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N° 17–2009: ESA-Astronaut André Kuipers startet 2011 zu einer sechsmonatigen Mission an Bord der ISS

6 August 2009

Im Zuge der jüngsten Sitzung des multilateralen Ausschusses für ISS-Mannschaftstätigkeiten (MCOP) in Houston hat die ESA heute mitgeteilt, dass es sich bei dem europäischen Mannschaftsmitglied der Expedition 30/31, die 2011 zur Internationalen Raumstation aufbrechen wird, um den Niederländer André Kuipers handelt. Wie ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain bereits mehrmals erklärte, wird deshalb die nächste Fluggelegenheit für einen ESA-Astronauten im Rahmen einer sechsmonatigen Mission an Bord der ISS einem deutschen Astronauten zugewiesen. Die ESA rechnet mit der Zustimmung der ISS-Partner für eine Fluggelegenheit im Zeitraum 2013–2014.

André Kuipers soll im Dezember 2011 an Bord eines Sojus-Trägers zur ISS aufbrechen und dort bis Juni 2012 als Mitglied der sechsköpfigen internationalen Bordmannschaft verbleiben. Dies wird für Kuipers der zweite Aufenthalt an Bord der Raumstation sein, nachdem er bereits im Rahmen der elftägigen Mission „Delta“ im April 2004 zur ISS geflogen war. Diese war von der niederländischen Regierung finanziert und ebenfalls mit einer Sojus durchgeführt worden.

Der Europäer, der bereits als Reserveastronaut für ESA-Astronaut Frank De Winne bei der derzeit durchgeführten Mission „OasISS“ (Expedition 20/21) eingesetzt wurde, wird ein Training für robotische Tätigkeiten absolvieren und sich auf einen eventuellen Außenbordeinsatz (EVA) vorbereiten.

„Ich freue mich sehr darauf, mich auf eine so anspruchsvolle Mission vorzubereiten und kann es kaum erwarten, ins All zurückzukehren. Ich bin stolz, zu einer Organisation wie der ESA zu gehören, die es geschafft hat, sich vier Jahre hintereinander die Gelegenheit für einen Langzeitflug zu sichern. Dies ist für die Erfahrung und die Wissenserweiterung der europäischen Astronauten extrem wichtig“, so André Kuipers, der sein Training in Kürze fortsetzen wird.

Die ESA-Direktorin für Bemannte Raumfahrt, Simonetta Di Pippo, erklärte: „Ich bin sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit und dem Verständnis zwischen der ESA, der NASA und allen internationalen Partnern sowie mit diesem weiteren positiven Ergebnis. André Kuipers ist äußerst erfahren, hervorragend vorbereitet und erstklassig ausgebildet. Seine Rolle bei dieser Expedition wird wieder einmal zeigen, dass die ESA eine der zuverlässigsten Partner-Raumfahrtagenturen ist. Wir sind immer zuversichtlicher, was die heutige und künftige Rolle Europas in der bemannten Raumfahrt und Exploration betrifft. Unser Missionsprogramm und unsere Pläne für die Nutzung der Raumstation sind bereits sehr vielfältig und werden dies im Hinblick auf die Vorbereitung künftiger Projekte und die Verlängerung der Lebensdauer der ISS auch weiterhin bleiben. Hierbei handelt es sich um einen weiteren Erfolg des ESA-Programms für Bemannte Raumfahrt und Exploration, der zudem das beste Mittel darstellt, eine Kontinuität zwischen den derzeitigen europäischen Astronauten und den sechs neuen Mitgliedern des Europäischen Astronautenkorps sicherzustellen, die ihr Training am 1. September dieses Jahres beginnen.“

Das Astronautenkorps der ESA beteiligt sich aktiv am Betrieb der ISS. Der Belgier Frank De Winne befindet sich zurzeit an Bord der Raumstation und wird im Oktober das Kommando über diese übernehmen. Im August wird der Schwede Christer Fuglesang zu ihm stoßen, der als Mannschaftsmitglied des Flugs STS-128 zur ISS, dessen Start für frühestens 25. August geplant ist, für die Durchführung der Mission „Allisé“ zuständig sein wird. Der Italiener Paolo Nespoli hat sein Training für eine Ende 2010 geplante Langzeitmission an Bord der Raumstation begonnen. Sein Landsmann Roberto Vittori wartet auf die Bestätigung seines Einsatzes bei einer eventuellen Fluggelegenheit der italienischen Raumfahrtagentur ASI an Bord der US-Raumfähre im zweiten Halbjahr 2010.

André Kuipers ist Arzt und seit 1999 Mitglied des Europäischen Astronautenkorps. Er hat sich bereits aktiv an den an Bord der ISS durchgeführten Forschungstätigkeiten beteiligt.

Nähere Auskunft erteilt:
ESA-Referat Medienbeziehungen
Kommunikationsabteilung
Tel.: +33 (0)1 53 69 72 99
Fax: +33 (0)1 53 69 76 90
E-Mail: media@esa.int

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