erklärt: „Die Anerkennung des Werts, den die von der ESA im Namen ihrer Mitgliedstaaten verwahrten Informationen besitzen, sowie deren sachgemäße Verwaltung sind Schlüsselinstrumente des ESA-Konzepts Space 4.0 zur Stärkung der Zusammenarbeit mit Industrie, Wissenschaft und Mitgliedstaaten.“

 

Warum wird nur ein Teil der Inhalte freigegeben?

Ein großer Teil der Bilder, Videos und anderen Inhalte der ESA entsteht in Zusammenarbeit mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie. In der Open-Access Anfangsphase wird demjenigen Material der Vorrang eingeräumt, das entweder vollständig der ESA gehört oder für das bereits die Rechte Dritter geklärt wurden.

 

Was ist Open Access?

Ganz allgemein steht Open Access für den freien, unbegrenzten Zugang zu Forschungsergebnissen. Oft werden über Nutzungsrechte über Creative-Commons-Lizenzen eingeräumt. Es existieren mehrere Erklärungen und Definitionen zum offenen Zugang wie die „Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“, die Erklärung der Budapest Open Access Initiative oder das Bethesda Statement on Open Access Publishing.

 

Weitere Informationen

Die Website http://open.esa.int enthält Verweise auf bereits verfügbare Open Access-Inhalte, Antworten auf häufig gestellte Fragen und weitere Hintergrundinformationen.

Nähere Informationen über die digitale Agenda der ESA für die Raumfahrt sind unter http://www.esa.int/digital abrufbar.

Über die ESA

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europas Tor zum Weltraum, ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und anderswo zugutekommen.

Die ESA hat 22 Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn und das Vereinigte Königreich. Slowenien ist assoziierter Mitgliedstaat.

Außerdem arbeitet die ESA förmlich mit sechs EU-Mitgliedstaaten zusammen. Im Rahmen eines Kooperationsabkommens nimmt auch Kanada an bestimmten ESA-Programmen teil.

Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen. Des Weiteren arbeitet sie eng mit der EU bei der Verwirklichung der Programme Galileo und Copernicus und mit EUMETSAT bei der Entwicklung von Meteorologiemissionen zusammen. 

Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt.

Sie entwickelt und startet Erdbeobachtungs-, Navigations-, Telekommunikations- und Astronomiesatelliten, schickt Raumsonden in entlegene Regionen des Sonnensystems und beteiligt sich an der bemannten Exploration des Weltraums. Außerdem führt sie ein umfangreiches Anwendungsprogramm zur Entwicklung von Erdbeobachtungs-, Navigations- und Telekommunikationsdiensten durch.

 

Nähere Auskunft erteilt:

ESA-Referat Medienbeziehungen

Tel.: +33 (0)1 53 69 72 99

E-Mail: media@esa.int

 

Marco Trovatello

Tél. : +33 1 53 69 81 68

E-Mail: marco.trovatello at esa.int


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