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N° 40–2013: Pressekonferenz zum Ende von Rosettas Winterschlaf und zu dem der Sonde bevorstehenden Jahr

3 Dezember 2013

Am 20. Januar wird die Raumsonde Rosetta, der Kometenjäger der ESA, ihren 957-tägigen Winterschlaf in den Tiefen des Weltraums automatisch beenden und ihre vor knapp zehn Jahren begonnene Reise in aktiviertem Zustand fortsetzen.

Im Hinblick auf den kritischen Schritt der Aktivierung und die vor Rosetta liegenden Herausforderungen sind Vertreter der Medien eingeladen, am Dienstag, den 10. Dezember von 10.00 Uhr bis 12.30 Uhr MEZ einer Pressekonferenz mit Wissenschafts- und Missionskontrollexperten der ESA sowie Partnern im Europäischen Raumflugkontrollzentrum (ESOC) der ESA in Darmstadt beizuwohnen.

Der Meilenstein des 20. Januar markiert den Beginn eines ereignisreichen Jahres. Rosetta wird sich dem Kometen Tschurjumow-Gerasimenko stetig nähern und ihn im August schließlich erreichen. Nach einer umfassenden Kartierung der Oberfläche des Kometen wird die Sonde im November das Landegerät Philae aussetzen, das seinen Kern genauer unter die Lupe nehmen soll.

Anschließend wird Rosetta den Kometen auf seiner Reise durch das innere Sonnensystem begleiten und dabei seine Veränderungen beim Aufwärmen auf dem Weg zu seinem sonnennächsten Punkt beobachten, den er im August 2015 erreichen wird.

Hauptziel von Rosetta ist die Gewinnung neuer Einblicke in den Ursprung und die Entwicklung des Sonnensystems und insbesondere die Erforschung der Rolle, die Kometen bei der Beförderung von Wasser zur Erde und möglicherweise sogar bei der Entstehung von Leben gespielt haben könnten.

ESA-Premieren mit der Rosetta-Mission

Im Rahmen der Rosetta-Mission sind eine Reihe von Premieren in der Weltraumexploration vorgesehen. So sorgen erstmals bei einer Mission jenseits des Asteroidenhauptgürtels ausschließlich Solarzellen für die Stromversorgung, was den Missionsbetrieb in 800 Millionen km Entfernung von der Sonne ermöglicht.

 
Nach Erreichen ihres Ziels wird Rosetta als erste Sonde einen Kometen umkreisen und ein Landegerät auf seinem Kern absetzen, was die Mission zu einer der bisher komplexesten und anspruchsvollsten überhaupt macht.

Einen Kometen anzufliegen, ihn zu umkreisen und auf ihm zu landen erfordert heikle Manöver, und da nur sehr wenig über die Oberfläche des Kometen bekannt ist, kann eine sichere Landung erst vor Ort geplant werden.

Philae wird die ersten je auf der Oberfläche eines Kometen aufgenommenen Bilder liefern und mit Bohrungen die ersten Analysen seiner Zusammensetzung vornehmen.

Mit Philae wird zum zweiten Mal ein menschengemachter Gegenstand auf einem Himmelskörper im fernen Weltraum landen – und beide kamen von der ESA. Der erste war die Sonde Huygens, die im Januar 2005 auf dem 1,3 Milliarden km von der Erde entfernten Saturnmond Titan aufsetzte.

Schließlich wird Rosetta als erste Sonde aus nächster Nähe beobachten, wie sich ein Komet verändert, wenn er der zunehmenden Intensität der Sonnenstrahlung ausgesetzt ist.

Webstream-Übertragung

Die Pressekonferenz kann über Live-Streaming verfolgt werden: http://www.livestream.com/eurospaceagency.

Einzelheiten werden unter http://www.esa.int/rosetta abrufbar sein.

 
Fragen

Vertreter der Medien, die den Termin nicht wahrnehmen können, haben folgende Möglichkeiten, Fragen zu stellen:

–im Vorfeld per E-Mail an esoc.communication@esa.int;

–während der Pressekonferenz per Telefon unter der eigens eingerichteten Rosetta-Kontaktnummer: +49 (0)6150 90 4356;

–ebenfalls während der Pressekonferenz über Twitter (hashtag #askrosetta).

Programm der Veranstaltung am 10. Dezember 2013 im ESOC

9.30 Uhr Einlass

10.00 Uhr Willkommensansprache und Einführung
Jocelyne Landeau-Constantin, Leiterin des Kommunikations¬büros im ESOC

10.05 Uhr Kometen als kosmische Zeitreisekapseln: die wissenschaft-lichen Ziele von Rosetta
Mark McCaughrean, leitender wissenschaftlicher Berater, Direktion für Wissenschaft und robotische Exploration

10.20 Uhr Kritische Herausforderungen bei Rosettas Kometenjagd
Paolo Ferri, Leiter des Missionsbetriebs

10.35 Uhr Frankreichs Rolle bei Rosetta
Philippe Gaudon, CNES, Rosetta-Projektleiter

10.45 Uhr Deutschlands Rolle bei Rosetta
Koen Geurts, DLR, technischer Leiter für das Rosetta-Landegerät

10.55 Uhr Rosetta-Kommunikationskampagne der ESA
Markus Bauer, Kommunikationsbeauftragter für Wissenschaft

11.10 Uhr Fragen und Antworten

11.30 Uhr Gelegenheiten zu Interviews und Besichtigung des maßstabs¬getreuen Rosetta-Ingenieurmodells und des eigenen Kontrollraums

Anmeldung der Medienvertreter

Vertreter der Medien, die an der Pressekonferenz teilzunehmen wünschen, werden gebeten, sich bis 9. Dezember um 12.00 Uhr MEZ unter folgendem Link anzumelden: http://www.esa.int/rosetta_media_briefing_101213.

Einzelheiten zur Anfahrt zum ESOC sind unter folgendem Link zu finden: http://www.esa.int/About_Us/ESOC/Getting_to_ESOC.

Über die ESA

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europas Tor zum Weltraum, ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und anderswo zugutekommen.

Die ESA hat 20 Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich. Davon sind 18 auch Mitgliedstaaten der EU.

Im Rahmen von Kooperationsabkommen unterhält die ESA Beziehungen zu acht anderen EU-Mitgliedstaaten. Auch Kanada nimmt im Rahmen eines Kooperationsabkommens an bestimmten ESA-Programmen teil.
Darüber hinaus arbeitet die ESA mit der EU zusammen, um die Programme Galileo und Copernicus zu verwirklichen.

Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen.

Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt.
Sie startet Erdbeobachtungs-, Navigations-, Telekommunikations- und Astronomiesatelliten, schickt Raumsonden in entlegene Regionen des Sonnensystems und beteiligt sich an der bemannten Exploration des Weltraums.

Mehr über die ESA: www.esa.int.

Weitere Informationen:

ESA-Referat Medienbeziehungen
Email: media@esa.int
Tel: +33 (0)1 53 69 72 99



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