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N° 35–2006: Kolloquium über Raumfahrt, Verteidigung und Sicherheit in Europa im europäischen Raumflughafen Kourou

18 September 2006

Die Versammlung der Westeuropäischen Union (WEU) sowie die Europäische Interparlamentarische Weltraumkonferenz (EISC) veranstalten vom 19. bis 22. September 2006 auf Einladung der Europäischen Weltraumorganisation ESA, der französischen Raumfahrtagentur CNES und Arianespace im europäischen Raumflughafen Kourou, Französisch-Guayana, gemeinsam ein Kolloquium über Raumfahrt, Verteidigung und Sicherheit in Europa.

Unter den zahlreichen Teilnehmern befinden sich Abgeordnete aus europäischen Parlamenten und dem Europaparlament, Vertreter der europäischen Streitkräfte, des Satellitenzentrums der EU sowie führende Köpfe aus Europas Raumfahrtindustrie. Auf der Tagesordnung der Konferenz stehen die verschiedenen sicherheits-und verteidigungspolitischen Aspekte der europäischen Raumfahrtpolitik mit besonderem Schwerpunkt auf den technologischen und industriellen Kapazitäten, die zur Umsetzung einer solchen Politik notwendig sind.

Der Vorsitzende der WEU-Versammlung, Senator Jean-Pierre Masseret (Frankreich), der EISC-Vorsitzende, Senator François Roelants du Vivier (Belgien), und der britische Abgeordnete Edward O’Hara, Vorsitzender des WEU-Ausschusses für Technologie, Luft- und Raumfahrt, werden die Begrüßungsansprachen halten. Anschließend wird der Vorstands¬vorsitzende von Arianespace, Jean-Yves Le Gall, die Starteinrichtungen in Kourou präsentieren.

Während des ersten Tagungsabschnitts am 20. September werden ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain, der Präsident des CNES, Yannick d’Escatha, und Vertreter europäischer Institutionen ihre Vorstellungen zur Entwicklung einer europäischen Raumfahrtpolitik darlegen. „Im Hinblick auf die im nächsten Jahr anstehenden konkreten Entwicklungen befinden wir uns bei der Festlegung einer europäischen Raumfahrtpolitik auf gutem Weg“, so Jean-Jacques Dordain.

Am nächsten Konferenztag werden François Auque und Alain Charmeau von EADS-Astrium, Jean-Paul Herteman von der Abteilung Luft- und Raumfahrtantriebe der Safran-Gruppe, José María Martí Fluxá von Indra Espacio sowie Pascale Sourisse von Alcatel Alenia Space die technologischen und industriellen Kapazitäten umreißen, die zur Entwicklung einer eigenständigen europäischen Raumfahrtpolitik erforderlich sind.

Die Teilnehmer werden über die Startanlagen von Ariane-5 und Vega informiert und erhalten ferner die Möglichkeit zu einer Besichtigung des neuen Sojus-Startkomplexes.

Weitere Auskünfte erteilt:

Fernando Doblas

Leiter der ESA-Kommunikationsabteilung

Tel.: + 33 (0)1 53 69 80 28

Wissenswertes über die ESA unter: http://www.esa.int

Kontakt: media@esa.int

Hinweise an die Redakteure:

Die Versammlung der WEU, Europas einzigem interparlamentarischen Gremium für Sicherheit und Verteidigung, wurde 1954 durch die Änderung des Brüsseler Pakts von 1948 ins Leben gerufen. Die erste Tagung fand 1955 statt. Der WEU-Vertrag sieht in Artikel V eine bedingungslose gegenseitige Beistandsverpflichtung und in Artikel IV eine enge Bindung an die NATO vor. Der durch den WEU-Vertrag eingesetzten Versammlung gehören Parlamentsvertreter aus etwa 40 Staaten an, darunter sämtliche EU-Mitgliedstaaten, die europäischen NATO-Länder sowie Russland, die Ukraine und alle Balkanstaaten. Die Versammlung überwacht europäische zwischenstaatliche Tätigkeiten in allen Bereichen der Sicherheit und Verteidigung, einschließlich der Zusammenarbeit in der Rüstung. Seitdem der operationelle Teil der WEU an die EU abgegeben wurde, dient die Versammlung auf der Grundlage der im rechtlichen Rahmen der WEU vorgesehenen parlamentarischen Instrumente auch als interparlamentarische Plattform der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungs¬politik (ESVP).

Presse- und Informationsbüro der WEU-Versammlung: 43 avenue du Président Wilson, 75775 Paris Cedex 16, Frankreich Tel.: +33 (0)1 53 67 22 00 – Fax: +33 (0)1 53 67 22 01 – E-Mail: press@assembly.weu.int

Weitere Informationen unter: http://assembly.weu.int

Die Europäische Interparlamentarische Weltraumkonferenz (EISC) wurde 1999 als ständiges Forum für Zusammenarbeit zwischen den nationalen europäischen Parlamenten gegründet. Ziel ist die Entwicklung eines ständigen Dialogs über Raumfahrtfragen sowie die Unterstützung nationaler Regierungen und europäischer Institutionen bei ihren Bemühungen um eine gemeinsame europäische Raumfahrtpolitik zum größtmöglichen Nutzen der europäischen Bürger.

Jedes Jahr findet eine Konferenz für Fragen im Zusammenhang mit der Exploration und Nutzung des Weltraums statt. Neben den Mitgliedern der nationalen Parlamentsgruppen für Raumfahrtfragen nehmen auch Vertreter der Europäischen Kommission, der ESA, nationaler Raumfahrtagenturen, der Industrie sowie Beobachter anderer Raumfahrtnationen an den Veranstaltungen teil.

Die EISC unterstützt eine engere Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Kommission, der ESA, den Mitgliedstaaten der ESA und der EU, nationalen Raumfahrtagenturen und Fachleuten aus Wissenschaft und Industrie, um so einen ständigen und wirkungsvollen Mechanismus zur Umsetzung und Aufrechterhaltung einer echten europäischen Raumfahrtstrategie zu schaffen.

Weitere Informationen zur EISC unter:

http://www.belspo.be/belspo/eisc/index_en.stm

Weitere Informationen:

ESA-Referat Medienbeziehungen
Tel: +33.(0)1.5369.7155
Fax: +33.(0)1.5369.7690



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