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N° 49–2015: Einladung zur jährlichen Presseveranstaltung des ESA-Generaldirektors und Informationsveranstaltung über das EDRS

14 Dezember 2015

Der Generaldirektor der ESA, Jan Wörner, lädt die Medien am Freitag, den 15. Januar ein, um eine Zusammenfassung der Leistungen der ESA im Jahr 2015 und der sich im Jahr 2016 bietenden Gelegenheiten zu präsentieren. Die Veranstaltung findet in der ESA-Hauptverwaltung statt. Im Anschluss werden Hintergrundinformationen zum Europäischen Datenrelaissatellitensystem (EDRS) bereitgestellt (siehe ESA PR 50-2015).

Der Generaldirektor wird über ein weiteres für die ESA in allen Bereichen der Raumfahrt glanzvolles Jahr berichten, das von den Errungenschaften der europäischen Weltraumtätigkeiten im entfernten Sonnensystem sowie hier auf der Erde zeugt.

Auf dem Gebiet der Wissenschaft werden voraussichtlich zwei Missionen in den fernen Weltraum die Schlagzeilen beherrschen.

Die Rosetta-Mission, die sich gegenwärtig zwischen Mars und Jupiter befindet, und ihr Landegerät Philae haben in den letzten zwei Jahren die Fantasie der ganzen Welt beflügelt. 2016 wird die Mission mit weiteren wissenschaftlichen Entdeckungen aufwarten, bevor sie mit dem Abstieg des Rosetta-Orbiters zur Oberfläche des Kometen Tschurjumow-Gerassimenko ein symbolisches Ende finden wird.

ExoMars, ein Gemeinschaftsvorhaben der ESA und der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos, wird Europa mit der Exploration der Marsoberfläche vor Ort anstatt ihrer Beobachtung aus der Ferne in eine neue Ära führen. Die erste ExoMars-Mission, die im März 2016 gestartet werden und im Oktober 2016 landen soll, umfasst einen Spurengasorbiter, mit dem versucht wird, die biologischen bzw. geologischen Ursprünge wichtiger Spurengase auf dem Mars zu entschlüsseln, und ein Eintritts-, Abstiegs- und Landedemonstrationsmodul (EDM), mit dem wichtige, für die 2018 vorgesehene und künftige Marsmissionen notwendige Landungstechnologien erprobt werden.

Der Jahresbeginn wird sehr viel näher an der Erde mit dem Start der ersten Nutzlast (EDRS-A) des europäischen Datenrelaissatellitensystems, einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen der ESA und Airbus Defence & Space, im Januar eingeläutet. Das EDRS, mit dessen Hilfe Daten von Satelliten in der nicht-geostationären Umlaufbahn weitergeleitet werden, wird die Übertragungsgeschwindigkeit drastisch erhöhen und somit weltweit die Bereitstellung von Diensten in Quasi-Echtzeit ermöglichen.

Im letzten Quartal 2016 wird SmallGEO, eine weitere öffentlich-private Partnerschaft auf dem Gebiet der Telekommunikation im geostationären Orbit, gestartet. Bei SmallGEO handelt es sich um eine modulare geostationäre Mehrzweckplattform, mit der die europäische Industrie die Gelegenheit bekommt, eine bedeutende Rolle auf dem kommerziellen Telekommunikationsmarkt zu übernehmen. SmallGEO wird hauptsächlich für den Hispasat-Satelliten AG1 eingesetzt, einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen der ESA und dem spanischen Betreiber, durch die schnellere Multimediadienste für Spanien, Portugal, die Kanarischen Inseln und Amerika bereitgestellt werden.

Die enge Partnerschaft der ESA mit der EU schlägt sich in mehreren Starts im Jahresverlauf nieder. So werden im Oktober erstmalig an Bord einer Ariane-5 die nächsten vier Galileo-Satelliten gestartet, womit die Zahl der Navigationssatelliten in der Umlaufbahn auf 16 angehoben wird und die ersten Dienste bereitgestellt werden können.

Für das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus, einer Gemeinschaftsinitiative der ESA und der Europäischen Kommission, werden ebenfalls mehrere Satelliten gestartet. Sentinel-3A, dessen Start für Januar geplant ist, dient der Messung der Meeresoberflächentopographie, der Meeres- und Landoberflächentemperatur und der Farbe der Ozean- und Landoberflächen zur Unterstützung von Ozeanvorhersagesystemen sowie zur Umwelt- und Klimaüberwachung.

