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N° 65–2002: Sojus-Start mit ESA-Nutzlast gescheitert

16 Oktober 2002

Gestern abend (15. Oktober) um 20.20 Uhr MESZ ist eine russische Sojus-Trägerrakete rund 20 Sekunden nach ihrem Start vom russischen Kosmodrom Plessezk explodiert.

Die Sojus sollte die unbemannte Forschungskapsel Foton M﷓1 der Foton/Bion-Familie mit 44 von der ESA geförderten Experimenten ins All hieven. Diese Experimente* erstreckten sich über eine breite Palette wissenschaftlicher Disziplinen, die von der Fluidphysik und Biologie über Kristallwachstum und Strahlungsdosimetrie bis zur Exobiologie reichte.

Der Beitrag der ESA zur Nutzlast der Forschungskapsel umfaßte die Einrichtung für Fluidphysik (FluidPac) mit vier Experimenten, die Einrichtung Biopan mit insgesamt neun Experimenten, die verbesserte Teleforschungs-Unterstützungseinheit, die sowohl FluidPac als auch den deutschen AGAT-Ofen bedienen sollte, sechs autonome Experimente (wovon drei von Studenten entwickelt wurden), die neuesten Versuche zur Simulation von Meteoriten (Stone) und das Experiment zum „Soret-Koeffizienten in Rohöl“.

Frankreichs Inkubator für biologische Experimente (IBIS), Deutschlands AGAT-Ofen, Rußlands Polizon-Ofen und fünf russische Experimente (Biokont, Komparus, Mirage﷓M, Sinus﷓16 und Chistata) ergänzten die 650 kg schwere Gesamtnutzlast.

Ersten Meldungen zufolge sind nach diesem Fehlstart Opfer zu beklagen; jedoch kann bestätigt werden, daß alle Fachleute der ESA, der französischen Raumfahrtagentur (CNES) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), die an der Vorbereitung des Satelliten in Plessezk beteiligt waren, wohlauf sind.

In Kürze soll eine staatliche Untersuchungskommission unter der Leitung von Verantwortlichen der russischen Raumfahrt gebildet werden, um die Ursachen des Unfalls zu ermitteln.

*Die Experimente wurden in Belgien, China, Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada, den Niederlanden, Österreich, Rußland, der Schweiz, Spanien und dem Vereinigten Königreich entwickelt.

Nähere Auskunft erteilt:

Dieter Isakeit

ESA-Direktion für Bemannte Raumfahrt und

Schwerelosigkeitsforschung

Tel.: +31 (0)71 565 54 51

Fax: +31 (0)71 565 36 61

Weitere Informationen:

Dieter Isakeit
Tel: +31.71.565.54.51
Fax: +31.71.565.36.61



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