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Luftverschmutzung der Erde aus dem All sichtbar


 
Sentinel-5P befindet sich in einer Erdumlaufbahn
 
 
7 Dezember 2017
 
Der ESA-Satellit Sentinel-5P wurde am 13. Oktober ins All geschickt und durchläuft zurzeit noch die Testphase, um sich auf seine Mission vorzubereiten. Dennoch erfasst er bereits jetzt wichtige Daten, die uns dabei helfen, unseren Planeten besser zu verstehen.
 
Sentinel-5P hat die Aufgabe, die Luftschicht, die die Erde umgibt – unsere Atmosphäre –, zu untersuchen. Die Atmosphäre ist die Luft, die wir atmen. Da sie für das Erdklima eine wesentliche Rolle spielt, ist es wichtig, so viel wie möglich über sie in Erfahrung zu bringen. Sentinel-5P hat die besondere Fähigkeit, Verschmutzungen in der Atmosphäre aufzuspüren. Mit seinen ersten Aufnahmen hat er diese Aufgabe bereits erfüllt.
 
 
   
Die roten Bereiche sind am stärksten mit Stickstoffdioxid belastet
 
Der Satellit hat über Europa große Mengen an Stickstoffoxid-Gasen entdeckt. Stickoxide werden von Autos, Lkw und anderen Fahrzeugen ausgestoßen, sind aber auch ein Nebenprodukt der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle. Sentinel-5P fand besonders hohe Konzentrationen dieses schädlichen Gases über Teilen der Niederlande, dem Ruhrgebiet im Westen Deutschlands, der Po-Ebene in Italien und über Teilen von Spanien.
 
 
 
Rot gekennzeichnet sind die Bereiche mit der höchsten Dichte des Gases
 
 
Kohlenmonoxid ist ein weiteres Gas, das unsere Gesundheit gefährden kann, wenn wir zu viel davon einatmen. Sentinel-5P hat eine Karte mit der weltweiten Verteilung von Kohlenmonoxid in der Atmosphäre erstellt und besonders große Mengen über Teilen von Asien, Afrika und Südamerika gefunden. Die Atmosphäre über den Kraftwerken Indiens ist ebenfalls sehr stark belastet.

Doch wie kann Sentinel-5P all das erkennen? Sein Geheimnis ist ein Hightech-Sensor namens Tropomi. Mittels Tropomi kann Sentinel-5P die weltweite Luftverschmutzung auf einer Karte verzeichnen. Wenn wir erst einmal das Ausmaß der Verschmutzung kennen, lassen sich besser Lösungen finden, um unsere Luft rein zu halten.

Stefan Dech ist der Direktor des DFD, einem Teil des Earth Observation Centers des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Er freut sich über die bisherigen Errungenschaften von Sentinel-5P: „Diese ersten Bilder sind erstaunlich, besonders wenn man bedenkt, dass sich der Satellit noch in der frühen Phase der Inbetriebnahme befindet. Vom Tropomi-Instrument haben wir uns Bilder von Luftschadstoffen in besserer Auflösung denn je versprochen und wurden nicht enttäuscht.“

Was meint ihr, wie ist die Luftqualität dort, wo ihr lebt? Würde Sentinel-5P feststellen, dass die Luft bei euch rein ist oder würde er Schadstoffe finden?

Schon gewusst? Innerhalb von 24 Stunden kann Sentinel-5P die gesamte Erde auf Luftverschmutzung untersuchen.
 
 


Mehr Information

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