Gipfelkrater von Olympus Mons

Olympus Mons: Spektakuläre Bildserie vom größten Vulkan unseres Sonnensystems

Der größte Vulkan unseres Sonnensystems, Olympus Mons, ist sehr treffend nach dem Sitz der griechischen Götter benannt worden. Seine Ausmaße sind gigantisch. Er ist – bei einem Basisdurchmesser von 600 km - 22 km hoch! Demgegenüber erscheint der höchste Berg der Erde, der Mount Everest, mit seinen knapp 9 km geradezu als Winzling.

Die Vertikalansicht von Olympus Mons zeigt den eindrucksvollen Gipfelkrater des höchsten Vulkans unseres Sonnensystems. Der kesselartige Krater, die so genannte Caldera, erreicht eine Tiefe von 3 km. Die Caldera ist eine äußerst komplexe Struktur. Sie ist in sich gegliedert, woraus sich die zeitliche Entwicklung ableiten läßt. Der Lavasee ist mehrfach eingebrochen und abgesackt. Dadurch liegt das älteste Material am höchsten, das jüngste am tiefsten. Die sichtbaren Caldera-Strukturen sind mindestens einige hundert Millionen Jahre alt. Die Herausbildung des Vulkans begann jedoch bereits vor etwa 3 Mrd. Jahren, so dass die Gesamtstruktur sehr alt ist.
Diese Aufnahme ist das erste hochauflösende Farbbild, das die Gipfelregion des Olympus Mons abdeckt. Das Farbbild wurde am 21. Januar 2004 aus 273 km Höhe von der Stereokamera HRSC gemacht. Das Bildzentrum liegt bei 18.3 Grad Nord und 227 Grad Ost. Die Auflösung beträgt 12 m pro Bildpunkt. Süden ist oben.

Gesamtansicht von Olympus Mons

Dieses 3D-Bild zeigt eine Gesamtansicht des 22 km hohen Olympus Mons. Deutlich ist sein riesiger Basisdurchmesser von 600 km zu erkennen. Von der deutschen hochauflösenden Stereokamera HRSC liegen noch nicht so viele Bildstreifen vor, die diesen riesigen Koloss als Gesamtansicht bringen könnten. Daher hat das Kamerateam an der FU Berlin unter Leitung von PI Gerhard Neukum aus den topographischen Laser-Höhenmessdaten der US-Sonde Global Surveyor (MOLA-Kamera) und dem Photomosaik der Global-Surveyor-MOC-Kamera diese Gesamtansicht erzeugt.

Südlicher Ausschnitt der eindrucksvollen Caldera von Olympus Mons

Diese perspektivische Ansicht zeigt den südlichen Ausschnitt der eindrucksvollen Caldera des Olympus Mons. Die Ansicht wurde aus den Stereokanälen, dem Nadirkanal (senkrechte Blickrichtung) sowie den Farbkanälen der HRSC generiert. Die Aufnahme entstand am 21. Januar 2004 (Orbit 37) aus einer Höhe von 273 km. Deutlich zu erkennen sind äußerst frische, d.h. geologisch junge, zungenförmige Hangrutschungen. Die Bildbreite beträgt 40 km bei einer Auflösung von 12 m pro Bildpunkt. Das Bildzentrum liegt bei 18.3 Grad Nord und 227 Grad Ost. Die vertikale Überhöhung des Bildes beträgt 1,8. Süden ist oben.

Perspektivische Ansicht des kesselartigen Vulkankraters

Diese eindrucksvolle perspektivische Ansicht zeigt den kesselartigen Vulkankrater des Olympus Mons, die so genannte Caldera. Sie erreicht eine Tiefe von 3 Kilometer.
Wie bei Bild 3, so wurde auch diese Aufnahme aus den Stereokanälen, dem Nadirkanal (senkrechte Blickrichtung) sowie den Farbkanälen der HRSC generiert. Die Aufnahme wurde am 21. Januar 2004 (Orbit 37) in einer Höhe von 273 km gemacht. Die Bildbreite beträgt 102 km bei einer Auflösung von 12 m pro Bildpunkt und liegt im Bildzentrum bei 18.3 Grad Nord und 227 Grad Ost. Die vertikale Überhöhung des Bildes beträgt 1,8. Süden ist oben.

Die von der deutschen Hochleistungskamera HRSC (High Resolution Stereo Camera) aufgenommenen Bilddaten wurden vom Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem Institut für Geologische Wissenschaften der Freien Universität Berlin prozessiert.

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