Jugend forscht 2004: Strahlende Sieger beim Gastgeber ESOC

Die Teilnehmer von "Jugend forscht 2004" im ESOC
17 Februar 2004

„Auf einmal ist alles relativ“ – unter diesem zentralen Motto des „Jugend forscht“-Wettbewerbs 2004 fand am 12. Februar im Europäischen Satellitenkontrollzentrum ESOC in Darmstadt die erste Auswahlrunde für die Teilnehmer der Region Hessen-Süd statt. Am Ende des Tages standen 21 Preisträger fest, von denen sechs an der nächsten Runde, dem Landeswettbewerb von Hessen teilnehmen dürfen.

An 32 Ständen fieberten am letzten Donnerstag, dem 12. Februar im Konferenzraum des ESOC die Teilnehmer der ersten Austragungsrunde des „Jugend forscht“-Wettbewerbs für Hessen-Süd dem Rundgang der Jury entgegen. In den sieben Fachgebieten Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik, Technik sowie Arbeitswelt präsentierten Schüler und Jugendliche ihre Arbeiten. Den gestrengen Augen der Juroren entging nichts. Neben der Funktion der Experimente wurden auch deren Beschreibung und die Protokollierung der Versuche bewertet. Eine gute Übung für angehende Wissenschaftler und Techniker.

Am Nachmittag standen dann die Sieger des Wettbewerbs fest. Die Jury vergab elf 1., vier 2. und sechs 3. Preise sowie drei Sonderpreise. Sechs mit einem 1. Preis bedachte Exponate waren so gut, dass sie zur zweiten Runde des „Jugend forscht“-Wettbewerbs, dem Landeswettbewerb von Hessen zugelassen wurden. Dabei ist ein so interessantes wie auch hochprofessionelles Experiment von drei Jugendlichen zur kontinuierlichen Abtrennung von base- und säurelöslichen Gasbestandteilen aus Gasen. Wolfgang Wimmer, ESOC-Mitarbeiter und Jury-Mitglied, beschrieb die Bedeutung des Verfahrens für viele Einsatzzwecke: „Mit dem Verfahren könnten bei weiterer Qualifizierung geschlossene Kreislaufsysteme beispielsweise für Taucher oder auch die Raumfahrt entwickelt werden. Beeindruckt haben mich bei diesem Exponat besonders die professionelle Ausführung der Versuchsanlage und die hervorragenden Dokumentationen. Ich bin überzeugt, dass die drei Jugendlichen vom Alten Kurfürstlichen Gymnasium Bensheim auch in Zukunft erfolgreich in Wissenschaft und Technik tätig sein werden.“ Und vielleicht kann einer der beteiligten Jungforscher das Verfahren später einmal im Weltraum oder gar auf dem Mars testen.

Beeindruckt war die Jury auch von den Versuchen dreier Teilnehmer des Überwald-Gymnasiums Wald-Michelbach. Ihr Thema „Abenteuer Licht“ bescherte ihnen einen 2. Preis und den Sonderpreis Umwelttechnik. Sie haben die Blendwirkungen von punkt- und flächenförmigen Lichtquellen untersucht. „Wir alle wurden schon von Xenon-Scheinwerfern eines Fahrzeuges im Gegenverkehr geblendet und können uns deshalb die Bedeutung der Versuche vorstellen.“ erläutert Wolfgang Wimmer die Arbeit, die übrigens auch Differenzen zu bisherigen Aussagen renommierter Wissenschaftler erkennen lässt.

Aber nicht nur im Bereich Technik gab es hervorragende Arbeiten. In der Kategorie Mathematik/Informatik stellten drei Schüler der Lichtenbergschule Darmstadt einen Algorithmus zur Gewinnoptimierung durch Hochquotentipps im Zahlenlotto vor. Gleich zwei hervorragende Exponate entstanden im Bereich Arbeitswelt. Sie befassten sich mit der Entwicklung von optimierten Schultischen und -stühlen zur Vermeidung von Rückenschäden.

Und auch die Jüngsten hatten in der Sparte „Schüler experimentieren“ interessante Exponate anzubieten. So wurde die Auswirkung der Ausstattung eines Aquariums auf das Paarungsverhalten von Guppys oder die Energieeinsparung durch Wärmedämmung von Gebäuden untersucht.

Einen Überblick über die vorgestellten Projekte und die Preisträger können sich Interessierte übrigens unter www.jufo-hessen-sued.de verschaffen.

Copyright 2000 - 2014 © European Space Agency. All rights reserved.