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N° 33–2015: ESA-Astronaut Andreas Mogensen tritt eine arbeitsreiche Mission auf der Internationalen Raumstation an

3 September 2015

Der ESA-Astronaut Andreas Mogensen ist heute zusammen mit dem Sojus-Kommandanten Sergej Wolkow und dem kasachischen Kosmonauten Aidyn Aimbetow nach einem zweitägigen Flug an der Internationalen Raumstation (ISS) angekommen. Gestartet worden war die Sojus TMA-18M am 2. September um 6.37 Uhr MESZ (10.37 Uhr Ortszeit) vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan aus.

Nachdem die Sojus-Kapsel die Erde zwei Tage lang umrundet hatte, konnte das Raumfahrzeug heute Morgen um 9.39 Uhr MESZ an der ISS andocken. Die automatische Anflugsequenz wurde ca. zwei Stunden vor dem geplanten Andocken aktiviert, wobei die Mannschaft auch jederzeit manuell eingreifen kann, sollte dies notwendig werden. Nach dem Öffnen der Luke um 12.15 Uhr MESZ konnte das Astronautentrio von den sechs bereits auf der ISS tätigen Astronauten begrüßt werden. Damit befinden sich nun zum ersten Mal seit 2013 wieder neun Astronauten an Bord der Raumstation.

Während seiner zehntägigen Weltraummission „Iriss“ wird Andreas Mogensen neue Technologien testen und Betriebsabläufe verbessern. Zu seinen Aufgaben gehört die Erprobung einer neuen, der Natur nachempfundenen Membran zur Wasserreinigung, einer Spezialbrille für eine bequemere Übertragung von Anweisungen bei komplexen Prozessen, eines besonders eng anliegenden Anzugs zur Vorbeugung von bei Astronauten häufig auftretenden Rückenschmerzen sowie der Fernsteuerung von drei auf der Erde befindlichen Rovern als Vorbereitung für Missionen zu weiter entfernten Himmelskörpern unseres Sonnensystems.

Entwurf, Planung und Durchführung der Mission „Iriss“ stehen unter Leitung der ESA. Der Missionsbetrieb wird vom Columbus-Kontrollzentrum auf dem DLR-Gelände im bayrischen Oberpfaffenhofen aus rund um die Uhr überwacht. Für alle von Mogensen durchgeführten Experimente werden das europäische Weltraumlabor Columbus oder die in Europa gebaute Beobachtungskuppel mit ihren Panoramafenstern genutzt.

Sojus-Kommandant Sergej Wolkow wird noch weitere fünf Monate auf der ISS verbringen, während Mogensen und Aimbetow mit dem Kosmonauten Gennadij Padalka in der Sojus-Kapsel TMA-16M wieder zur Erde zurückkehren werden. Der Taxiflug von Wolkow, Mogensen und Aimbetow dient dem Austausch der Sojus-Kapseln während der 11-monatigen Langzeitmissionen des NASA-Astronauten Scott Kelly und des Kosmonauten Michail Kornijenko, da die Sojus-Rettungsfahrzeuge nur für einen Weltraumaufenthalt von jeweils etwa sechs Monaten ausgelegt sind.

Mogensen kommt beim Austausch der Raumkapseln eine wichtige Rolle zu, da er die jeweiligen Sojus-Kommandanten in seiner Funktion als Flugingenieur oder stellvertretender Kommandant unterstützt.

Die ESA wird auf dem Missionsblog und auf Twitter regelmäßig aktuelle, direkt vom Missionskontrollzentrum kommende Meldungen zu Mogensens Arbeiten veröffentlichen.

Der Rückflug zur Erde ist auf den 12. September angesetzt. Nach der Landung in der kasachischen Steppe wird Mogensen zur Nachuntersuchung in das Europäische Astronautenzentrum (EAC) in Köln gebracht.

Links für weitere Informationen:

http://blogs.esa.int/iriss

https://twitter.com/Astro_andreas

https://twitter.com/esaoperations

https://www.esa.int/iriss

www.facebook.com/ESAAndreasMogensen

Über die ESA

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europas Tor zum Weltraum, ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und anderswo zugutekommen.Die ESA hat 20 Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich. Davon sind 18 auch Mitgliedstaaten der EU. Zwei weitere EU-Mitgliedstaaten, Estland und Ungarn, haben Abkommen über ihren Beitritt zum ESA-Übereinkommen unterzeichnet und werden nach deren Ratifizierung in Kürze 21. bzw. 22. Mitgliedstaat der ESA sein.

Die ESA arbeitet förmlich mit sieben anderen EU-Mitgliedstaaten zusammen. Auch Kanada nimmt im Rahmen eines Kooperationsabkommens an bestimmten ESA-Programmen teil.

Darüber hinaus arbeitet die ESA mit der EU zusammen, um die Programme Galileo und Copernicus zu verwirklichen.

Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen.

Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt.

Sie entwickelt und startet Erdbeobachtungs-, Navigations-, Telekommunikations- und Astronomiesatelliten, schickt Raumsonden in entlegene Regionen des Sonnensystems und beteiligt sich an der bemannten Exploration des Weltraums.

Mehr über die ESA: www.esa.int.

 

Nähere Auskunft erteilt:

ESA-Referat Medienbeziehungen

Tel.: +33 (0)1 53 69 72 99

E-Mail: media@esa.int