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Science & Exploration

N° 4–2004: Mars Express: Immer noch kein Signal von Beagle 2

7 January 2004

Der Mars-Express-Orbiter der ESA unternahm heute seinen ersten Versuch nach der Abtrennung des Landegeräts am 19. Dezember 2003, mit Beagle 2 Kontakt aufzunehmen.

 

Er überflog um 13.13 MEZ zum ersten Mal das Landegebiet von Beagle 2, konnte jedoch kein Signal des winzigen Landegeräts empfangen. Weitere Versuche zur Kontaktaufnahme mit Beagle 2 sind in den kommenden Tagen geplant.

Beagle 2 war am 19. Dezember vom Mars-Express-Orbiter - seiner Muttersonde auf der 400 Millionen Kilometer langen interplanetaren Reise - auf einem Kollisionskurs mit dem Roten Planeten ausgesetzt worden. Er trat sechs Tage später in die Marsatmosphäre ein und sollte in der äquatornahen Region Isidis Planitia landen. Die seitdem unternommenen Versuche, über den NASA-Orbiter Mars Odyssey und über Radioteleskope auf der Erde mit Beagle 2 zu kommunizieren, waren erfolglos.

Der Mars-Express-Orbiter war etwa zeitgleich mit der Landung von Beagle 2 erfolgreich in eine Marsumlaufbahn eingeschwenkt. Anfang Januar führte er dann eine Reihe geplanter Manöver zur Änderung seiner äquatorialen Umlaufbahn in eine polare Umlaufbahn durch, um sich auf seine wissenschaftliche Mission vorzubereiten und Kontakt mit Beagle 2 herzustellen.

Im Gegensatz zu Mars Odyssey und den Radioteleskopen verfügt Mars Express über ein auf die Kontaktaufnahme mit Beagle 2 zugeschnittenes, voll erprobtes Kommunikationssystem, was der ESA mehr Zuversicht verleiht, in den nächsten Tagen ein Signal aufzufangen.

„Wir haben noch nicht die Hoffnung aufgegeben, mit Beagle 2 in Kontakt zu treten, aber wir wissen auch, daß es auf einem gnadenlosen Planeten gelandet ist“, sagt David Southwood, der Wissenschaftsdirektor der ESA. „In den kommenden Tagen bieten sich weitere Gelegenheiten zur Kontaktaufnahme mit Beagle 2, und wir werden unser Bestes geben. Unser Mars-Express-Orbiter hat jedenfalls nun seine Einsatzbahn erreicht und funktioniert ordnungsgemäß. Ich weiß, daß die Wissenschaftler seine ersten Ergebnisse mit Spannung erwarten.“

 

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