10 Jahre European Satellite Navigation Competition: ESA lobt Innovationspreis aus

Galileo-Navigationssatellit
19 April 2013

Bereits zum 10. Mal wird in diesem Jahr die European Satellite Navigation Competition stattfinden, um richtungsweisende Ideen für künftige kommerzielle Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Satellitennavigation aufzuspüren.

Nach Abschluss des ESNC 2013 werden die Sieger der 25 weltweiten Partnerregionen und weitere Spezialpreissieger in sieben verschiedenen Rubriken gekürt.

Unter allen Preisträgern wählt eine Jury am Ende den Gesamtsieger, den „GALILEO Master 2013“. Interessenten sind aufgefordert, ihre Vorschläge bis zum 30. Juni 2013 auf der offiziellen Galileo-Masters-Website einzureichen

Grundsätzlich können alle teilnehmen, die eine Idee zum Wettbewerb beizutragen haben.

Der Koordinator der European Satellite Navigation Competition ist die Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen (AZO).

165 Milliarden Euro Marktumsatz im Bereich der Satellitenanwendungen

In den nächsten Jahren wird der Markt für Satellitenanwendungen voraussichtlich seine Dynamik und Innovationsfähigkeit beibehalten. Schon jetzt setzt die Branche jährlich 165 Milliarden Euro um; bis 2020 soll der Umsatz auf geschätzte 244 Milliarden Euro steigen (GSA GNSS Market Report).

Zur Unterstützung von Unternehmensgründern, die sich in diesem Zukunftsmarkt erfolgreich positionieren möchten, bietet die ESNC Zutritt zu einem umfassenden Partnernetzwerk mit technischer, wirtschaftlicher und juristischer Expertise.

„Ein Drittel der Sieger hat bereits eigene Unternehmen gegründet und 80% der Siegeranwendungen konnten erfolgreich implementiert werden“, bekräftigt Thorsten Rudolph, Geschäftsführer des AZO und ESNC-Wettbewerbskoordinator.

Auch Antonio Tajani, Vizepräsident der EU-Kommission, äußerte sich positiv: „Europas Unternehmer, KMUs (Kleine und mittlere Unternehmen) und die Industrie profitieren von dem umfangreichen ESNC-Netzwerk.“

Der ESA- Innovation Prize 2013

Verleihung des ESA- Innovation Prize

Der in diesem Jahr bereits zum fünften Mal in Folge ausgelobte ESA-Innovation Prize zeichnet die beste Geschäftsidee zur Nutzung von Satellitennavigationssystemen aus und ist mit 10.000 Euro dotiert. Zudem haben Gewinner die Möglichkeit, ihre Idee in einem der sieben ESA Business Incubation Centres (ESA BICs) zu verwirklichen.

Bewerber für den ESA-Innovation Prize sollten Interesse an der Gründung eines Start-Ups haben oder schon eines betreiben. Vielversprechende und zeitnah realisierbare Anwendungsmöglichkeiten werden dann in den ESA BICs über das ESA Technologietransferprogramm (TTP) individuell gefördert.

Beispiele von Anwendungsfeldern für Satellitentechnologie

In zahlreichen Anwendungsbereichen kommt Satellitennavigationstechnologie zum Einsatz, sodass die Entwicklungsmöglichkeiten für ESNC-Teilnehmer entsprechend vielfältig sind.

Beispiele aus den Vorjahren sind unter anderem:

  • Galileo-Dienste
  • Standortbezogene Dienste
  • Notfalldienste und Katastrophenmanagement
  • Indoor Navigation
  • Erweiterte Realität (Augmented Reality)
  • Transport & Logistik
  • Soziale Netzwerke
  • Spiele & Bildungsanwendungen
  • eHealth
  • Effiziente Verkehrsteuerung & Mobilität
  • Luftverkehrskontrolle
  • Öffentliche Dienstleistungen

Unterstützung durch das ESA Technologietransferprogramm (TTP)

Kernaufgaben des ESA Technologietransferprogramms

Das ESA Technologietransferprogramm (TTP) dient der Aufgabe, bereits bestehende Raumfahrttechnologien in neue Anwendungsbereiche zu übertragen.

„Zur Nutzensteigerung der europäischen Raumfahrtprogramme hat das ESA-TTPO spezielle Inkubationsprogramme konzipiert, die junge Unternehmer mit Know-How und Finanzierungsmitteln ausstatten. Bis jetzt haben wir 190 Start-Ups unterstützt und dieses Jahr kommen 60 neue hinzu.“, sagt Frank M. Salzgeber, Leiter des ESA TTP.

Darüber hinaus hat es in Kooperation mit der Triangle Venture-Gruppe den weltweit einzigen Wagniskapitalfonds für Raumfahrttechnologien eingerichtet. Dieser sogenannte Open Sky Technologies Fund verfügt über Mittel in Höhe von 100 Millionen Euro, mit denen junge erfolgversprechende Start-Ups in der kritischen Frühphase kapitalisiert werden können.

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