ESAESA Lokale Nachrichten Deutschland
   
Über ESA
ESA Fakten und ZahlenHäufige Fragen
ESA in Deutschland
ESOC DarmstadtEAC Köln
ESA-Zentren in Europa
HeadquartersESTECESRINESACEurope's Spaceport
Multimedia
Online VideoarchivMultimedia GallerySatellitenbilder
Pressecenter
Pressemitteilungen
Mehr zum Thema Weltraum
AstronautenPartner in der Raumfahrt in DeutschlandLinks
ESA im Web
ESA bei Twitter ESA bei Livestream ESA bei Flickr ESA auf YouTube
Dienste
KalenderAnmelden
 
 
 
Bookmark and Share
 
 
 
 
 
printer friendly page
Der Komet Halley nähert sich der Sonne
Dem Sonnentod entgegen
 
Gelingen Landung und Datenübertragung, beginnt der letzte spannende Akt. Er könnte, wenn alles klappt, über zwölf Monate bis Dezember 2015 gehen. Während Rosetta beständig Tschurjumow-Gerassimenko umrundet, nähert sich das Dreiergespann – Orbiter, Lander und Komet – auf seiner Bahn immer weiter der Sonne.
 
Die größte Annäherung an die Sonne, das so genannte Perihelion erreicht das Trio im August 2015. Die Entfernung zwischen ihm und unserem Licht- und Wärmespender beträgt dann 1,29 Astronomische Einheiten (AU) oder etwa 200 Millionen Kilometer. Das scheint in menschlichen Maßstäben viel, ist aber in kosmischen Dimensionen nur ein kleiner „Hüpfer“.

Je näher der Komet der Sonne kommt, desto mehr erwacht er aus seiner Eis-Starre. Die zunehmende Sonneneinstrahlung löst Gase und Partikel aus dem Kometen, die durch den Sonnenwind nach hinten abgelenkt werden und einen immer größer werdenden Schweif bilden. All diese Veränderungen werden live zur Erde übertragen.

Noch ist nicht bekannt, wie viel Gas und Staub der kleine Himmelskörper diesmal verlieren wird. Beobachtungen bei seiner Erscheinung in den Jahren 1982/83 ergaben, dass der Gas- und Staubverlust 220 kg/s betrug, während es bei der Beobachtungsperiode 2002/03 lediglich 60 kg/s waren. Noch kann auch nicht vorhergesagt werden, wie lange diese für den Kometen verlustreichen Aktivitäten andauern werden. 2002/03 konnte der Schweif mit dem ausgestoßenen Material noch über sieben Monate nach der größten Annäherung an die Sonne beobachtet werden.

Tschurjumow-Gerassimenko wird sich nach 2015 auf seiner Umlaufbahn um die Sonne von dieser wieder weit entfernen, bis er den größten Abstand, das Aphelion erreicht. An diesem Punkt wird er dann rund 860 Millionen Kilometer (5,74 AU) von der Sonne entfernt sein. Und in 6,57 Jahren hat der 1969 von Klim Tschurjumow und Swetlana Gerassimenko entdeckte Komet unser Zentralgestirn einmal umrundet und sich wieder dem Perihelion genähert.

Gleichwohl, das Schicksal des Landers ist vorprogrammiert. Entweder wird Philae durch das Ausblasen und Wegbrechen der Oberfläche in den Schweif mitgerissen oder er erleidet den Wärmetod, wenn die gegen die anfängliche Kälte isolierte Elektronik überhitzt wird. <> Auch wenn alles optimal verlaufen sollte: Nach 2015 werden wir von Philae keine Informationen mehr bekommen. Rosettas Schicksal ist derzeit noch nicht absehbar. Abhängig vom Zustand der Sonde und dem verbleibenden Treibstoff sind verschiedene Szenarien denkbar, u.a. eine Verlängerung der Mission oder aber der kontrollierte Absturz auf dem Kometen. Bevor aber die letzte Seite des ehrgeizigen Drehbuches aufgeschlagen wird, lauern noch viele Unwägbarkeiten auf Europas Kometenjäger.  
 

 
 
Hintergrundartikel
Rosetta: Europa auf Kometenjagd (Web Special)Von Giotto zu Rosetta und PhilaeKometen: Die aus der Kälte kommenZeugung aus dem All?Kosmisches Billard: Mit der Schwungkraft planetarer SchwerkraftfelderRosettas Tankstationen„Swinging“ Rosetta: Im Fokus Erde und MondKurzbesuch bei AsteroidenAsteroiden – Bauschutt des SonnensystemsSteins: Ein Diamant unter Rosettas LupeNächste Station: LutetiaLandung auf einem SchneeballRosettas Nervenzentrum: Das ESOC-Kontrollzentrum in DarmstadtForschungsinstrumente auf dem Rosetta-OrbiterForschungsinstrumente auf dem Rosetta-Lander PhilaeDie Rosetta-Kometenmission mit dem Lander Philae
Links zum Thema
ESA Rosetta SpecialESA Science - RosettaESA Science and Technology - RosettaDLR Rosetta SpecialMPG-Seite zu RosettaAstrium
 
 
 
   Copyright 2000 - 2012 © European Space Agency. All rights reserved.