Erstes EGNOS-Signal aus dem Weltraum

31 Mai 2003

Nachdem mehrere Jahre an Definition, Detailentwurf, Produktion und Errichtung gearbeitet wurde, konnte der Europäische Geostationäre Navigations-Überlagerungsdienst (EGNOS) vergangenen Monat seine ersten Signalübermittlungstests durchführen. Dieses System, Europas Debüt auf dem Gebiet der Satellitennavigation, bildet ab Anfang nächsten Jahres den ersten europäischen Satellitennavigationsdienst.

Es wird die beiden derzeit betriebenen militärischen Satellitennavigationssysteme - das amerikanische GPS und das russische GLONASS - erweitern und damit für zahlreiche Massenanwendungen wie Pkw-Navigation und die Steuerung von Bus- und Lkw-Flotten, aber auch für besondere Anwendungen wie die Unterstützung Sehbehinderter in fremder Umgebung tauglich machen. Nach entsprechender Zertifizierung soll EGNOS außerdem für sicherheitskritische Anwendungen wie die Navigation von Flugzeugen oder das Steuern von Schiffen durch enge Wasserstraßen genutzt werden. Das komplette System wird aus drei geostationären Satelliten und einem Netz von Bodenstationen zur Übermittlung von Signalen mit Angaben über die Verläßlichkeit und Genauigkeit der von GPS und GLONASS ausgesandten Ortungssignale bestehen. Es wird den Nutzern in Europa und darüber hinaus die Bestimmung ihrer Position mit einer Genauigkeit von 2 m ermöglichen; dieser Wert liegt beim GPS bei etwa 20 m.

Persönlicher Satellitennavigator für einen Blinden

Ein Prototyp des Systems, der EGNOS-Systemprüfstand (ESTB), liefert seit dem Jahr 2000 Testsignale, die den Wert und die Tauglichkeit des Systems einwandfrei bestätigen. Das komplette für dieses Erweiterungssystem benötigte Netz aus Überwachungs- und Entfernungsmeßstationen RIMS (Ranging and Integrity Monitoring Stations) und mehreren Hauptkontrollzentren wird bis zum Frühjahr 2004 ganz Europa und benachbarte Regionen überziehen. Das erste dieser Hauptkontrollzentren ist in Langen, Deutschland, bereits errichtet. Insgesamt werden knapp 40 Stationen entstehen.

Die Errichtungsphase schließt die Erprobung des gesamten Geräts ein, was die Verfügbarkeit eines Signals aus dem Weltraum erfordert. Aus diesem Grund ist das erste Signal von so großer Wichtigkeit.

EGNOS, ein Gemeinschaftsvorhaben der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), der Europäischen Kommission und der Europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt (Eurocontrol), ist Europas Beitrag zur ersten Stufe des Globalen Navigationssatellitensystems (GNSS) und Vorläufer des derzeit von Europa entwickelten Satellitennavigationssystems Galileo.

Medienereignis in Langen, Deutschland

Das im Flugverkehrskontrollzentrum der DFS in Langen bei Frankfurt/M., Deutschland, angesiedelte erste EGNOS-Hauptkontrollzentrum in Europa wird demnächst das erste Signal des Satellitensystems aus dem Weltraum weiterleiten. Die Europäische Weltraumorganisation und die DFS laden aus diesem Anlaß zu einer Presseveranstaltung ein, die am 6. Juni um 10.30 Uhr am Sitz der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Am DFS-Campus 10, 63225 Langen, Deutschland, stattfindet. Dieter Kaden, Vorsitzender der DFS-Geschäftsführung, und Claudio Mastracci, der Direktor der ESA für Anwendungsprogramme, werden anwesend sein und die Aufgaben des Systems erläutern.

Interessierte Medienvertreter werden gebeten, das beigefügte Anmeldeformular so rasch wie möglich per Fax an die DFS zu schicken oder die DFS per
Telefon (+49 (0)6103 707 41 11) oder per
E-Mail claudia.sielaf@dfs.de zu kontaktieren.

Nähere Auskunft zu EGNOS erteilen:
ESA Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Referat Medienbeziehungen
Tel.: +33 (0)1 53 69 71 55
Fax: +33 (0)1 53 69 76 90

Dominique Detain
ESA Abteilung Anwendungen
Tel.: +33 (0)1 53 69 77 26
E-Mail: Dominique.Detain@esa.int

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Erstes EGNOS-Signal aus dem Weltraum

Freitag, 6. Juni 2003, 10.30 Uhr
Sitz der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
Am DFS-Campus 10, 63225 Langen, Deutschland

Nachname: __________________ Vorname: ____________________

Auftraggeber:
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Anschrift:
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Bitte per Fax schicken an:

Claudia Sielaff
DFS
Tel.: +49 (0)6103 707 41 11
Fax: +49 (0)6103 707 41 96
E-Mail claudia.sielaf@dfs.de

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