Eigene Kapazitäten zum Start von Satelliten in den Weltraum sind das Fundament für eine unabhängige europäische Raumfahrt. Seit dem Start des Ariane-Programms 1973 wurde eine äußerst erfolgreiche Reihe von Raumfahrzeugträgern, von Ariane-1 bis Ariane-5, entwickelt.
Der Schwerlastträger Ariane-5 wurde konzipiert, um Europa seinen Wettbewerbsvorteil auf dem Weltmarkt zu sichern. Mit der jetzigen Ausführung Ariane-5 ECA können knapp 10 Tonnen Nutzlast für Telekommunikations- und Erdbeobachtungssatelliten in geostationäre Umlaufbahnen befördert werden. Eine spezielle Ausführung dieses Trägers wurde für den Transport des automatischen Transferfahrzeugs der ESA zur Internationalen Raumstation entwickelt.
Es besteht jedoch auch weiterhin Bedarf an kleineren Trägersystemen für den Kleinsatellitenmarkt, mit denen die europäischen Trägerkapazitäten erweitert werden und an Flexibilität gewinnen. Aus diesem Grund entwickelt die ESA den Kleinträger Vega, der bis zu 1,5 Tonnen Nutzlast in die erdnahe Umlaufbahn bringen soll. Die für mittelgroße Nutzlasten ausgelegte russische Trägerrakete Sojus wird auf ihren Einsatz von Europas Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guayana, vorbereitet.
Mit Blick auf die Zukunft prüft die ESA gemeinsam mit Fachleuten aus der europäischen Luft- und Raumfahrtindustrie neue Technologien und Antriebssysteme, um den Zugang zum Weltraum leichter und erschwinglicher zu machen.