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Mit Deep Impact in das Herz eines Kometen – Europa ist dabei
Die am 12. Januar dieses Jahres gestartete NASA-Mission „Deep Impact“ wird am 4. Juli 2005 um 7.52 MESZ das Innere eines Kometen ins Visier nehmen: Durch den Aufprall eines Projektils soll sie einen Krater in den Himmelskörper sprengen, der der unmittelbar darauf vorbeifliegenden Muttersonde Einblicke in die inneren Strukturen des Kometen liefern dürfte. Damit werden zum ersten Mal die Oberflächenschichten und das Innere eines Kometen analysiert. Da sich die im Kern des Kometen befindliche Materie in einem noch völlig ursprünglichen Zustand befindet, können somit neue Rückschlüsse auf die Entstehungsphase unseres Sonnensystems gezogen werden. Die Mission ist sozusagen ein Vorläufer für die ESA-Kometenmission Rosetta, mit der die delikatere Aufgabe der Umkreisung eines Kometen sowie einer anschließenden Landung auf ihm bewältigt werden soll. Der Durchmesser des Aufprallkraters könnte zwischen der Größe eines Hauses und eines Fußballstadions schwanken, und auch seine Tiefe ist noch nicht abzusehen. Durch das Wegsprengen von Eis- und Staubteilen wird der Blick auf die darunterliegenden, unberührten Materieschichten frei. Die reflektierenden Sonnenstrahlen erhellen die aufgewirbelte Materie zunächst, bis sich die Trümmer im Weltraum zerstreuen oder wieder auf den Kometen zurückfallen. Die packenden Bilder kurz vor dem Aufschlag des Sondenprojektils und möglicherweise auch des Aufschlags selbst sowie des Einschlagkraters werden von beiden Raumfahrzeugen beinahe in Echtzeit zurück zur Erde gesandt.
Mehrere Observatorien im Orbit sowie zahllose Sternwarten auf der Erde werden in einer beispiellosen gemeinsamen, weltumspannenden Beobachtungsaktion soviel zusätzliche Daten und Informationen wie möglich über dieses Ereignis sammeln.
Die ESA wird den Aufschlag sowohl mit ihrer Kometensonde Rosetta als auch mit ihrem Observatorium XMM-Newton verfolgen; beide Sonden werden vom ESOC-Kontrollzentrum in Darmstadt gesteuert. Für Beobachtungen vom Erdboden aus wird die ESA das 1-Meter-Teleskop ihrer optischen Bodenstation auf der Kanareninsel Teneriffa einsetzen. Das gemeinsam von der NASA und der ESA betriebene Hubble-Weltraumteleskop wird das Ereignis ebenfalls festhalten. Auf den Kometen richten sich ferner alle sieben von der Europäischen Südsternwarte ESO an ihren Standorten von La Silla und Parañal in Chile betriebenen Teleskope, die im Infrarot- und optischen Bereich derzeit über die leistungsfähigsten und höchstauflösenden Instrumente auf der Erde verfügen. Die ersten Daten aus diesen europäischen Observatorien werden am 4. und 5. Juli einige Stunden nach dem Aufschlag zur Verfügung stehen und die mit der Deep-Impact-Sonde selbst aufgenommenen Bilder und erfaßten Informationen ergänzen. Zu den Highlights gehören: 4. Juli 07.15 Uhr MESZ – auf Informationen des NASA-Fernsehdienstes beruhende Live-Sendung des ESA-Fernsehdienstes (ca. 60 Minuten) sowie Studio-Interviews und Einblendungen mit Verbindungen zur ESO, zum Max-Planck-Institut Lindau (Rosetta) und zu den ESA-Einrichtungen ESAC (XMM-Newton) und ESOC ("Missionsbetrieb"/ Flugkontrolle). 09.30 Uhr MESZ – neueste Informationen des ESA-Fernsehdienstes über die europäischen Beobachtungen (ca. 20 Minuten). 10.00 Uhr MESZ – NASA-Presseinformation, Live-Übertragung durch den ESA-Fernsehdienst (ca. 30 Minuten). 18.00 Uhr MESZ – Informationen des ESA-Fernsehdienstes mit der ersten Hubble-Aufnahme in schwarzweiß (ca. 20 Minuten). 20.00 Uhr MESZ – NASA-Presseinformation, Live-Übertragung durch den ESA-Fernsehdienst (ca. 30 Minuten). 5. Juli 06.00 Uhr MESZ – neueste Informationen des ESA-Fernsehdienstes mit den ersten ESO-Farbaufnahmen. Die Live-Übertragungen des ESA-Fernsehdienstes und der NASA-Presseinformation (07.15-10.30 MESZ) können in mehreren ESA- und anderen europäischen Einrichtungen mitverfolgt werden: im ESOC in Darmstadt, in der ESA-Hauptverwaltung in Paris, in anderen Standorten in Europa sowie bei der ESO in Garching bei München. An allen Orten werden Fachleute für Interviews zur Verfügung stehen. Medienvertreter, die an dem Ereignis in einer dieser Einrichtungen teilnehmen wollen, werden gebeten, das beiliegende Anmeldeformular auszufüllen und an die Kontaktperson der Einrichtung ihrer Wahl zu schicken. Die Empfangsparameter des ESA-Fernsehdienstes werden 72 Stunden vor dem Ereignis im Internet unter http://television.esa.int zu finden sein. Weitere Auskünfte sowie aktuelle Sendezeitinformationen erhalten Sie auf unserer Website http://television.esa.int. Für Fragen zum Fernsehdienst setzen Sie sich bitte mit Claus Habfast in Verbindung (Tel.: +31 (0)71 565 38 38, Fax: +31 (0)71 565 63 40, E-Mail: claus.habfast@esa.int). Nähere Auskunft erteilen:
ESA Referat Medienbeziehungen
Presseabteilung ESA/ESOC ANMELDUNG Mit Deep Impact in das Herz eines Kometen – Europa ist dabei Medienveranstaltung – Montag, 4. Juli Vorname:_____________________ Nachname: __________________ Auftraggeber:____________________________________________ Anschrift: _______________________________________________ Tel.: _______________________ Fax:________________________ Handy: ______________________ E-Mail: ____________________ Montag, 4. Juli Ich möchte der Veranstaltung in folgender Einrichtung beiwohnen (Dauer ca. von 07:00 Uhr bis 10.30 Uhr): [ ] Deutschland Ort: ESA/ESOC, Robert-Bosch-Straße 5, Darmstadt Kontaktperson: Jocelyne Landeau-Constantin Tel.: +49 (0)6151 90 26 96 Fax: +49 (0)6151 90 29 61 [ ] Deutschland Ort: ESO, Karl-Schwarzschild-Str. 2, D-85748 Garching bei München Kontaktperson: Dr. Henri Boffin – ESO Pressebüro Tel.: +49 (0)89 32 00 62 22 E-Mail: hboffin@eso.org [ ] Frankreich Ort: ESA-Hauptverwaltung, 8-10 rue Mario Nikis, 75015 Paris Kontaktperson: Anne-Marie Remondin Tel.: + 33 (0)1 53 69 71 55 Fax: + 33 (0)1 53 69 76 90 NASA/JPL-Pressekontakt: Carolina Martinez: NASA/JPL Media Relations Tel.: +1 (818) 354 93 82 E-Mail: Carolina.Martinez@jpl.nasa.gov DC Agle – NASA Press Office Tel.: +1 (818) 393 90 11 E-Mail: agle@jpl.nasa.gov
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