Sentinel‑5P, der im Mai oder Juni gestartet werden soll, wird die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre, insbesondere Ozon, Stickstoffdioxid, Schwefeldioxid, Methan, Kohlenmonoxid und Aerosole, in hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung messen und die für die Erforschung der Variabilität der Troposphäre erforderliche Frequenz wolkenfreier Beobachtungen erhöhen.

Zudem wird 2016 jeweils der zweite von zwei Paar Copernicus-Satelliten in die Umlaufbahn eingebracht. Mit Sentinel‑1B (Start im April) und Sentinel‑2B (Start Ende des Jahres) wird Europa dank des hochentwickelten Radars und der hochauflösenden Multispektralkamera im Orbit über eine optimale Erfassung und Datenübertragung verfügen.

In der erdnahen Umlaufbahn werden auf der Internationalen Raumstation weitere wissenschaftliche Experimente durchgeführt und es werden zwei ESA-Astronauten einen Aufenthalt an Bord absolvieren. Der britische ESA-Astronaut Tim Peake arbeitet bereits vor Ort und wird im Juni auf die Erde zurückkehren. Der französische ESA-Astronaut Thomas Pesquet wird im November zu einem sechsmonatigen Langzeitflug aufbrechen.

Europas Raumflughafen in Französisch-Guayana wird mit dem Einsatz der Träger Ariane-5, Sojus und Vega für kommerzielle und öffentliche Kunden auch 2016 wieder eine hohe Startrate vorzuweisen haben. Der Startkomplex für die Ariane-6 soll direkt nördlich der Startanlage der Ariane-5 entstehen.

Die Medien können sich zudem auf mehrere Veranstaltungen im Jahresverlauf freuen. Das ESA-Symposium „Lebender Planet“ in Prag verspricht mit über 2 700 eingereichten Kurzreferaten die größte Erdbeobachtungsveranstaltung weltweit zu werden. Ferner wird die ESA wie immer auf den Luftfahrtmessen in Berlin (ILA) und im Vereinigten Königreich (Farnborough) vertreten sein.

Den Höhepunkt des Jahres wird die ESA-Ratstagung auf Ministerebene im Dezember bilden, die dieses Mal im schweizerischen Luzern ausgerichtet und laufenden und neuen ESA-Programmen neuen Antrieb verleihen wird.

Nähere Auskünfte

Nähere Informationen zu Daten und Tätigkeiten sind dem von der Kommunikationsabteilung der ESA regelmäßig aktualisierten Veranstaltungskalender und der Liste mit den offiziellen Daten anstehender Starts in der Medienrubrik der ESA-Website (http://www.esa.int/For_Media) zu entnehmen.

Die Pressekonferenz wird unter www.esa.int live per Streaming übertragen, Fragen der Öffentlichkeit können während der Veranstaltung per Twitter unter dem Hashtag #askESADG oder an @janwoerner gestellt werden.

 

Programm

08.30 Uhr         Einlass

09.00 Uhr         Pressekonferenz des Generaldirektors, im Anschluss Gelegenheiten für Interviews

11.00 Uhr         Ende der Veranstaltung

11.30 Uhr         Beginn der Veranstaltung zum EDRS (siehe ESA PR 51-2015)

Teilnahme

Die Veranstaltung findet in der ESA-Hauptverwaltung, 8 rue Mario Nikis, 75015 Paris statt. An einer Teilnahme interessierte Medienvertreter werden gebeten, sich unter der Adresse http://bit.ly/1TYaLxp anzumelden.

Über die ESA

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europas Tor zum Weltraum, ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und anderswo zugutekommen.

Die ESA hat 22 Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn und das Vereinigte Königreich. Davon sind 20 auch Mitgliedstaaten der EU.

Die ESA arbeitet förmlich mit sieben anderen EU-Mitgliedstaaten zusammen. Auch Kanada nimmt im Rahmen eines Kooperationsabkommens an bestimmten ESA-Programmen teil.

Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen. Des Weiteren arbeitet sie eng mit der EU zusammen, um die Programme Galileo und Copernicus zu verwirklichen 

Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt.

Sie entwickelt und startet Erdbeobachtungs-, Navigations-, Telekommunikations- und Astronomiesatelliten, schickt Raumsonden in entlegene Regionen des Sonnensystems und beteiligt sich an der bemannten Exploration des Weltraums.

Mehr über die ESA: www.esa.int.

 

Nähere Auskunft erteilt:

 

ESA-Referat Medienbeziehungen

Tel.: +33 (0)1 53 69 72 99

E-Mail: media@esa.int


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