Die Menschheit bereitet sich auf Weltraumflüge vor, die über erdnahe Umlaufbahnen hinausgehen. Der Mond ist dabei seit langem ein vorrangiges Explorationsziel. Eine ständige Präsenz auf unserem Trabanten würde neue Möglichkeiten eröffnen und einen Prüfstand und ein Sprungbrett zugleich für Vorstöße zu ferneren Zielen im Sonnensystem bieten.
Die bei der russischen Mondmission Luna-27 zum Einsatz kommenden europäischen Technologien sollen Ressourcen für eine künftige bemannte Exploration aufzeigen. Die ESA entwickelt ein Präzisionslande- und Gefahrenabwehrsystem sowie eine Bohr- und Probenanalysevorrichtung.
Im Rahmen einer internationalen Partnerschaft wird ein „Lunar Gateway“ als Tor zum Mond anvisiert, das der Menschheit einen Zugang zum cislunaren Weltraum, d. h. bis zur Mondumlaufbahn, eröffnen würde. Damit stünde nicht nur ein idealer Zwischenstopp auf dem Weg zur Mondoberfläche, sondern gleichzeitig auch ein exzellentes Labor für Wohnsysteme und -technologien zur Verfügung.
Bei der Vorbereitung der robotischen Mond-Mission Heracles kooperiert die ESA mit den Raumfahrtagenturen Kanadas und Japans. Unter Nutzung des Lunar Gateway als Missionsetappe soll ein robotischer Rover die Mondoberfläche erkunden und Gesteinsproben zur Erde bringen.
Aus Bildmosaiken zusammengesetzte Abbildung der Mondoberfläche, aufgenommen von der ESA-Mission SMART-1 (2002–2006)
Landegerät der russischen Mission Luna-27 (Roskosmos/NPO Lawotschkin)
Test des Eisbohrers für die russische Mondmission Luna-27
NASA-Raumfahrzeug Orion mit europäischem Service-Modul
Lunar Gateway als Tor zum Mond
Robotische Mond-Mission Heracles