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Das Great Barrier Reef ist Lebensraum für Hunderte Korallenarten

ESA-Satelliten erkennen gefährdete Korallenriffe

26 Mai 2017
Das Great Barrier Reef vor Australien ist von außergewöhnlicher Schönheit. Mit einer Länge von über 2.000 km bietet es Meereslebewesen wie Rochen, Weichtieren, Delfinen, Tropenfischen, Meereschildkröten und mehr als 400 Korallenarten einen Lebensraum. Auf den ersten Blick ähneln Korallen Pflanzen, jedoch handelt es sich um sonderbare Tiere, die sich an Felsen ansiedeln. Da sie sich oft über weite Gebiete erstrecken, sind Korallen ein wichtiger Teil des Ökosystems der Erde.

Schon seit geraumer Zeit beobachten Wissenschaftler anhand von Fotos der Sentinel-2-Satelliten der ESA, wie sich der Korallenbestand im Great Barrier Reef entwickelt. Nun haben sie eine besorgniserregende Entdeckung gemacht: Die grünbraunen Algen, die in den Korallen leben und die die Korallen zum Überleben brauchen, werden geschädigt oder gar zerstört.
An den hellsten Stellen befinden sich ausgeblichene Korallen
Dieser Effekt nennt sich Korallenbleiche und wird durch die globale Klimaerwärmung verursacht. Dabei steigt die Wassertemperatur der Meere auf ein für die Algen unverträgliches Maß. Korallen halten diesen Bleichprozess bis zu sechs Wochen durch. Danach können sie sich entweder erholen oder sterben ab. Letzteres hat dramatische Folgen für die Pflanzen und Tiere, die in den Korallen leben oder sich von ihnen ernähren.

Taucher können den Zustand der Korallen zwar mit eigenen Augen überprüfen, doch das nimmt viel Zeit in Anspruch und ist nur auf kleine Gebiete begrenzt. Mit den Sentinel-2-Satelliten der ESA lassen sich viel größere Bereiche beobachten, sodass die Gesundheit der Korallen viel effizienter überwacht werden kann.

Die Sentinel-Satelliten der ESA beobachten das Great Barrier Reef
Dies ist nicht das erste Mal, dass Satelliten zur Beobachtung von Korallen wie im Great Barrier Reef eingesetzt werden. Die Sentinel-2-Satelliten sind dafür besonders gut geeignet, denn sie fertigen in regelmäßigen Abständen hochauflösende Aufnahmen an, sodass die Forscher schnell erkennen können, wo eine Korallenbleiche einsetzt.

Die ESA entwickelt derzeit ein neues Computerprogramm für die schnelle und genaue Auswertung der Satellitenbilder von Korallenriffen. Je mehr wir über den Bleichprozess erfahren, desto besser können wir die Korallen, diesen unverzichtbaren Teil unseres Ökosystems, bewahren.

Schon gewusst? Forscher fanden im Great Barrier Reef Riesenmuscheln, die älter als 120 Jahre sind!

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