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N° 51–2015: ESA-Astronaut Tim Peake für sechs Monate an Bord der Internationalen Raumstation

15 Dezember 2015

Der ESA-Astronaut Tim Peake, der NASA-Astronaut Tim Kopra und der russische Kosmonaut und Kommandant Juri Malentschenko haben heute sechs Stunden nach ihrem Start um 12:03 Uhr GMT die Internationale Raumstation erreicht.

Ihre Sojus TMA-19M dockte um 17.33 Uhr GMT an der Raumstation an und nach Abschluss der Überprüfung der Luftdichte der Verbindung zwischen der sieben Tonnen schweren Sojus und der 400 Tonnen schweren Raumstation öffneten die Astronauten die Luke um 19.58 Uhr GMT.

An Bord wurden sie von den russischen Kosmonauten Mikhail Kornienko und Sergei Volkov sowie dem NASA-Astronauten Scott Kelly in Empfang genommen

Damit beginnt Peakes sechsmonatige Mission Principia, der Höhepunkt seines sechs Jahre langen Trainings seit seiner Aufnahme in das europäische Astronautenkorps im Jahr 2009. 

Im Rahmen seiner Mission wird Peake an zahlreichen Experimenten für Forscher auf der Erde arbeiten, während er mit einer Geschwindigkeit von 28 800 km/h um die Erde kreist. Schlaglichter seines Wissenschaftsprogramms sind unter anderem die Züchtung von Kristallen und Blutgefäßen im All, die Simulation von Atomstrukturen und die Kartierung von Bereichen des Gehirns bei ihrer Anpassung an Stresssituationen.

Zudem wird in Zusammenarbeit mit der britischen Raumfahrtagentur ein umfangreiches Bildungsprogramm mit EDV-Programmierung, Fitnessprogrammen und Unterricht aus dem All aufgelegt, bei dem Peake als Lehrer fungiert und das Schüler und Studenten inspirieren und aktiv einbeziehen soll.

Tim Peake ist der dritte ESA-Astronaut, der in diesem Jahr zur ISS aufbricht. Samantha Cristoforetti beschloss ihre 199tägige Rekordmission im Juni, Andreas Mogensen absolvierte einen arbeitsreichen zehntägigen Flug im September.

Peake, Kopra und Malentschenko haben nun einige Tage Zeit, um sich auf der Raumstation einzuleben und an ihre Arbeit in der Schwerelosigkeit zu gewöhnen, bevor sie mit ihrem Programm von 40 Wochenstunden zur Durchführung von Experimenten und der Instandhaltung der Station beginnen. Sie befinden sich in guter Gesellschaft: Scott Kelly und Mikhail Kornienko leben im Rahmen ihres Langzeitaufenthaltes zur Untersuchung, wie sich der menschliche Körper an längere Missionen anpasst, seit März und somit bereits seit über 300 Tagen an Bord der ISS.

Verfolgen Sie Peakes Mission Principia im Internet unter timpeake.esa.int.

 

Erste Pressekonferenz

Am 18. Dezember findet im Europäischen Astronautenzentrum, dem Stützpunkt aller ESA-Astronauten, eine Pressekonferenz mit Tim Peake statt, die über http://www.livestream.com/ESA live übertragen wird. Fragen können ausschließlich von Journalisten vor Ort gestellt warden.

Über die ESA

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europas Tor zum Weltraum, ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und anderswo zugutekommen.

Die ESA hat 22 Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn und das Vereinigte Königreich. Davon sind 20 auch Mitgliedstaaten der EU.

Die ESA arbeitet förmlich mit sieben anderen EU-Mitgliedstaaten zusammen. Auch Kanada nimmt im Rahmen eines Kooperationsabkommens an bestimmten ESA-Programmen teil.

Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen. Des Weiteren arbeitet sie eng mit der EU zusammen, um die Programme Galileo und Copernicus zu verwirklichen.

Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt.

Sie entwickelt und startet Erdbeobachtungs-, Navigations-, Telekommunikations- und Astronomiesatelliten, schickt Raumsonden in entlegene Regionen des Sonnensystems und beteiligt sich an der bemannten Exploration des Weltraums.

Mehr über die ESA: www.esa.int.

 

Nähere Auskunft erteilt:

ESA-Referat Medienbeziehungen

Tel.: +33 (0)1 53 69 72 99

E-Mail: media@esa.int


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