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N° 50–2016: Europas Minister machen die ESA fit für eine vereinte Raumfahrt in Europa im Zeitalter der Raumfahrt 4.0

2 Dezember 2016

Heute ging eine zweitägige Ministerratstagung der ESA im schweizerischen Luzern zu Ende, auf der die für Raumfahrt zuständigen Minister der 22 ESA-Mitgliedstaaten und Sloweniens sowie Kanadas Mittel in Höhe von 10,3 Mrd. € für Weltraumtätigkeiten und ‑programme auf der Grundlage des Konzepts einer vereinten Raumfahrt in Europa im Zeitalter der Raumfahrt 4.0 bewilligt haben.

Die hohen Beitragszusagen zeigen einmal mehr, dass die Mitgliedstaaten der ESA die Raumfahrt als strategische und lohnende Investition von außergewöhnlich hohem sozioökonomischem Wert betrachten.

Sie heben ferner die Rolle der ESA als die Weltraumorganisation Europas hervor, die in der Lage ist, durch Tätigkeiten in sämtlichen Bereichen der Raumfahrt – Wissenschaft, bemannte Raumfahrt, Exploration, Trägerraketen, Telekommunikation, Navigation, Erdbeobachtung, Anwendungen (mit einer Kombination aus Weltraum-, Luftfahrt- und terrestrischen Technologien), Betrieb und Technologie – die Investitionen der Mitgliedstaaten gezielt für wirksame Maßnahmen zur Befriedigung regionaler, nationaler und europäischer Bedürfnisse einzusetzen und durch die Zusammenführung aller Anspruchsgruppen auf die Bedürfnisse und Herausforderungen Europas und der Mitgliedstaaten zu reagieren.

Die Minister haben ihr Vertrauen in die Fähigkeit der ESA bekräftigt, den Wandel im europäischen Raumfahrtsektor und innerhalb der ESA selbst zu entwerfen, zu gestalten und zu organisieren und gleichzeitig als globaler Akteur und Vermittler im Zentrum der internationalen Zusammenarbeit in der Raumfahrt in Bereichen von der weit entfernten Exploration, etwa mit dem Konzept einer Mondsiedlung, bis zu der uns räumlich näheren Unterstützung der weltweiten Klimaforschung im Anschluss an die Pariser Übereinkunft von 2015 aufzutreten.

Auf dieser Tagung haben die für Raumfahrt zuständigen Minister der Vision des Generaldirektors für Europa in der Raumfahrt und die Rolle und weitere Entwicklung der ESA ihren Rückhalt gegeben. Damit kann das Zeitalter der Raumfahrt 4.0i mit dem Bekenntnis der ESA zu Information, Innovation, Interaktion und Inspiration beginnen und das auf Kommerzialisierung, Beteiligung, Digitalisierung, Arbeitsplätzen und Wachstum aufbauende Konzept der „vereinten Raumfahrt in Europa“ in Kürze Wirklichkeit werden.

Es wurden folgende Entschließungen angenommen:

Darüber hinaus hat der Rat auf Delegiertenebene auf seiner Tagung am 30. November 2016 eine Entschließung über die Einführung der „Grand Challenge“-Wettbewerbe der ESA angenommen.

Die Entschließungen können auf der ESA-Website eingesehen werden.

Die von den Ministern im Hinblick auf die Erreichung der künftigen Ziele der ESA bewilligten Mittel können wie folgt zusammengefasst werden:

Größtmögliche Einbindung der Raumfahrt in die europäische Gesellschaft und Wirtschaft

Betrag: 2,5 Mrd. €

Förderung eines weltweit wettbewerbsfähigen europäischen Raumfahrtsektors

Betrag: 1,4 Mrd. €

Gewährleistung der Eigenständigkeit Europas hinsichtlich des Zugangs zum Weltraum und seiner Nutzung in einer sicheren und geschützten Umgebung

Betrag: 1,8 Mrd. €

Grundlage: Spitzenkompetenzen in Weltraumwissenschaft und Technologie

Betrag: 4,6 Mrd. €

Diese Beträge können auch auf herkömmlichere Weise den Programmbereichen zugeordnet werden:

 

Programmbereiche

Ministerratstagung 2016 insgesamt

(M€, WB 2016)

 

Erdbeobachtung 1 370 (bis 2025)
Telekommunikation 1 280 (bis 2024)
Navigation 69 (bis 2021)
Exploration 1 452 (bis 2021)
PRODEX (unterstützt
das Wissenschaftliche Programm)
172 (bis 2021)
Raumfahrzeugträger 1 611 (bis 2023)
Weltraumsicherheit 95 (bis 2022)
Technologie 445 (bis 2022)
Wissenschaft, Forschung
und Entwicklung – obliga­torische Tätigkeiten der ESA
3 813 (bis 2021)
Gesamt 10,3 Mrd. €

 

Die obigen Beträge umfassen zusätzliche Beiträge der Mitgliedstaaten zu bereits laufenden fakultativen Programmen, die nicht auf dieser Ministerratstagung zur Zeichnung unterbreitet wurden.

 

Nächste Ratstagung auf Ministerebene

Die Minister haben beschlossen, die nächste Ratstagung auf Ministerebene Ende 2019 unter dem Vorsitz des spanischen Ministers für Wirtschaft, Industrie und Wettbewerbsfähigkeit, Luis de Guindos, in Spanien abzuhalten.

Über die ESA

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europas Tor zum Weltraum, ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und anderswo zugutekommen.

Die ESA hat 22 Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn und das Vereinigte Königreich. Slowenien ist assoziierter Mitgliedstaat.

Außerdem arbeitet die ESA förmlich mit sechs EU-Mitgliedstaaten zusammen.  Im Rahmen eines Kooperationsabkommens nimmt auch Kanada an bestimmten ESA-Programmen teil.

Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen. Des Weiteren arbeitet sie eng mit der EU bei der Verwirklichung der Programme Galileo und Copernicus und mit EUMETSAT bei der Entwicklung von Meteorologiemissionen zusammen.

Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt.

Sie entwickelt und startet Erdbeobachtungs-, Navigations-, Telekommunikations- und Astronomiesatelliten, schickt Raumsonden in entlegene Regionen des Sonnensystems und beteiligt sich an der bemannten Exploration des Weltraums. Außerdem führt sie ein umfangreiches Anwendungsprogramm zur Entwicklung von Erdbeobachtungs-, Navigations- und Telekommunikationsdiensten durch.

Mehr über die ESA: www.esa.int.

Nähere Auskunft erteilt:

ESA-Referat Medienbeziehungen

Tel.: + 33 (0)1 53 69 72 99

E‑Mail: media@esa.int


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