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N° 17–2011: Presseeinladung: Giotto und Rosetta – 25 Jahre Kometenforschung

9 Juni 2011

Vor 25 Jahren hat die ESA-Raumsonde Giotto in den Weiten des Weltalls Pionierarbeit geleistet. Sie passierte den Halleyschen Kometen in einer Entfernung von nur 600 km und vollbrachte somit den ersten nahen Vorbeiflug an einem Kometen.

Die Raumsonde wurde durch diese Begegnung beinahe zerstört, doch die Bilder, die sie uns übermittelt hat, haben unsere Vorstellung von Kometen grundlegend gewandelt. Kometen sind Relikte aus der Frühzeit des Sonnensystems. Sie sind Bausteine, die bei der Entstehung der Planeten ungenutzt geblieben sind, wodurch sie unschätzbare Einblicke in deren Ursprung ermöglichen.

Mittlerweile hat der ESA-Kometenjäger Rosetta den Pionier der Kometenforschung Giotto abgelöst. Rosetta, die 2004 mit einer Ariane-5 gestartet wurde, wird im Jahr 2014 den Kometen 67/P Tschurjumow-Gerasimenko erreichen, den sie für Langzeitstudien umkreisen wird. Zudem wird sie ein Landegerät auf seiner eisbedeckten Oberfläche absetzen, das vor Ort Messungen vornehmen soll.

Im Juli 2010 brach die Sonde Rosetta einen Rekord, als sie zum am weitesten entfernten, ausschließlich mit Solarenergie betriebenen Raumfahrzeug aller Zeiten avancierte. Mit zunehmender Entfernung von der Sonne muss Rosetta auf der letzten Etappe ihrer langen Reise wegen für den Betrieb unzureichender Sonneneinstrahlung in einen Winterschlafmodus versetzt werden.

Ähnlich erging es vor 25 Jahren ihrem Vorläufer Giotto, und genau wie einst Giotto wird auch Rosetta wieder aus ihrem Winterschlaf erwachen, um weitere Informationen zu einer der interessantesten wissenschaftlichen Fragen der heutigen Zeit zu sammeln: Sind Wasser und die für die Entstehung von Leben notwendigen chemischen Elemente durch Kometen auf die Erde gelangt?

Am 15. Juni 2011 sind Medienvertreter eingeladen, im europäischen Raumflugkontrollzentrum der ESA in Darmstadt mehr über die von Giotto bis Rosetta reichende, 25-jährige Geschichte der Kometenforschung zu erfahren.

Die Veranstaltung beginnt um 16.30 Uhr. Das Programm umfasst einen Rückblick auf die bemerkenswerte Giotto-Mission und ihre Errungenschaften sowie eine Präsentation der Höhepunkte der Geschichte der Kometenforschung. Thematisiert werden überdies die Erwartungen und Herausforderungen der Rosetta-Mission sowie ihr ehrgeiziges Ziel, auf einem Kometen zu landen, um seinen Aufbau zu erforschen.

Zu den Vortragenden zählen der ESA-Direktor für Wissenschaft und robotische Exploration Alvaro Giménez, der ESA-Direktor für bemannte Raumfahrt und Betrieb Thomas Reiter, der ehemaliger ESA-Direktor für Wissenschaft und robotische Exploration David Southwood sowie führende Sonnensystem- und Planetenforscher, darunter der Direktor des International Space Science Institute Roger Bonnet und Uwe Keller vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung.

Die Veranstaltung kann unter www.esa.int live als Web-Stream mitverfolgt werden.

Medienvertreter, die an der Veranstaltung im ESOC teilnehmen möchten, werden gebeten, sich unter folgender Adresse online anzumelden: http://www.esa.int/export/SPECIALS/ESOC/SEMLUW58BOG_0.html

Nähere Auskunft erteilt:

Bernhard von Weyhe

Kommunikationsbüro ESOC/EAC

Tel.: +49 (0) 6151 - 90 4204

E-Mail: bvw@esa.int

Weitere Informationen:

ESA - Referat Medienbeziehungen
Tel: +33.(0)1.5369.7299
Fax: +33.(0)1.5369.7690



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