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Leben im Weltraum
Alexander Gerst practising intubation
Alexander Gerst übt die Intubation

Weltraumdoktoren

25 Juli 2013
Während eines Amateurfunkgesprächs zwischen der Internationalen Raumstation und einer Gruppe von Kindern des Krankenhauses Bambino Gesù in Rom stellte ein Junge dem ESA-Astronauten Luca Parmitano eine wichtige Frage: Was tun Astronauten, wenn sie sich verletzen oder krank werden?

Einen Krankenwagen können sie jedenfalls nicht zur Internationalen Raumstation rufen! Deshalb ist es wichtig, dass den Astronauten vor ihrer Abreise zur ISS Grundkenntnisse in Medizin vermittelt werden.

Die Astronauten verbringen bis zu sechs Monate auf der Raumstation, wo sie an wissenschaftlichen Experimenten arbeiten und die Position der Raumstation korrigieren. Sie müssen mit jeglichen Notfällen umgehen können, denn hunderte Kilometer trennen sie vom nächsten Krankenhaus auf der Erde.

Für jede ISS-Mission werden mindestens zwei leitende medizinische Offiziere (Crew Medical Officer) festgelegt. Diesen Astronauten wird beigebracht, wie sie grundlegende medizinische Verfahren durchführen, wie etwa Wunden nähen oder ... Zähne füllen!

Alexander practising on a mannequin
Alexander beim Üben an einer Puppe
Der ESA-Astronaut Alexander Gerst fliegt 2014 zur Raumstation und wurde bereits als leitender medizinischer Offizier ausgebildet. Im Rahmen seiner Schulung wurde er kürzlich an ein Krankenhaus gesendet, um medizinische Fälle im wirklichen Leben beobachten zu können.

Seine Übungen hat er an derselben Puppe durchgeführt, die zur Ausbildung von Narkoseärzten des Krankenhauses eingesetzt wird. Die Puppe ist so lebensecht, dass sie blinkt, atmet und auf Spritzen reagiert!

Nach dem theoretischen Unterricht verbrachte Alexander drei Tage im Krankenhaus. Dort zeigte man ihm eine Reihe wichtiger klinischer Verfahren, zum Beispiel die Überwachung der Vitalparameter von Patienten.

Natürlich sehen medizinische Verfahren im Weltraum etwas anders aus. So sind etwa schwebende Nadeln eine ernsthafte Gefahr! Die Vorbereitung ist besonders wichtig und die ESA sorgt dafür, dass Alexander so gut wie möglich vorbereitet ist.

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