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N° 25–2014: Galileo-Errichtungsphase nun im Gange

22 August 2014

Die Galileo-Satelliten 5 und 6 wurden heute erfolgreich auf ihre Umlaufbahn gebracht. Damit hat eine neue Phase des europäischen Satellitennavigationsprogramms begonnen, in der eine Reihe weiterer Starts in kurzen Abständen bis zum Abschluss der Errichtung der vollständigen Konstellation vorgesehen ist.

Die Sojus-Trägerrakete mit den beiden Satelliten hob um 14.27 Uhr MESZ (9.27 Uhr Ortszeit) vom CSG, Europas Raumflughafen in Französisch-Guayana, ab. Sämtliche Stufen der Sojus arbeiteten einwandfrei, und die Fregat-Oberstufe setzte die Satelliten 3 Stunden und 47 Minuten nach dem Start auf ihrer Zielbahn in knapp 23 500 km Höhe aus.

Im Anschluss an von der ESA und der französischen Raumfahrtagentur CNES gemeinsam durchgeführte erste Tests werden die Satelliten für weitere Tests im Hinblick auf ihre Einsatzerprobung im Herbst an das Galileo-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen und die Anlage für orbitale Tests im belgischen Redu übergeben.

Nach der erfolgreichen Qualifizierung des Systems während der Phase der orbitalen Validierung (IOV) mit vier zwischen 2011 und 2012 gestarteten Satelliten werden die Galileo-Satelliten paarweise gefertigt und startbereit gemacht.

Die Errichtung der Konstellation wird nun mit dem Start von sechs bis acht Satelliten pro Jahr mit Sojus- bzw. Ariane-Trägern vom CSG aus Fahrt aufnehmen. Parallel dazu werden die verbleibenden Komponenten des Bodennetzes fertiggestellt.

Die endgültige Konstellation wird aus 24 Satelliten bestehen, die 2017 voll einsatzbereit sein sollen. Hinzu kommen sechs Reservesatelliten im Orbit.

Über Galileo

Galileo, Europas eigenes globales Satellitennavigationssystem, wird aus 30 Satelliten und der damit verbundenen Bodeninfrastruktur bestehen.

Die Definitions- und die Entwicklungsphase sowie die Phase der orbitalen Validierung (IOV) des Galileo-Programms wurden von der ESA durchgeführt und von ihr und der Europäischen Kommission gemeinsam finanziert. Sie führten zu einer Mini-Konstellation von vier Satelliten und einem reduzierten Bodensegment für die Validierung des Gesamtkonzepts.

Die vier während der IOV-Phase gestarteten Satelliten bilden den Kern der Konstellation, die anschließend bis zum Erreichen der vollen Einsatzkapazität (FOC) ausgebaut wird.

Die FOC-Phase wird voll von der Europäischen Kommission finanziert. Die Kommission und die ESA haben eine Übertragungsvereinbarung unterzeichnet, gemäß der die ESA im Auftrag der Kommission als die für den Entwurf und die Beschaffung verantwortliche Stelle handelt.

Mehr über Galileo: http://www.esa.int/Our_Activities/Navigation

Über die ESA

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europas Tor zum Weltraum, ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und anderswo zugutekommen.

Die ESA hat 20 Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich. Davon sind 18 auch Mitgliedstaaten der EU.

Im Rahmen von Kooperationsabkommen unterhält die ESA Beziehungen zu acht anderen EU-Mitgliedstaaten. Auch Kanada nimmt im Rahmen eines Kooperationsabkommens an bestimmten ESA-Programmen teil.

Darüber hinaus arbeitet die ESA mit der EU zusammen, um die Programme Galileo und Copernicus zu verwirklichen.

Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen.

Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt.

Sie startet Erdbeobachtungs-, Navigations-, Telekommunikations- und Astronomiesatelliten, schickt Raumsonden in entlegene Regionen des Sonnensystems und beteiligt sich an der bemannten Exploration des Weltraums.

Weitere Informationen:

ESA-Referat Medienbeziehungen
Email: media@esa.int
Tel: +33 (0)1 53 69 72 99



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