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Seit dem 1. Juli 2014 saß Harald Posch dem ESA-Rat vor
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Amtierender ESA-Ratsvorsitzender Harald Posch verstorben

24/05/2015 1336 views 16 likes
ESA / Space in Member States / Germany

Mit Bestürzung und tiefer Trauer geben wir das Ableben des Vorsitzenden des ESA-Rates, Harald Posch, am Donnerstag, den 21. Mai in Wiener Neustadt (Österreich) bekannt. Posch wurde 60 Jahre alt.

Sein Tod schlägt eine große Lücke und ist ein immenser Verlust für seine Angehörigen, unsere Organisation und die europäische Raumfahrt insgesamt. Sein Beitrag zu den europäischen Anstrengungen in der Raumfahrt kann nicht ausreichend hervorgehoben werden. Er hat der ESA, der europäischen Raumfahrt und natürlich seinem Geburtsland Österreich große Dienste erwiesen, und wir werden ihn schmerzlich vermissen.

Poschs Laufbahn in der Raumfahrt erstreckte sich über mehr als drei Jahrzehnte, zunächst in der Industrie bei Austrian Aerospace und der Österreichischen Raumfahrt- und Systemtechnik GmbH und anschließend im öffentlichen Dienst.
Seit 2005 stand er an der Spitze der Agentur für Luft- und Raumfahrt der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

In dieser Funktion war er von besonderem Einfluss bei der Gestaltung des Engagements Österreichs in der Raumfahrt und vertrat sein Land in internationalen Gremien und Organisationen. An der Ansiedlung des Europäischen Instituts für Weltraumpolitik (ESPI) in Wien wirkte er ebenfalls in entscheidendem Umfang mit und diente seit Gründung des Instituts als Vorsitzender von dessen Generalversammlung.

Auch in der ESA hatte Posch bedeutende Ämter inne: Er war insbesondere Vorsitzender des Ausschusses für Industriepolitik (IPC) und seit 1. Juli 2014 Ratsvorsitzender. In dieser letzten Funktion spielte er bei der Vorbereitung der letztjährigen Ministerratstagung in Luxemburg eine maßgebliche Rolle.

ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain kommentierte die traurige Nachricht mit folgenden Worten: "Die ESA trauert einmal mehr um einen lieben Freund, einen warmherzigen, engagierten, für seine Integrität bekannten Menschen, der allen, die ihn kannten, ein Beispiel war. Harald hatte die Fähigkeit, die Beratungen in verschiedenen Delegiertengremien der ESA wie dem Ausschuss für Industriepolitik und dem Rat entschlossen, aber stets mit einem Lächeln und auf ausgewogene Art und Weise zu lenken. Es war uns eine Ehre, an seiner Seite zu arbeiten, und wir sind dankbar für seinen immensen Beitrag zu dieser Organisation und zur europäischen Raumfahrt allgemein. Unsere Gedanken in diesen traurigen Momenten sind selbstverständlich bei seiner Familie."

Nähere Auskunft erteilt:

ESA-Referat Medienbeziehungen

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Tel.: + 33 (0)1 53 69 72 99