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ERS satellite
ERS-2 satellite

Einer der ersten Fernerkundungs
satelliten hat ausgedient

1 August 2011
Nachdem er die Erde beinahe 85.000-mal umrundet und dabei rund 3,8 Milliarden Kilometer zurückgelegt hat, wird einer der ältesten ESA-Satelliten außer Dienst gestellt. Der zweite Fernerkundungssatellit ERS-2 ist seit 1995 im All. Jetzt hat die ESA entschieden, ihn zu deaktivieren, bevor er ganz ausfällt und damit zu einer Gefahr für andere Flugkörper wird.

Ab dem 6. Juli wird er mit einer Reihe von Antriebsschüben nach und nach von seiner Umlaufbahn bei 800 km auf etwa 550 km abgesenkt. Dort ist das Risiko einer Kollision mit anderen Satelliten geringer. Da ERS-2 nicht zu Weltraummüll werden soll, wird ihn seine Flugbahn in die Erdatmosphäre führen und dort verglühen lassen.

Sowohl ERS-1 (von 1991 bis 2000 im All) als auch sein Schwestersatellit waren lange und mit großem Erfolg im Einsatz. Zusammen lieferten sie 20 Jahre lang unablässig Daten, mit denen sie die Forschung zur Erdatmosphäre, den Landmassen, den Ozeanen und dem Polareis entscheidend beeinflussten.

ERS-2 spacecraft and applications

Zu ihren Instrumenten zählte das erste nichtmilitärische Radarsystem im All. Damit war es möglich, die Bewegungen der Erdoberfläche bei starken Erdbeben oder Vulkanausbrüchen Tag und Nacht bei jedem Wetter zu beobachten. Auch Höhendaten zu den Landmassen der Erde konnten auf diese Weise vermessen werden.

Für Untersuchungen zum Klimawandel dienten Instrumente an Bord, die weltweit die Temperatur an der Meeresoberfläche und Veränderungen des Meeresspiegels erfassten. ERS-2 hatte außerdem die zentrale Aufgabe, Veränderungen in Ausdehnung und Position des riesigen Ozonlochs über der Antarktis zu beobachten.

Tausende von Forschungsprojekten und wissenschaftlichen Studien beruhen auf den Daten der beiden Fernerkundungssatelliten. Dank der von ihnen übertragenen Daten wissen wir jetzt viel mehr über unseren Planeten. Verbesserte Versionen ihrer Instrumente sind derzeit bei anderen ESA-Missionen im Einsatz, etwa an Bord des Envisat sowie der „Earth Explorer“-und Sentinel-Satelliten.

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