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N° 8–2014: ESA-Astronaut Thomas Pesquet wird 2016 zur ISS fliegen

17 März 2014

Der französische ESA-Astronaut Thomas Pesquet wurde offiziell für eine Langzeitmission auf der Internationalen Raumstation, ISS, ausgewählt. Dies gab heute der ESA-Generaldirektor, Jean Jacques Dordain, im Beisein der französischen Ministerin für Hochschulwesen und Forschung, Geneviève Fioraso, und des Präsidenten der französischen Raumfahrtagentur CNES, Jean-Yves Le Gall, bekannt.

Die Ankündigung erfolgte in Absprache mit den an der ISS beteiligten internationalen Partnern.

Mit dieser Ernennung sind nunmehr alle sechs der 2009 neu aufgenommenen ESA-Astronauten in einem Ausbildungszeitraum von maximal sieben Jahren einer Mission zur ISS zugeteilt worden.

Dordain erklärte: „Mit der Auswahl von Thomas Pesquet geht für die Nachwuchsastronauten unseres Korps eine erste Phase zu Ende, in der es galt, jedem von ihnen einen Flug in den Weltraum zuzuteilen. Die Ernennung zeugt außerdem von dem guten Ruf, den die ESA und ihr Astronautenkorps bei den internationalen Partnern der ISS bzw. der internationalen Astronautengemeinde genießt. Die Flugerfahrungen der neuen ESA-Astronauten sind eine solide Basis für weitere Beiträge der ESA-Mitgliedstaaten zu bemannten internationalen Explorationsmissionen.“

Der aus Rouen in der Normandie gebürtige Pesquet hat Luft- und Raumfahrttechnik studiert und war als Pilot in der zivilen Luftfahrt tätig. Er wird nun als zehnter französischer Astronaut in den Weltraum fliegen. Sein Landsmann Léopold Eyharts hatte zuvor die Inbetriebnahme und anfängliche Nutzung des von der ESA gebauten ISS-Labors für Schwerelosigkeitsforschung „Columbus“ unterstützt.

Die ESA hat als ISS-Partner ein Anrecht auf die Nutzung der ISS-Ressourcen, was auch die Unterstützung von Missionen europäischer Astronauten beinhaltet.

Während Pesquets Mission wird auf der Raumstation eine Atomuhr angebracht, die im Verbund mit anderen Atomuhren auf der Erde Einsteins Relativitätstheorie überprüfen und noch genauere Zeitmessungen ermöglichen soll. Die Ergebnisse hieraus könnten die Genauigkeit der Satellitennavigation verdoppeln und somit zu einer präziseren Positionsbestimmung auf der Erde beitragen.

Der ESA-Direktor für bemannte Raumfahrt und Betrieb, Thomas Reiter, selbst ehemaliger Astronaut, erklärte: „Ich erinnere mich noch genau an den aufregenden Augenblick meiner Ernennung und ich freue mich für Thomas Pesquet, dass er diesen Moment heute auch erleben darf. Ihm steht noch eine spannende Zeit bevor, in der es gilt, alle Systeme der Internationalen Raumstation beherrschen zu lernen und die einzigartigen Experimente unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit vorzubereiten.“

Pesquet selbst kommentierte seine Ernennung folgendermaßen: „Natürlich bin ich froh darüber, für eine Mission ausgewählt worden zu sein, aber das ist nur der Anfang einer neuen Etappe für mich. Vor meinem Flug stehen noch viele Arbeits- und Trainingsstunden. Mein Traum wird für mich erst dann in Erfüllung gehen, wenn ich auch tatsächlich auf der Internationalen Raumstation arbeiten kann.“

Über die ESA

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europas Tor zum Weltraum, ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und anderswo zugutekommen.

Die ESA hat 20 Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich. Davon sind 18 auch Mitgliedstaaten der EU.

Im Rahmen von Kooperationsabkommen unterhält die ESA Beziehungen zu acht anderen EU-Mitgliedstaaten. Auch Kanada nimmt im Rahmen eines Kooperationsabkommens an bestimmten ESA-Programmen teil.

Darüber hinaus arbeitet die ESA mit der EU zusammen, um die Programme Galileo und Copernicus zu verwirklichen.

Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen.

Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt.

Sie startet Erdbeobachtungs-, Navigations-, Telekommunikations- und Astronomiesatelliten, schickt Raumsonden in entlegene Regionen des Sonnensystems und beteiligt sich an der bemannten Exploration des Weltraums.

Mehr über die ESA: www.esa.int.

Weitere Informationen:

ESA-Referat Medienbeziehungen
Email: media@esa.int
Tel: +33 (0)1 53 69 72 99



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