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N° 12–2007: Vereinbarung zwischen der ESA und der Europäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs heute unterzeichnet

2 März 2007

Der Exekutivdirektor der Europäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA), Willem de Ruiter, und der Direktor für Erdbeobachtungsprogramme der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), Volker Liebig, haben heute, am 2. März, eine Vereinbarung unterzeichnet, die den Rahmen der Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen bei der Überwachung des Seeverkehrs stärkt.

Die Unterzeichnung erfolgt damit in der letzten Vorbereitungsphase des neuen satellitengestützten Dienstes der EMSA zur Überwachung von Öleinleitungen in europäische Küstengewässer und angrenzende Meere. Dieser Dienst ermöglicht es, mit Hilfe von Satellitenradarbildern mögliche Ölverschmutzungen zu erkennen. Innerhalb von 30 Minuten nach Aufnahme der Bilder ergeht eine Warnmeldung an die Küstenstaaten der EU und an die EMSA. Solche Daten dienen dazu, die Kapazitäten zur Überwachung des Luft- und Seeverkehrs von Mitgliedstaaten mit Zugang zum Meer zu verbessern, um sicherzustellen, dass größere Verschmutzungen erkannt und gemeldet werden.

Die EMSA wird dabei von der ESA in Fragen im Zusammenhang mit der Entwicklung von Weltraumtechnologien für die Überwachung des Seeverkehrs unterstützt. Als operationeller europäischer Langzeitnutzer von Satellitentechnologien wird die EMSA die ESA in Bezug auf die Nutzeranforderungen für neue Weltraumsysteme und -infrastrukturen beraten.

Nach Ansicht von Willem de Ruiter ist „die Vereinbarung mit der ESA für den neuen europäischen Dienst der Agentur zur Überwachung von Ölleckagen sehr wertvoll. Der Erdbeobachtungssatellit ENVISAT der ESA ist ein hochleistungsfähiges Instrument, das es uns ermöglichen wird, den EU-Mitgliedstaaten im Kampf gegen die Meeresverschmutzung durch Schiffe hochwertige Zusatzdienste an die Hand zu geben.“

Die ESA hat in den letzten dreißig Jahren beständig neue Weltraumtechnologien, -systeme und -anwendungen entwickelt und in Nutzertätigkeiten überführt. Sie erkennt die EMSA als einen operationellen europäischen Schlüsselnutzer von Weltraumtechnologien und durch Satelliten gewonnenen Daten an.

Wie Volker Liebig erklärte, „betrachtet die ESA diese Vereinbarung mit der EMSA als einen bedeutsamen Meilenstein bei der operationellen Nutzung der Erdbeobachtungssatellitendaten in Europa“.

Die EG und die ESA entwickeln gemeinsam die Initiative für die Globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung (GMES). GMES zielt darauf ab, Europa nachhaltig zuverlässige und zeitnahe Informationen in Umwelt- und Sicherheitsfragen zur Unterstützung der öffentlichen Entscheidungsträger bereitzustellen.

Die von der ESA koordinierte Verwirklichung der GMES-Weltraumkomponente wird sicherstellen, dass Einrichtungen wie die EMSA einen garantierten langfristigen Zugang zu den Satellitenbeobachtungsdaten haben, die ihren Anforderungen für die Umwelt- und Sicherheitsüberwachung entsprechen. So wird der Satellit Sentinel-1 für die Fortsetzung der bislang durch ENVISAT bereitgestellten Radarüberwachungsdaten sorgen, auf denen der neue Dienst der EMSA beruht.

Die Verfügbarkeit der Erdbeobachtungsprodukte und insbesondere der großflächig erfassenden Quasi-Echtzeit-Radare ist von wesentlicher Bedeutung für die Langzeitbereitstellung der operationellen Seeverkehrsüberwachungsdienste der EMSA. Mit dieser Vereinbarung stellt die ESA ihr starkes Engagement unter Beweis, den Anforderungen der EMSA Rechnung zu tragen, sowohl was den jetzt in Betrieb stehenden ENVISAT/ASAR als auch die Vorbereitung der künftigen SAR-Missionen betrifft.

Der 2002 gestartete Satellit ENVISAT ist der größte Erdbeobachtungssatellit, der je gebaut wurde. An Bord führt er zehn hochentwickelte optische und Radarinstrumente mit, die eine kontinuierliche Überwachung der Landzonen, der Atmosphäre, der Ozeane und der polaren Eiskappen gewährleisten. Die von ihnen zur Erde zurückgesendeten Daten gestatten die Entwicklung einer Reihe betrieblicher und kommerzieller Anwendungen.

Nähere Auskünfte erteilen:

Simonetta Cheli

Head of the Coordination Office

Directorate of Earth Observation Programme

Tel: + 39.06.9418.03.50

Fax: + 39.06.9418.09.52

EMSA Externe Kommunikation

Louis Baumard

Tel.: +351 21 12 09 250

(louis.baumard@emsa.eu.int)

oder

Andrew Stimpson

Tel.: +351 21 12 09 276

(andrew.stimpson@emsa.eu.int)

Weitere Informationen:

Referat Medienbeziehungen
Tel: +33(0)1.53.69.7155
Fax: +33(0)1.53.69.769O



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