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"I'll go where your music takes me..."
Seit Anbeginn der bemannten Raumfahrt wird an Bord Musik gehört. Zwischen Musik und den Weiten des Weltraums scheint generell eine enge Verbindung zu bestehen, so sind denn auch einige Stücke der Popkultur untrennbar mit dem All verbunden. Bestimmte Melodien haben Eingang ins kollektive Gedächtnis gefunden: Der Walzer ‚An der schönen blauen Donau’ von Johann Strauss erinnert uns an die klassische Filmsequenz aus ‚2001: Odyssee im Weltraum‘, in der ein Shuttle an eine Raumstation in der Umlaufbahn andockt. Bei den allerersten Noten, die im Weltraum zu hören waren, handelte es sich jedoch um ein hawaiianisches Lied, das im Dezember 1965 per Funk an die Crew von Gemini 7 übertragen wurde.
In den späten 1960er Jahren wurden erste Musikkassetten auf Apollo-Flügen mitgeführt. Die Kassetten enthielten Musikaufnahmen, die im Verlauf des Fluges jedoch mit den Daten und Beobachtungen der Astronauten überspielt wurden. Apollo 8 war die erste Mission, die Musik-kassetten an Bord hatte. Die Aufnahmen enthielten von Country- und Westernstar Buck Owens eigens eingespielte Songs.
Warum nehmen Astronauten Musik mit ins All? Laut NASA-Astronaut Steve Robinson „zählt Musik zu den persönlichsten Dingen, die man in den Weltraum mitnehmen kann. Wenn du deine Musik dabei hast, fühlst du dich überall ein bisschen zuhause.”
Tatsächlich hat Musik Auswirkungen auf unser Erinnerungs- und Assoziationsvermögen. Eine Reihe seriöser Studien hat gezeigt, dass Musik positiven Einfluss auf Leistungsfähigkeit, Lernvermögen und Aufmerksamkeit hat. Musik kann entspannend wirken und im Körper Hormone wie Oxytocin freisetzen, das konstruktive Zusammenarbeit und Einfühlungsvermögen fördert.
Musik ist eine Inspirationsquelle und vermittelt Gefühle oft viel besser als das geschriebene Wort. „Bei manchen Melodien, Akkorden oder Musiktexten bekomme ich Gänsehaut”, so Hadfield. „Und gerade da oben passierte mir das ziemlich oft.”
Aber im Gegensatz zur Mission im Jahr 2004, bei der André Kuipers drei Mini-CDs im Gepäck hatte, oder Astronauten früherer Zeiten, die noch Bänder bzw. Kassetten mit ins Weltall nahmen, wird die Musikauswahl heutzutage in Form digitaler Dateien an die ISS übermittelt, etwa so, wie wir uns Songs auf unsere Laptops oder Smartphones laden (Musiker können übrigens auch das bordeigene Keyboard auf der ISS benutzen).
Zusätzlich zu diesem musikalischen Feuerwerk im Weltraum sandten mehrere Bands und Musiker Grüße zur Station, als sie erfuhren, dass André Kuipers ihre Musik mochte, darunter die britische Rockband Marillion, Nick Mason von Pink Floyd, die bekannten niederländischen Musiker Fluitsma und Van Tijn und der Gitarrist Harry Sacksioni.
Aufgrund seines derart ausgeprägten Interesses für Musik war André Kuipers am Weihnachtstag auch im populären Musikprogramm Top 2000 des staatlichen niederländischen Senders Radio 2 zu hören. Rekordverdächtige 11,2 Mio. Hörern aller Altersgruppen lauschten gespannt. Die dort gespielten Top2000-Songs sind ebenfalls Bestandteil der Playlist.
André Kuipers‘ komplette Playlist finden Sie unter: Playlist[web].pdf André Kuipers‘ Lied des Tages finden Sie auf seinem Blog unter:blogs.esa.int/andre-kuipers
Wenn Sie André Kuipers einen Song schreiben oder widmen wollen oder weitere Vorschläge für seine Playlist haben, schreiben Sie an: contactesa@esa.int
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