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| N° 55-2003: Hubble leistet Hilfestellung für Kometenmission Rosetta 5 September 2003 NICHT VERÖFFENTLICHEN VOR 21.00 UHR MESZ! Die Ergebnisse von Messungen mit dem Hubble-Weltraumteleskop der NASA/ESA spielen eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung der ambitiösen ESA-Mission Rosetta für ihr neues Ziel, den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko. Hubble lieferte genaue Angaben über die Größe, Form und Rotationszeit des Kometen, die für Rosetta dringend benötigt werden - schließlich soll sie einen Kometen anfliegen, ihn umkreisen und ein Landegerät auf ihm absetzen, was bisher noch nie versucht wurde und bedeutende Erkenntnisse über den Ursprung des Sonnensystems verspricht.
Die Missionswissenschaftler zogen den neuen Zielkometen in Betracht, als der Start von Rosetta verschoben wurde. Wegen der Verzögerung war der ursprüngliche Zielkomet, 46P/Wirtanen, nicht mehr wie geplant erreichbar. Andererseits verfügten die Wissenschaftler noch nicht über genug Informationen für den statt dessen in Betracht gezogenen Kometen 67P/C-G und wünschten Daten aus Beobachtungen der größten Teleskope. Mit einer Technik, die im letzten Jahrzehnt von Lamy sowie Imre Toth (Observatorium Konkoly, Ungarn) und Harold Weaver (Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins-Universität in Laurel, USA) entwickelt worden war, machte das Team am 11. und 12. März 2003 über einen Zeitraum von 21 Stunden insgesamt 61 Hubble-Aufnahmen des Kometen 67P/C-G. Die Weitwinkel-Planetenkamera Nr.2 des Hubble-Teleskops schälte den Kometenkern aus der Koma, der ihn umgebenden Gashülle, heraus und lieferte rasch die ersehnten Informationen. Das Teleskop ließ erkennen, daß der Kern ellipsenförmig ist und seine Rotationsdauer rund 12 Stunden beträgt. Der Start von Rosetta ist gegenwärtig für Februar 2004 und sein Rendezvous mit dem Kometen etwa 10 Jahre später geplant. *** Hinweise für die Redakteure: Das erwähnte Team setzt sich aus P.L. Lamy und L. Jorda (Laboratoire d’Astronomie Spatiale, Frankreich), I. Toth (Observatorium Konkoly, Ungarn) und H.A. Weaver (Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins-Universität) zusammen. Die Filmsimulation der Hubble-Ergebnisse wird von Mikko Kaasalainen (Universität Helsinki, Finnland) und Pedro Gutierrez (Laboratoire d’Astronomie Spatiale, Frankreich) bereitgestellt. Die Beobachtungen wurden durch ein vom Direktor des Space Telescope Science Institute, S. Beckwith, genehmigtes Sonderprogramm ermöglicht. Nähere Auskunft erteilen: Philippe Lamy Laboratoire d’Astronomie Spatiale, Frankreich Handy: +33-630-14-92-33 E-Mail: lamy@astrsp-mrs.fr Lars Lindberg Christensen Hubble-Informationszentrum der Europäischen Weltraumorganisation, Garching, Deutschland Tel.: +49-89-3200-6306 (089 in Deutschland) Handy (24 h): +49-173-3872-621 (0173 in Deutschland) E-Mail: lars@eso.org Ray Villard Space Telescope Science Institute, Baltimore, MD, USA Tel.: +1-410-338-4514 E-Mail: villard@stsci.edu Michael Buckley Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory, Laurel, MD, USA Tel.: +1-443-778-7536 E-Mail: michael.buckley@jhuapl.edu
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