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Das Leben als Astronaut

„Es gibt auf der ISS auch überraschende Momente. Z.B. fallen Bordsysteme nicht immer auf Befehl aus, sondern die tun das irgendwann. Wenn man Glück hat passiert das irgendwann am Tag, wenn man ohnehin am Arbeiten ist, aber leider passiert so etwas auch oft mitten in der Nacht. Das ist dann natürlich schon eine Überraschung, wenn die Alarmsirene losgeht. Das ist dann so ein Moment, in dem man von 0 auf 100 hoch schalten muss. Nicht alle Probleme sind so ernst, dass man sofort etwas tun muss, und es sind meist keine Probleme, die einen völlig unvorbereitet treffen. Eigentlich hat man all diese Situationen schon einmal im Training und in Simulationen kennen gelernt. Das einzig wirklich Überraschende, das während meiner ersten Mission an Bord der Mir-Station stattgefunden hatte, war ein Leck in einem Kühlkreislauf, und dieses Leck zu finden, war eine echte Herausforderung. Denn die Kühlflüssigkeit tropft natürlich nicht herunter, sondern sie verteilt sich an diesen Rohren auf eine sehr große Oberfläche, und man muss dann sehr lange suchen. Wir haben seinerzeit über einen Tag gesucht.“

Thomas Reiter, deutscher Astronaut der europäischen Weltraumorganisation ESA

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